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Warum Amazon es mit den Smartphones noch einmal versuchen möchte

Bildquelle: Flickr-User Fooleditorial.

Amazon (WKN:906866) hat die Neigung, ganze Industrien auf den Kopf zu stellen. Das hat im Laufe der Jahre zu unglaublichen Ergebnissen geführt. Von der Cloud bis hin zu Lebensmittel und dem elektronischen Handel hat Amazon es geschafft, sich einen großen Teil von Multimilliarden-Dollar-Märkten zu sichern.

Daher war es wenig überraschend, als das Unternehmen sich im Jahr 2014 dazu entschloss, den Markt für Smartphone unsicher zu machen. Das ging allerdings nach hinten los, sodass Amazon das Gerät nach nur einem Jahr wieder vom Markt nehmen musste.

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Das Fire Phone war ein Flop und das Unternehmen musste 170 Millionen US-Dollar Inventar nur drei Monate nach der Markteinführung abschreiben. 83 Millionen US-Dollar in Smartphones wurden während dieser Zeit nicht verkauft und blieben liegen. Aber Amazon entschloss sich dazu laut einem Bericht von NDTV Gadgets 360 es noch einmal zu versuchen.

Der zweite Versuch

Die Quellen von Gadgets 360 geben an, dass Amazon an einem Android-Smartphone mit dem Codenamen “Ice” arbeitet. Aber die Unterschiede zwischen den beiden Geräten beschränken sich nicht nur auf den Namen. Amazon hatte mit dem Feier einen großen Fehler gemacht. Das Unternehmen hatte nämlich ein Premium-Gerät mit einem vertragslosen Preis von 650 US-Dollar angeboten. Zum selben Zeitpunkt dominierten Samsung und Apple diesen Markt mit ihren Smartphones. Daher ist es keine Überraschung, dass das Gerät zum Scheitern verurteilt war und das trotz innovativer Funktionen wie eine 3D-Simulation und einem Objektscanner, mit dem man eine große Bandbreite von verschiedenen Artikeln erkennen konnte.

Die Nutzer sahen aber nicht nur die Funktionen sondern auch die Schwächen des Gerätes. Das Unternehmen benutzte seine eigene Version der Software von Android, auch bekannt unter dem Namen Fire OS. Daher fehlten schon einmal wichtige Apps wie Google Maps und Mail. Amazon hoffte, dass die Entwickler Apps für das Fire OS programmieren würden. Diese Hoffnung löste sich aber schnell in Rauch auf, nachdem das Unternehmen im ersten Monat nur 35.000 Einheiten absetzen konnte.

Amazon scheint aus seinen Fehlern gelernt zu haben. Die Berichte deuten an, dass das Ice als Zielgruppe Schwellenländer auserkoren hat. Daher wird es weniger als 100 US-Dollar kosten. Amazon wird dieses Mal keine wichtigen Funktionen auslassen, da das Gerät mit der neuesten Version von Android laufen wird. Daher werden alle Dienste von Google auf diesem Gerät auch laufen.

Das neue Smartphone könnte auch mit einem Fingerabdruckscanner, einer 13-Megapixel-Kamera und einem Bildschirm von 5,2 bis 5,5 Zoll ausgestattet sein. Das deutet schon an, dass Amazon an einem günstigen Gerät arbeitet, von dem man entsprechend hohe Stückzahlen in Ländern wie Indien verkaufen kann, wo 80 % der Smartphones unter 150 US-Dollar verkauft werden (Quelle: Bloomberg).

Im Vergleich dazu hatte das Fire Industrieländer als Zielgruppe, wo die etablierten Smartphone-Hersteller schon führende Positionen im Markt eingenommen hatten. Amazon scheint für das nächste Mal eine schlauere Strategie zu haben. Das könnte helfen, die Umsätze dieses Mal zu erhöhen.

Warum Smartphones so wichtig für das Wachstum von Amazon sein könnten

Wenn man ein Gerät für weniger als 100 US-Dollar in Schwellenmärkten verkauft, dann ist klar, dass Amazon damit nicht viel Gewinn machen wird. Das Unternehmen kann sich dadurch aber darauf konzentrieren, sein Ökosystem zu verbessern, indem die eigenen Apps in das bestehende Betriebssystem von Google integriert werden.

Das Unternehmen könnte die Prime-Video-App oder die mobile Amazon-App so platzieren, dass diese die ersten Apps werden, die die Nutzer sehen anstelle von Netflix oder Flipkart. Das könnte dafür sorgen, dass Amazon mehr Nutzer auf seine Plattform bekommt, während die Zahl der Prime-Abonnements gleichzeitig auch noch erhöht werden kann.

Darüber hinaus bekommt Amazon auf diese Art und Weise jede Menge Nutzerdaten, die benutzt werden können, um die Plattform mit der künstlichen Intelligenz zu verbessern (Quelle: Counterpoint Research). Das Unternehmen kann so Daten sammeln, und sehen, was die Kunden kaufen oder welche Serien sie ansehen. Diese Daten können dann benutzt werden, um Empfehlungen über die künstliche Intelligenz zu geben.

Amazon kann die Daten auch benutzen, um weitere Fähigkeiten für die virtuelle Assistentin Alexa zu schaffen. Damit könnte man dann mehr Echo-Lautsprecher verkaufen.

Es ist zwar nur ein Gerücht, aber ein günstiges Smartphone von Amazon wäre eine schlaue Strategie, um sich einen größeren Marktanteil des elektronischen Handels zu sichern und um die Umsätze langfristig zu erhöhen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon und Apple.

Dieser Artikel wurde von Harsh Chauhan auf Englisch verfasst und am 23.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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