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Aurelius: Was die Hauptversammlung Spannendes enthüllt hat

Foto: Matt Koppenheffer

Ziemlich genau drei Monate ist die Shortattacke auf die Münchener Beteiligungsgesellschaft Aurelius (WKN:A0JK2A) nun bereits her, und somit waren sicherlich viele Aktionäre gespannt auf die Hauptversammlung am 21. Juni.

Selbst konnte ich leider nicht teilnehmen, aber die begleitende Präsentation gibt interessante Einblicke in die derzeitige Situation von Aurelius. Diese drei Dinge sind meiner Ansicht nach besonders wichtig:

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1. SECOP zeigt, dass Aurelius Wachstum unterstützt

Einer der großen Vorwürfe im Zuge der Shortattacke war, dass Aurelius seine Beteiligungen einfach nur ausschlachtet und dann an fragwürdige Käufer verscherbelt. Bei dem großen Portfoliounternehmen SECOP war dies aber nicht Fall, wie die Präsentation deutlich veranschaulicht.

SECOP ist ein führender Anbieter von Kompressorentechnologie für Kühltechnik und wurde 2010 von Aurelius übernommen. Bis zu dem Verkauf des Unternehmens an das etablierte japanische Industrieunternehmen Nidec vor wenigen Wochen, hat Aurelius stetig an neuen Produkten feilen lassen und die nachhaltige internationale Expansion vorangetrieben. Es wurde also großen Wert auf eine nachhaltige Entwicklung gelegt.

Aurelius scheint dabei zu wissen was es macht, denn auch wenn sich der Short-Angreifer Gotham City Research sicher war, dass das angeblich ausgeschlachtete SECOP wenn überhaupt nur 17,5 Millionen Euro wert ist, wurde es für 185 Millionen verkauft und hat Aurelius somit einen Gewinn von über 1.000 % innerhalb von sieben Jahren beschert.

2. Die Europasparte von Office Depot ist ein Meilenstein

Die nächste wichtige Beteiligung ist mittlerweile Office Depot Europe. Weil sich der amerikanische Mutterkonzern auf seinen Heimatmarkt konzentrieren will, wurde das Europageschäft für einen geringen Betrag an Aurelius verkauft.

Dort wittert man viel Potential für lukratives Wachstum. Zwar ist es kein Markt, der besonders hohe Margen zulässt, aber da sich der Umsatz im Milliardenbereich befindet, ist das absolute Potential trotzdem groß. Die Kundenbindung und die gute Logistikbasis können als Grundlage für einen Wandel hin zu niedrigeren Kosten und einem Umsatz mit einem besseren Margenprofil genutzt werden. Wenn das erreicht wird, könnte die Beteiligung schon in kurzer Zeit viel zum operativen Ergebnis beitragen.

3. Operativ läuft es rund

Allerdings läuft es bereits jetzt operativ gut. Im ersten Quartal wurden konzernweit bereits weit über 1 Milliarde Euro umgesetzt. Der Ausblick auf das ganze Jahr gesehen, 4 Milliarden Euro Umsatz zu haben, wirkt dementsprechend nicht übertrieben. Im letzten Jahr betrug der annualisierte Umsatz des ersten Quartals gerade einmal gerundet 2,6 Milliarden Euro.

Das Wachstum geht bei Aurelius jedoch nicht auf Kosten der Gewinne. Im ersten Quartal des Jahres wurde ein EBITDA-Ergebnis, also vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, in Höhe von 41,3 Millionen Euro erwirtschaftet, was fast 69 % höher als im Vorjahr war.

Wer solche Ergebnisse auf einer Hauptversammlung veröffentlichen kann, dürfte den Short-Investoren keine Freude bereiten.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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