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Snaps 350-Millionen-Dollar-Wette aufs permanente Dabeiseinwollen

Quelle: Media Kit Snap Inc.

Das Phänomen FOMO (für „Fear Of Missing Out“) beschreibt den Zustand, dass man immer das Gefühl hat, irgendwo irgendwas zu verpassen. Es ist in Zeiten von Social Media eine regelrechte Epidemie. Wenn man also ständig von den Highlights seiner Freunde auf Instagram, Snapchat oder Facebook (WKN:A1JWVX) bombardiert wird, kann einem das eigene Leben schon ganz schön langweilig vorkommen. Die ganzen coolen Sachen finden halt woanders statt. Dieses Problem haben vor allem Teenager und Millennials.

Snap (WKN:A2DLMS) will von dieser Angst profitieren. Darum das neueste Feature: die Snap Map. Diese Karte lässt einen sehen, wo die Freunde sich gerade aufhalten und was sie fotografieren. Im Trailer sieht man zwei Frauen, die sehen, dass ihre Freunde Snaps von einem Konzert machen – sie machen sich deswegen selber auf den Weg dorthin. Um das Feature einbauen zu können, hat man den Location-Service Zenly für zwischen 250 und 350 Millionen Dollar in Cash und Aktien gekauft. Das ist für ein Unternehmen der Größe von Snap schon jede Menge Holz.

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Woher kommt das Geld?

Snap hat mit dem IPO gerade 2,4 Milliarden Dollar in die Kassen gespült, genug also, um Zenly zu kaufen. Mit Ende des Q1 hatte Snap 3,2 Milliarden in Cash und kurzfristigen Sicherheiten in den Bilanzen – 200 Millionen für Zenly in Cash und dazu noch ein paar Millionen Aktien sind also locker zu verschmerzen.

Snap hat allerdings im letzten Quartal auch 155 Millionen Dollar für das operative Geschäft verbrannt, und diese Zahl wird auch immer größer. Das für den operativen Bereich benötigte Cash verdoppelte sich 2016 gegenüber 2015.

Letztlich hat Snap also für seine Map-App den Gegenwert eines ganzen Quartals bezahlt. Als Anleger kann man nur hoffen, dass sich das lohnt.

Ziel: sich von Facebook abheben

Eine der größten Herausforderungen von Snapchat der letzten Jahre bestand ja immer darin, sich genügend von Instagram Stories abzuheben. Die nämlich haben ihr Feature ja ziemlich schamlos von Snapchat kopiert. Instagram hat dann auch gleich andere Features von Snapchat kopiert, etwa die verschwindenden Nachrichten. Instagram Stories hat jetzt 250 Millionen Nutzer, eine ganze Menge mehr als Snapchat.

Die Idee mit der Karte ist also interessant, letztlich aber nur eine weitere Such- und Filterfunktion. Nichts an Snap Maps ist fundamental anders, es ist bloß eine neue Oberfläche. Heißt: Instagram könnte schnell und einfach das Feature kopieren, so sie denn wollen. Instagram hat ja bereits Lokalisierungsfunktionen, und der Facebook Messenger kann live den Standort des Nutzers den Freunden mitteilen. Wenn man da einfach eine schön anzuschauende Karte drüberlegt, hat man eine Story Map… oder wie auch immer Instagram das Ding nennen will.

Weiteres Ziel: Umsatz pro Nutzer steigern

Dass Instagram einfach so die Funktionen von Snapchat geklaut hat, hat Snap mächtig Probleme beim Nutzerwachstum bereitet. Allerdings sind die Nutzer von Snapchat ziemlich loyal. Durchschnittlich verbfrachte im Q1 ein Nutzer 30 Minuten täglich in der App. Allerdings braucht es jetzt mehr Anzeigenkunden und Anzeigen.

Ob Snapchat in Zukunft mehr Umsatz erzielen kann, liegt vor allem daran, ob man den Umsatz pro Nutzer steigern kann. Die Snap Map sollte da auf zwei Weisen helfen. Einerseits können Nutzer so neue Snaps von Freunden und anderen Nutzern in der Nähe finden. So kann Snap mehr Werbung ausspielen.

Andererseits kann so vor allem geo-spezifische Werbunb ausgespielt werden. Snap ist dabei, kleine Unternehmen zu gewinnen. Wenn man diesen Geschäften die Möglichkeit gibt, Nutzern, die gezielt nach Services in der Nähe suchen, Werbung zu zeigen, dann sollte sich das für alle Parteien lohnen.

Snap gibt jede Menge Geld für das neue Feature aus. (Zenly bleibt zudem übrigens eine eigenständige App.) Wenn sich das in verstärkte Nutzer und sinnvoll für Werbetreibende herausstellt, dann könnte sich das lohnen. Aber es sollte einen nicht überraschen, wenn Facebook die Funktion einfach kopiert.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Facebook.

Dieser Artikel von Adam Levy erschien am 26.6.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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