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Nicht mit ETFs, sondern an ETFs Geld verdienen: 3 Ideen

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Wer zum richtigen Zeitpunkt in einen großen und langanhaltenden Trend investiert, kann mit dieser Strategie jede Menge Geld verdienen.

Wie die meisten gut informierten Anleger bereits wissen, wird mittlerweile in der Regel empfohlen, anstatt auf irgendeinen teuren aktiv gemanagten Fonds zu setzen, lieber mit einem sogenannten Exchange Traded Fund, kurz ETF, einen Index nachzubilden. Sogar die Investorenlegende Warren Buffett ist ein großer Fan.

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Laut der Financial Times wurden im letzten Jahr 12.000 US-Dollar pro Sekunde in ETFs investiert und das Volumen wächst stetig weiter. Vielleicht will nun der ein oder andere Investor doch nicht mehr nur den Index nachbilden, sondern von diesem großen Trend profitieren. Mit diesen drei Unternehmen könnte man in den Megatrend investieren.

1. BlackRock ist das ETF-Imperium

BlackRock (WKN:928193) ist der unangefochtene Champion, wenn es darum geht, ETFs anzubieten. Das Unternehmen verwaltet mittlerweile schon ein Anlagevermögen mit einem Volumen von über einer Billion US-Dollar, das entspricht ungefähr einem Drittel des deutschen Bruttoinlandsprodukts.

Der Geniestreich war 2009 die ETF-Sparte von Barclays zu übernehmen, die mit iShares bereits eine beliebte ETF-Marke aufgebaut hatte. So konnte BlackRock hier mit einem Vorsprung starten. Seitdem wurde iShares zu einem benutzerfreundlichen Kundenliebling aufgebaut, der weltweit seine Produkte vertreibt. Da die harte Konkurrenz und der einfache Vergleich keine hohen Gebühren bei ETFs zulassen, ist keine gigantische Marge möglich, allerdings ist das Volumen so riesig, dass BlackRock trotzdem prächtig verdient.

2. Ohne MSCI geht nicht viel

Allerdings gibt es keinen ETF ohne den passenden Index und hier kommt MSCI (WKN:A0M63R) ins Spiel. Es gibt zwar ein paar etablierte Leitindizes wie den DAX oder Nikkei, allerdings bietet nur MSCI ein wirklich breites Portfolio an den verschiedensten Indizes an. Alle möglichen Länder, Regionen, Branchen und Themen werden abgedeckt.

Somit sind beispielsweise die MSCI-Indizes MSCI World und MSCI Emerging Markets die wichtigsten Indizes für Aktien aus Industrieländern bzw. Schwellenländern. Eine solche Marktführerschaft ist in diesem Fall auch ein Burggraben, denn ein etablierter Index wird aus Gründen der Historie und Vergleichbarkeit nicht so schnell geändert, außerdem ist die Berechnung eines solchen Index kompliziert und kann nicht ohne das entsprechende Knowhow kopiert werden. Immerhin berechnet MSCI täglich hunderte verschiedene Indizes in unterschiedlichen Währungen und hat schon fast ein halbes Jahrhundert Erfahrung gesammelt.

Geld verdient man dann damit, dass Indizes an ETF-Anbieter lizenziert werden und man die für die Fondsverwaltung notwendigen Daten bereitstellt. Deswegen profitiert MSCI immens am ETF-Boom.

3. S&P Global ist gleich doppelt wichtig

Das amerikanische Unternehmen S&P Global (WKN:A2AHZ7) ist vielleicht am ehesten für den S&P 500 bekannt, der sich mittlerweile als wichtigster Leitindex amerikanischer Aktien durchgesetzt hat und somit das wichtigste Barometer für den bedeutendsten Aktienmarkt der Welt darstellt. Dementsprechend verdient S&P Global ähnlich wie MSCI sein Geld, und der S&P 500 ist nicht der einzige Index, den das Unternehmen berechnet und lizenziert.

Darüber hinaus ist S&P Global aber auch als Finanzdatenunternehmen und Ratingagentur tätig. Die Ratingagentur Standard & Poors verdient ebenfalls indirekt an dem Wachstum der ETFs, denn besonders Anleihen müssen mit einem Kreditrating versehen werden, welches dann wiederum entscheidet, in welchen Index die Anleihe aufgenommen wird. Da ein ETF-Manager nicht selbst entscheiden kann, welche Anleihen er auswählen darf, sondern sich nach dem nachzubildenden Index richten muss, werden Kreditratings deutlich wichtiger, denn sie entscheiden, was es in die Indizes und somit in die ETFs schafft. S&P Global kann das nur freuen.

Bewertungsdisziplin nicht aus dem Fenster werfen

Wie man sieht, gibt es mittlerweile ziemlich klare Gewinner des ETF-Booms. Am Anfang eines Trend ist oftmals noch nicht klar, wer wirklich davon profitieren wird, die drei vorgestellten Unternehmen haben aber mittlerweile ziemlich starke und etablierte Positionen eingenommen.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass die Aktien schon gut gelaufen und dementsprechend hoch bewertet sind, deswegen sollten die Wettbewerbspositionen allein noch kein Kaufkriterium darstellen. Wer nicht nur mit ETFs, sondern auch an ETFs Geld verdienen will, muss sich leider noch den Kopf zerbrechen, ob die derzeitigen Bewertungen gerechtfertigt sind, genauso wie jeder Fondsmanager, der besser als ein ETF sein will.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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