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Will Apple die Alexa-Ingenieure von Amazon abwerben?

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Siri ist im Rückstand und Apple (WKN:865985) weis das wahrscheinlich auch. Alexa von Amazon (WKN:906866) hingegen ist nun führend bei virtuellen Assistenten. Dies liegt zum Großteil an den Funktionen, die durch Drittentwickler hinzugefügt wurden. Insgesamt gibt es davon mehr als 13.000.

2014 eröffnete Apple seine Niederlassung in Seattle, nachdem es Union Bay Networks übernommen hatte. Seitdem baut es diesen Standort beständig in Amazon Revier aus. Microsoft (WKN:870747), welches ebenfalls einen virtuellen Assistenten hat, ist in Redmond ansässig, welches ein Vorort von Seattle ist.

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Der Homepod wird mit Siri betrieben. Foto: Apple.

Letztes Jahr übernahm Apple das Start-up Turi für 200 Millionen US-Dollar, welches sich mit maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz befasst. Auch dieses hat sein Hauptquartier in Seattle. Im Februar dieses Jahres berichtete GeekWire, dass Apple in dieser Gegend weiter wachsen will und Entwickler für KI und maschinelles Lernen anheuern will. Laut einem Bericht von Business Insider hat Apple zwei neue Jobangebote für die Entwicklung für Siri ausgeschrieben, die ebenfalls in Seattle ansässig sind.

Von den zwei Ingenieursstellen für Siri

Es gibt zwei offene Stellen – eine für einen Softwareingenieur und einen anderen für einen Sprachwissenschaftler/-Ingenieur. In der Stellenbeschreibung für den Softwareingenieur schreibt Apple, dass die Stelle „einem Produkt nützt, das Computer neu definiert“. Eine Schlüsselqualifikation ist die Fähigkeit, Algorithmen zu implementieren, die in technischen Forschungsartikeln veröffentlicht wurden. Der Sprachwissenschaftler/-Ingenieur soll dabei helfen, gesprochene Sprache in großen Systemen zu verstehen.

Aber auch über die lokale Präsenz von Amazon und Microsoft hinaus (und deren KI- und Sprachteams) ist Seattle ein aufstrebendes KI-Zentrum. Und sogar der chinesische Technikriese Tencent eröffnet ein Forschungszentrum für KI in Seattle. Dieses wird von einem früheren Microsoftingenieur geleitet. Der Mitgründer von Microsoft Paul Allen gründetet zudem 2013 das Allen Institute für Artificial Intelligence (auch AI2 genannt) in Seattle. Einfach ausgedrückt, Seattle wird zu einer Brutstätte für KI-Talente.

Apple muss sich öffnen

Der Mac-Hersteller hatte es schwer, KI-Talente anzuwerben. Dies liegt teilweise an der Geheimhaltung. Apple versucht seine Fortschritte, die es bei KI macht, geheim zu halten. Es hofft, dadurch einen Vorteil bei seinen Produkten zu erlangen. Das große Feld der KI-Forschung beruht jedoch stark auf einer großen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Organisationen. Bloomberg benannte das Problem bereits im Oktober 2015.

Bis heute durften KI-Ingenieure von Apple ihre Ergebnisse nicht in Forschungsartikeln veröffentlichen. Darum ist es eine bemerkenswerte Nachricht, als Apple im Dezember bekannt gab, dass es seine KI-Forschungsergebnisse veröffentlichen würde. Und es hat auch Bedeutung, dass sich die Jobbeschreibungen auf Forschungsartikel beziehen. Die Erwähnung könnte bedeuten, dass Apple einen Austausch mit der akademischen KI-Gemeinde anstrebt. Das wäre für das Finden von Mitarbeitern wichtig, die sich in der KI-Forschung auskennen. Nur so kann es mit dem Wettbewerb mithalten.

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Teresa Kersten ist Mitarbeiterin bei LinkedIn und Mitglied des Vorstandes von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool hält und empfiehlt Aktien von Amazon und Apple.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu auf Englisch verfasst und am 26.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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