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Wann geht Uber an die Börse?

Foto: The Motley Fool.

Wann wird Uber Technologies an die Börse gehen? Das ist eine der interessantesten Fragen im Silicon Valley und das schon seit ein paar Jahren. Mit einer Bewertung von fast 70 Milliarden US-Dollar bei der letzten Finanzierungsrunde ist das Taxi-Unternehmen bei weitem das größte Unternehmen im Silicon Valley, das noch nicht an der Börse ist.

Nach den aktuellen Skandalen scheinen die Pläne eines Börsengangs nicht mehr ganz oben auf der Tagesordnung zu stehen. Irgendwann werden die frühen Investoren von Uber aber die Möglichkeit wollen, endlich Geld zu sehen. Wann wird das passieren?

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Zuerst einmal braucht Uber ein neues Management

Die bessere Frage wäre vielleicht die folgende: Was muss passieren, bevor Uber einen Börsengang ernsthaft in Betracht ziehen kann?

Uber befindet sich gerade in einer schwierigen Situation. Das Unternehmen hatte in der jüngsten Vergangenheit einige Skandale, darunter soll es angeblich Belästigungen am Arbeitsplatz gegeben haben. Darüberhinaus scheint das Unternehmen sich mehrmals in illegales Territorium verirrt zu haben. Diese Skandale haben dazu geführt, dass mehrere Führungskräfte das Unternehmen verlassen haben. Ein paar davon waren freiwillig, ein paar davon nicht so freiwillig.

Aktuell hat Uber keinen Präsidenten, keine technische Führungskraft, keinen Finanzchef und niemanden, der das Geschäft managt. Die Führungskräfte, die diese Rollen übernommen hatten, haben seit Anfang 2017 alle das Unternehmen verlassen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes wurde auch keine dieser Stelle neu besetzt.

Uber hat auch keinen CEO und muss ohne einen der Gründer, Travis Kalanick, auskommen. Dieser verkündete letzte Woche — vielleicht weil er unter Druck des Vorstandes stand — dass er sich auf unbestimmte Zeit aus dem Unternehmen zurückziehe.

Schritt 1 auf dem Weg zum Börsengang würde darin bestehen, diese Stellen neu zu besetzen und ein stabiles und glaubwürdiges Management einzusetzen, das ein öffentliches Handelsunternehmen auch führen kann.

Uber muss die Rechtsprobleme mit Alphabet aus dem Weg räumen.

Schritt 2 wäre es, wieder Frieden mit Waymo herzustellen und den Bereich selbstfahrende Autos wieder in die Spur zu bekommen.

Waymo ist ein Tochterunternehmen von Alphabet (WKN:A14Y6H), das sich mit selbstfahrenden Autos beschäftigt. Waymo verklagte Uber Anfang des Jahres und beschuldigte das Unternehmen, Technologie von Waymo gestohlen zu haben.

Waymo wirft dem Unternehmen vor, dass Anthony Levandowsky, der die Sparte selbstfahrende Autos bei Uber leitete, Unternehmensgeheimnisse von Google zu Uber gebracht habe. Levandowsky verließ Google, um sein eigenes Unternehmen mit dem Namen Otto zu starten. Dabei handelt es sich um ein Startup für selbstfahrende LKWs, das im letzten Sommer von Uber gekauft wurde — nur ein paar Monate nach der Gründung.

Es ist noch früh, aber die Analysten glauben, dass Waymo hier im Recht ist. Aber es kommt noch schlimmer für Uber. Es gibt nämlich Anzeichen, dass Levandowsky seinen Abgang von Google zu Otto und Uber bereits im Voraus mit Uber abgesprochen habe. Sollte sich das als wahr herausstellen, wird Uber Probleme bekommen.

Hier noch ein Anzeichen, dass es wahr sein könnte. Uber feuerte Levandowsky im letzten Monat, weil er nicht willens oder fähig war, das Unternehmen gegen diese Anschuldigungen zu verteidigen.

Es ist auch nicht im langfristigen Interesse von Uber, sich Alphabet als Feind heranzuzüchten. Im letzten Monat begann Waymo eine Partnerschaft mit dem Konkurrenten Lyft im Bereich selbstfahrende Autos. Das sollte Uber gar nicht gefallen.

Die Beilegung dieses Gerichtsverfahrens und eine Verbesserung der Beziehungen zu Alphabet ist eine weitere Sache, die wahrscheinlich erst noch passieren muss, bevor Uber an die Börse gehen kann. Da die selbstfahrende Technologie so wichtig für die Pläne des Unternehmen sind, wird Uber zeigen müssen, dass es auf dem richtigen Weg ist, um die Technologie zu bekommen.

Wann geht Uber an die Börse?

Wenn wir uns die oben genannten Punkte ansehen, dann würde ich sagen, dass ein Börsengang 2017 wahrscheinlich nicht passieren wird. Uber hat vielleicht noch ein drittes Problem vor sich. Nach all den Skandalen und den inneren Querelen besteht die Chance, dass die Märkte Uber nicht die 70 Milliarden US-Dollar zugestehen werden, mit denen das Unternehmen während der letzten Investitionsrunde bewertet wurde. Die Investoren zu einem Börsengang zu einer bedeutend geringeren Bewertung zu überreden, wird vielleicht langatmige und komplizierte Verhandlungen erfordern.

Es ist auch möglich, das Uber das aktuelle Zeitfenster im Markt schon verpasst hat. Der Bullenmarkt geht nun schon seit langer Zeit und wird sich wahrscheinlich wieder in einen Bärenmarkt verwandeln. Wenn das mit dem Börsengang von Uber zusammenfällt, dann könnte der Börsengang noch weiter vertagt werden.

Lange Rede kurzer Sinn: Der Börsengang von Uber wird sobald nicht passieren. Es ist möglich, dass es 2018 soweit sein könnte, aber es ist auch möglich, dass das ein paar Jahre lang nicht passieren wird.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool hält und empfiehlt Alphabet (A-Aktien und C-Aktien).

Dieser Artikel wurde von  John Rosevear auf Englisch verfasst und am 20.6.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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