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Apple Music könnte noch viel profitabler für das Unternehmen werden

Foto: Matt Koppenheffer

Die Musikindustrie weiß es generell zu schätzen, was Spotify und Apple (WKN:865985) Music tun. Immerhin erhöhen sie die Bereitschaft der Nutzer, Geld für Musik auszugeben. Jahrelang war es für die Kunden aber etwas zu bequem zu glauben, dass Musik-Streaming kostenlos sein sollte, solange sie einfach nur ein paar Werbeanzeigen zu ertragen bereit waren. Das stellte ein existenzielles Risiko für die Industrie dar, da die Kunden den Wert von Musik als immer geringer einstuften. Die Tatsache, dass Apple Music nicht nur eine Bezahl-Option liefert, stellt einen großen Schritt in die richtige Richtung dar. Das wissen die Musiklabels auch sehr zu schätzen.

Das letzte Jahr war das Beste in den letzten 20 Jahren für die Musikindustrie. Streaming-Dienste erhöhten den Umsatz beträchtlich. Letztes Mal, als die Umsätze so stark wuchsen, waren CDs noch voll angesagt. Apple möchte jetzt ein größeres Stück von diesem Kuchen.

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Die Plattenfirmen möchten mehr Abonnenten

Bloomberg meldete letzte Woche, dass Apple seine Lizenzdeals mit den großen Plattenfirmen erneuern möchte, um einen größeren Teil der Umsätze für sich behalten zu können. Die Verhandlungen decken auch Tantiemen für Apple Music als Streaming-Dienst und für iTunes bei den Musikverkäufen ab. Das bestehenden Übereinkommen zwischen den Parteien läuft Ende des Monats aus, wird aber in der aktuellen Form weitergeführt, wenn sich die Parteien nicht auf neue Konditionen einigen können.

Apple zahlt aktuell einen großzügigeren Anteil als der Industrieführer und dominante Wettbewerber Spotify. Spotify ist es vor kurzem geglückt, sich günstigere Konditionen zu sichern – allerdings unter der Bedingung, dass Spotify weiterhin die Zahl der bezahlenden Abonnenten erhöhen kann. Das Unternehmen verfügt jetzt über 50 Millionen zahlende Abonnenten, während es bei Apple Music 27 Millionen sind.

Datenquelle: Apple und Spotify. Grafik: Autor.

Die Plattenfirmen bekommen aktuell 58 % aller Umsätze der Abonnenten von Apple Music. Spotify gab den Plattenfirmen bisher über 55 % der Umsätze, bevor man den Tarif auf 52 % senken konnte. Dazu muss aber das Wachstum bei den bezahlenden Abonnenten weiter steigen. Laut Quellen von Bloomberg sind die Plattenfirmen offen für ein ähnliches Arrangement, sollte Apple die Zahl der zahlenden Abonnenten erhöhen können.

Ursprünglich hatte Apple ja den höheren Raten zugestimmt, da sich die Plattenfirmen Sorgen machten, Apple Music würde Umsätze von iTunes kannibalisieren. Das trifft aber nicht auf Spotify zu, das selbst keinen digitalen Musikladen betreibt. Es gibt immer noch eine Handvoll Märkte weltweit wie Deutschland und Japan, wo die Kunden nicht so aggressiv auf das Streaming umgestiegen sind wie in den USA. Die Plattenfirmen möchten, dass Apple in diesen Ländern Musikverkäufe weiter ankurbelt. Dasselbe trifft auch auf Länder mit schlechten Internetverbindungen, da das Streaming hierbei nicht so gut funktioniert.

Apple Music ist jetzt schon profitabler als der Unternehmensdurchschnitt

Basierend auf den 27 Millionen Abonnenten ist Apple Music jetzt allein schon eine Sparte mit 3,25 Milliarden US-Dollar Umsatz. Wenn die Plattenfirmen aktuell 58 % der Umsätze behalten, was die höchsten Kosten für diese Sparte wären, dann legt das nahe, dass Apple Music mit einer Bruttomarge von etwa 42 % arbeitet. Der aktuelle Wert ist natürlich etwas geringer, da Apple natürlich auch kleinere Kosten zu tragen hat. Die Lizenzkosten sind aber wahrscheinlich der größte Kostentreiber bei Apple Music.

Diese Marge ist jetzt schon höher als der Unternehmensdurchschnitt von 39 % im letzten Quartal. Ein Ausbau der Sparte Dienste ist eine der Prioritäten für Apple. Das liegt teilweise an den höheren Gewinnen. Jegliche Zugeständnisse, die Apple von der Musikindustrie bekommen kann, würden hier viel helfen, während Apple die Zahl der zahlenden Abonnenten erhöht.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA auf Englisch verfasst und am 24.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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