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Boeing stahl Airbus bei der diesjährigen Paris Air Show die Show

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Die wichtigste Air Show des Jahres findet immer in Europa statt. Airbus (WKN:938914) hat da ein Heimspiel und nutzt dieses in der Regel, um den amerikanischen Rivalen Boeing (WKN:850471) bei den Verkäufen in die Schranken zu weisen. Im letzten Jahr waren Boeings Absatzzahlen bei der Farnborough Air Show derart miserabel, dass das Unternehmen sich gezwungen sah, die Zahlen für die Pressemitteilung am Ende aufzuhübschen.

Dieses Mal hatte Boeing aber alles andere als Probleme, seine Modelle an den Mann zu bringen. Die neue Reihe 737 Max 10 sowie die Widebody-Variante des Dreamliner sorgten dafür, dass Boeing gegenüber Airbus klar im Vorteil war.

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Feste Vorbestellungen fielen ähnlich aus

Wenn man sich nur mal die finalen Bestellungen ansieht, dann lagen Boeing und Airbus relativ gleichauf. Airbus konnte 144 Stück an den Mann bringen – 132 A320-Narrowbodies und 12 Widebodies. Der Großteil dieser Bestellungen kamen von GECAS, dem Flugzeug-Leasing-Service von General Electric, die 100 A320neos bestellten.

Boeing konnte währenddessen 134 feste Bestellungen für Flugzeuge verzeichnen. 97 737er und 37 Widebodys. Dazu hat Qatar Airways noch verkündet, dass sie 20 Mal die 737 MAX8 bestellt haben. (Ich weiß nicht, warum Boeing diesen Deal nicht in einer Pressemitteilung verkündet hat.)

Was die Zahlen angeht, sieht das also sehr ähnlich aus. Bei den Festbestellungen hat Boeing aber einen höheren Anteil an Widebodys. Die kosten in der Regel oft das Doppelte wie Narrowbodys wie die 737 oder der A320. Der Wert der Deals fiel für Boeing also weitaus höher aus.

Boeing hat Hunderte Interessenten für die 737

Die meisten von Boeing verkündeten Deals waren Vor-Deals. Die sind zwar nicht in Stein gemeißelt, werden aber in der Regel über kurz oder lang zu richtigen Bestellungen.

Insgesamt hat Boeing bei der Paris Air Show Vor-Deals über 418 Flugzeuge der Reihe 737 MAX abgeschlossen. Der Großteil davon kam von dem neuem 737 MAX 10, dem größten Flugzeug der Reihe. Kurz vor Schluss kam nochmal eine Bestellung über 125 MAX 8 rein, und zwar von einer großen Airline, die anonym bleiben wollte.

Boeing konnte auch 19 Vor-Deals für Widebodys (zumeist der 787 Dreamliner) verkünden. Damit lag man bei 437 Vor-Deals während der Air Show. Airbus hingegen hat nur 182 dieser Vor-Deals reingeholt, davon 174 für die A320-Reihe und acht für den A330neo.

Widebody-Deals machen den Unterschied

Wenn man sich auch mal die Vorbestellungen und nicht nur die bereits festen Bestellungen ansieht, dann hat Boeing das Duell für sich entschieden: 571 zu 326. Allerdings ist bei den derzeitigen Bedingungen das Geschäft mit Narrowbodys nicht so lukrativ. Dort nämlich ist die Nachfrage derart groß, dass sie bei weitem die Produktionskapazitäten übersteigt.

Stattdessen brauchen beide Hersteller mehr Bestellungen von Widebodys, um dort Planungssicherheit für die kommenden Jahre zu haben. Auch hier konnte Boeing Airbus in Paris übertrumpfen.

Boeing hat Deals zu 56 Widebodys verkünden können. Schon am Montag ging es gut los, und man konnte 38 Vorbestellungen für den Dreamliner reinholen. Bis zum Ende der Woche waren es dann 33 feste Bestellungen für den Dreamliner, außerdem 17 Vorbesetellungen. Zudem kamen vier feste Bestellungen rein für den 777-300ER, außerdem zwei 777-Frachtflugzeuge.

Währenddessen konnte Boeing bloß wenige Bestellungen für Widebodys reinholen. Ethiopian Airlines hat 10 A350-900er geordert, Hi Fly zwei A330-200er und Zagros Airlines immerhin acht A330neos.

Ein Jahr für Boeings Comeback

Mit Stand Ende Mai hat Airbus bloß 73 feste Bestellungen für das Jahr 2017, Boeing hingegen mehr als 200. Analysten gingen davon aus, dass Airbus dies bei der Paris Air Show ausgleichen könnte. Stattdessen sieht es so aus, dass das Unternehmen noch weiter hinter den Kollegen zurückfällt. Vor allem, wenn die Interessenten von Boeing ernst machen und ihre Bestellungen fest zurren.

Bei Narrowbody-Modellen hat Airbus nach wie vor mehr offene Bestellungen als Boeing. Aber bei den Widebodys – wo die Bestellungen dringender gebraucht werden – lag Boeing bereits vor der Air Show vor Airbus. Und diesen Vorsprung konnte man noch einmal ausbauen. Es sieht also ganz so aus, als wäre 2017 ein Comeback-Jahr für Boeing im Wettrennen mit Airbus um Bestellungen.

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The Motley Fool besitzt Aktien von General Electric.

Dieser Artikel von Adam Levine-Weinberg erschien am 24.6.2017 auf fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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