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Der Ölpreis fällt nach enttäuschenden Inventardaten unter 45 US-Dollar

Was passiert ist

Die Ölvorräte der USA befinden sich auf einem erhöhten Niveau, und das trotz der koordinierten Bemühungen der OPEC, die Fördermenge zu beschränken und die Vorräte aufzubrauchen. Das zeigte sich in den aktuellen Inventardaten der amerikanischen Energy Information Administration. Die Daten zeigten, dass die Ölvorräte diese Woche nur um 1,7 Millionen Barrel gefallen war. Das war wieder einmal deutlich unter der Konsensschätzung – die Analysten erwarteten 2,7 Millionen Barrel.

Aufgrund dieser Daten gab auch der Ölpreis nach. Der amerikanische WTI fiel am Mittwoch um mehr als 3 % auf unter 45 US-Dollar pro Barrel. Damit fiel der Rohölpreis seit Ende des letzten Monats um 10 %, und das obwohl die OPEC die Begrenzung der Fördermenge um weitere neun Monate verlängert hatte.

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Und weiter?

Einer der Gründe für die erhöhten Ölvorräte ist die steigende Produktion der Schieferölproduzenten. Unternehmen wie Whiting Petroleum (WKN:590101) und Oasis Petroleum (WKN:A1CW66) haben die Ausgaben erhöht, um die Produktion schnell zu steigern. Whiting Petroleum plant z. B. allein dieses Jahr 1,1 Milliarden US-Dollar für neue Quellen auszugeben. Das ist das Doppelte der Ausgaben des letzten Jahres. Dieses Kapital könnte die Produktion von Whiting bis Ende des Jahres um unglaubliche 23 % erhöhen. Vergleichswert ist hierbei die Produktion am Jahresende 2016. Das Unternehmen ist jetzt schon auf einem guten Weg, um diesen Ausblick zu übertreffen, da im ersten Quartal sehr gute Ergebnisse erzielt werden konnten. Whiting rechnet in seinem Budget mit einem durchschnittlichen Ölpreis von 55 US-Dollar pro Barrel, was bedeutet, dass das Unternehmen gerade mehr als den eigenen Cashflow für dieses Wachstum ausgibt. Diese aggressive Herangehensweise scheint scheint der Aktie geschadet zu haben, diese ist zusammen mit den Ölpreisen nämlich um 11 % gefallen.

Die Aktie von Oasis Petroleum fiel am Mittwoch auch zweistellig, da sich die Investoren Sorgen machten, dass die Wachstumsambitionen Teil eines größeren Problems des gesamten Marktes wären. Das Unternehmen erhöhte die Investitionen für dieses Jahr und plant, 410 Millionen US-Dollar für das Bohren und die Fertigstellung neuer Quellen auszugeben. Im Vorjahr waren es noch 208,4 Millionen US-Dollar gewesen. Dieses Kapital hat das Potenzial, die Produktion des Unternehmens um 41 % zu erhöhen. Da der Ölpreis jetzt wieder unter 45 US-Dollar pro Barrel gefallen ist, wird das die Gewinne von Oasis nach unten ziehen, da nur die Hälfte der Vermögenswerte des Unternehmens bei einem Ölpreis von unter 45 US-Dollar noch profitabel ist.

Ein weiterer großer Einbruch kam diese Woche von dem von Problemen geplagten Offshore-Bohrunternehmen Seadrill (WKN:A0ERZ0). Auch diese Aktie verlor schon am frühen Morgen mehr als 10 %. Die fallenden Ölpreise sorgten dafür, dass die Kunden in den letzten Jahren mehrere Verträge kündigten oder anpassten. Eine Überversorgung an Bohranlagen drückte zudem die täglichen Raten für neue Verträge nach unten. Das hat verheerende Auswirkungen auf das von Schulden geplagte Unternehmen und ist auch der Grund, warum Seadrill bereits gewarnt hat, dass die einzige Lösung vielleicht die Insolvenz wäre. Je weiter der Ölpreis fällt, desto wahrscheinlicher wird dieser Ausgang, da die Ölunternehmen kein Geld mehr für Offshore-Quellen ausgeben werden. Das reduziert auch die Nachfrage nach den Rigs von Seadrill.

Der fallende Ölpreis trifft auch andere Offshore-Unternehmen. Das führende Bohrunternehmen in diesem Bereich, Transocean (WKN:A0REAY), und der Anlagenhersteller der Ölindustrie National Oilwell Varco (WKN:903541) hatten schon nach wenigen Stunden 5 % ihres Börsenwertes eingebüßt. Damit waren sie am Mittwoch auch die größten Verlierer im S&P 500. Das liegt daran, weil ein Ölpreis von unter 45 US-Dollar zu niedrig ist, um die meisten Ölunternehmen dazu zu bewegen, mehr Kapital in Offshore-Anlagen zu investieren, und wird damit den Druck auf den Markt auch weiterhin hochhalten. Des Weiteren bedeutet dieser Umstand, dass Transocean für seine Rigs weniger bekommen wird und National Oilwell Varco weniger Anlagen verkaufen wird.

Wie soll es jetzt weitergehen?

Die Schieferölproduzenten spekulierten darauf, dass der Preis das ganze Jahr 2017 bei über 55 US-Dollar pro Barrel bleiben würde, da die OPEC ja die Fördermenge begrenzt hatte. Daher gaben sie aggressiv Geld aus, um die Produktion schnell zu erhöhen. Das glich allerdings einen großen Teil der Bemühungen der OPEC wieder aus und setzt die Preise weiterhin unter Druck. Daher werden Schieferölproduzenten wie Whiting Petroleum und Oasis Petroleum ihre Wachstumspläne für das Jahr 2017 noch einmal überdenken müssen, da der Markt im Moment mit derart großen Volumina einfach nicht umgehen kann. Bis sie ihre Strategie nicht ändern, könnten diese Aktien zusammen mit dem Ölpreis weiterhin fallen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt National Oilwell Varco.

Dieser Artikel wurde von Matt DiLallo auf Englisch verfasst und am 14.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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