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Apple CEO Tim Cook freut sich wahnsinnig über die erweiterte Realität

Foto: Matt Koppenheffer

In den letzten ein bis zwei Jahren sprach der CEO von Apple (WKN:865985), Tim Cook, immer wieder über das Potenzial der erweiterten Realität (AR). Er spricht dabei von Anwendungen für die Kunden im Mainstream und weist darauf hin, dass die virtuelle Realität (VR) die Nutzer isolieren könnte. Die virtuelle Realität ist aktuell noch ein Nischenphänomen. Auf der anderen Seite wäre die erweiterte Realität nach Cooks Einschätzung etwas breiter und tiefgehender.

Jetzt wissen wir vielleicht, warum er immer wieder dieses Thema anspricht. Vielleicht ist das ja ein Vorbote auf ein neues Produkt von Apple und er kann sich kaum damit zurückhalten.

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Ich möchte es hinausschreien

In einem kommenden Interview in Bloomberg BusinessWeek, in dem es um viele Themen geht, angefangen mit dem HomePod bis hin zu den Rückführungssteuern auf ausländische Gewinne, spricht Cook auch über die erweiterte Realität.

Ich glaube, dass das sehr tiefgreifend ist. Ich freue mich wahnsinnig darüber, ich möchte es einfach nur noch hinausschreien. Der erste Schritt, um diese Technologie zu den Massen zu bringen, liegt beim Betriebssystem. Wir bauen es in iOS 11 ein und öffnen es für die Entwickler. Damit können wir uns die Kreativität von Millionen von Menschen zunutze machen. Obwohl wir nicht vorhersehen können, was dabei herauskommen wird.

Es ist wirklich schwer sich den ruhigen und immer gefassten Cook beim Schreien vorzustellen. Aber das erklärt schon einmal, warum Cook so viel über die erweiterte Realität spricht, bevor Apple irgendetwas in diesem Bereich vorzustellen hatte. Die neue Software im Entwickler-Kit mit dem Namen ARKit für iOS 11 war eine der größten Ankündigungen, die das Unternehmen während der WWDC-Entwicklerkonferenz Anfang des Monats getätigt hatte. Dort fand auch das Interview mit Business Week statt.

Cook merkte auch an, dass die erweiterte Realität Anwendungen für Unternehmen und den Verbraucher beinhaltet. “Es gibt nicht viele Dinge, die beides schaffen”, sagte Cook. Gleichzeitig gibt er zu, dass sich diese Technologie noch in den Kinderschuhen befinde und dass sie noch nicht vollständig wäre. Das ist eine riesige Gelegenheit und der CEO glaubt fest daran, dass diese Technologie durch die Decke gehen wird, sobald die Menschen das Potenzial erkannt haben.

Ein Seitenhieb in Richtung Facebook?

Hierbei gibt es einen interessanten Unterton. In dem Cook sagt, dass die Fähigkeiten der erweiterten Realität direkt in das Betriebssystem eingebettet werden müssen, um vom Mainstream akzeptiert zu werden, könnte er einen kleinen Seitenhieb gegen Facebook (WKN:A1JWXV) versteckt haben. Auf der F8-Entwicklerkonferenz im April stellte das soziale Netzwerk mehrere AR-Tools  (Frames Studio und AR Studio) vor. Das Unternehmen sagte: “Wir machen diese Kamera zur ersten Plattform für erweiterte Realität.”

Die Kamera ist für Facebook nur der Anfang, da sich CEO Mark Zuckerberg eine Zukunft vorstellt, in der die erweiterte Realität zahllose Erfahrungen liefern kann, ohne dass dafür wie heute physische Objekte notwendig sind. Facebook war immer eine Plattform auf einer Plattform, zumindest im mobilen Bereich. Das Unternehmen besitzt oder entwickelt das zugrundeliegende Betriebssystem nicht. Das stellt auch einen Risikofaktor für das Unternehmen dar: “Unser Nutzerwachstum, das Engagement und die Monetarisierung auf mobilen Geräten hängen von der effektiven Funktionsweise von mobilen Betriebssystemen, Netzwerken und Standards ab, die wir selbst nicht kontrollieren.“

Die erweiterte Realität wird eine fundamental mobile Erfahrung sein. Niemand wird mit seinem Laptop durch die Gegend laufen und die Webcam dafür benutzen. Gleichzeitig wird eine AR-Plattform innerhalb der App von Facebook natürlich weniger Aufmerksamkeit bekommen als eine AR-Plattform, die direkt in das Betriebssystem integriert ist. Daher hat Apple hier vielleicht einen Vorteil gegenüber Facebook.

Jetzt müssen wir noch abwarten, bis wir unsere AR-Headsets bekommen, die beide Unternehmen anscheinend gerade entwickeln. Damit hätte Facebook die Möglichkeit, seine eigenen Plattformen zu schaffen anstatt sich auf andere zu verlassen. Facebook und Apple sind aktuell keine wirklichen Konkurrenten, aber das könnte sich ganz schnell ändern, wenn die erweiterte Realität zur nächsten Computerplattform wird.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple und Facebook.. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu auf Englisch verfasst und wurde am 15.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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