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Supercrash? Nein, Jim Rogers: 4 Dinge sind heute anders als 2008

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Die Investoren-Legende Jim Rogers machte zuletzt mal wieder mit einer verwegenen Prognose auf sich aufmerksam: Der schlimmste Crash unseres Lebens sei im Anmarsch! Er führt diverse Gründe an, von der gestiegenen Geldmenge über die hohe Staatsverschuldung bis hin zur „Immobilienblase“.

Aber übersieht er dabei nicht eine Reihe von entscheidenden Punkten, die heute ganz anders sind als vor der letzten Krise? Diese legen nahe, dass Anleger jetzt keinesfalls ihre Aktien verkaufen müssen.

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Unterschied 1: Keine Euphorie und viele internationale Krisen

Vor 2008 hatte man das Gefühl, dass einfach alles perfekt läuft. Die chinesische Wirtschaft wuchs mit Macht, im indischen Silicon Valley um Bangalore sprießten die IT-Service-Unternehmen, Länder wie Brasilien, Russland, Australien und Südafrika verdienten sich dumm und dämlich an ihren Rohstoffexporten und von Deutschland aus wurden die Maschinen und Anlagen für die vielen neuen Fabriken geliefert.

Die Börsen kannten nur eine Richtung und die hohen Gewinne von Versorgern, Banken und Exporteuren schienen die hohen Kurse gleichermaßen zu rechtfertigen. Das ist heute zwar teilweise ähnlich, aber der entscheidende Unterschied besteht zum einen darin, dass heute viel mehr Anleger sehr skeptisch sind und zum anderen, dass die geopolitische Lage vielerorts so desaströs ist.

Die großen Länder Südamerikas erholen sich nur mühsam von ihren langwierigen Krisen und auch in Russland lief es in den letzten Jahren nicht gut. Ein noch schlimmeres Bild gibt der arabische Raum ab. Zu Zeiten als der Ölpreis über 100 US-Dollar schoss, konnten die Ölscheiche sich ihre feuchten Träume erfüllen. Heute hört man viel mehr Erschreckendes als Spektakuläres aus dieser leidgeprüften Region.

Eigentlich kann es daher auf absehbare Zeit fast nur besser werden (zumindest, wenn man Nordkorea ausblendet … aber wenn das ausbricht, dann hilft dir die beste Geldanlage nichts).

Unterschied 2: Unternehmen sind mächtiger

Trotz der vorgenannten Krisen, gelingt es vielen multinationalen Konzernen, immer wieder aufs Neue Rekordgewinne einzufahren. Das ist ziemlich erstaunlich und wäre in früheren Jahren so wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Für mich ist das ein Zeichen, dass die immer weiter wachsenden und fusionierenden Konzerne mittlerweile so mächtig sind, dass das politische Geschehen an ihnen abperlt.

Ein Unternehmen, das Hunderttausend Mitarbeiter beschäftigt, ein Heer von unzähligen weltweiten Zulieferern und Partnern um sich schart und Umsätze macht, die es mit dem Staatshaushalt vieler Länder aufnehmen können — das lässt sich von irgendwelchen negativen Entwicklungen in einzelnen Regionen nicht mehr beeindrucken.

Der Schluss für uns als Anleger ist, dass man sich vom politischen Geschehen nicht mehr so stark beeindrucken lassen sollte. Zumindest Konzerne mit einer soliden internationalen Aufstellung wie Siemens (WKN:723610) oder BASF (WKN:BASF11) finden immer bessere Wege, um selbst unter widrigen Bedingungen die Profitabilität aufrechtzuerhalten und weiter zu wachsen.

Unterschied 3: Niedrige Zinsen und kluge Investitionen

Typischerweise nehmen Wirtschaftswissenschaftler an, dass niedrige Zinsen zu unvernünftigen Investitionen führen. Wo das Geld so leicht zu haben ist, da würde es in unrentable Projekte gesteckt, was letztlich zu Geldentwertung und bedenklichen Ungleichgewichten führt. Das wäre die Theorie.

Aber werden in der Praxis heute wieder Wohnanlagen gebaut, die niemand braucht oder Brücken die nirgendwo hinführen? Werden Firmen teuer übernommen, die keinen Wert beitragen oder hochriskante Wetten eingegangen? Das kommt bestimmt vor, aber ich denke, das hält sich alles noch im Rahmen. Es ist mein Eindruck, dass die allermeisten Unternehmen eher vorsichtig investieren. Systematische Exzesse sind — im Gegensatz zu 2008 und 2000 — nur schwer auszumachen.

Vielmehr sehe ich als sehr positiv an, dass mittlerweile dank der Niedrigzinsen Milliarden in solide Geschäfte wie die Solar- und Windenergie fließen. Diese Investitionen haben einen gut abschätzbaren langfristigen Wert und wirken deshalb stabilisierend. Spezialisten wie Gamesa (WKN:A0B5Z8) und Vestas (WKN:913769) werden von diesem Trend bestimmt weiterhin profitieren.

Unterschied 4: Banken haben Risiken reduziert

Vor der Lehman-Pleite 2008 hätte man denken können, die Gold- und Ackermänner würden die Welt regieren. Mit ihren fantastischen Deals scheffelten sie Milliarden für sich und die Aktionäre. Heute ist der gesamte Sektor zumindest ein Stückchen bescheidener geworden. Die Risiken wurden stark reduziert und die Kostenbasis gesenkt.

Neue Unternehmenslenker wie John Cryan von der Deutschen Bank (WKN:514000) haben eine ganz andere Ethik als die Zocker von 2007. Außerdem haben die Behörden einen strengeren Blick auf die Machenschaften der Banker. Deshalb glaube ich nicht, dass von den Finanzdienstleistern in den kommenden Jahren eine erneute Krise ausgelöst wird.

Also alles rosig?

Das natürlich auch nicht. Denn nicht nur Jim Rogers, sondern auch viele andere erfahrene Analysten und Investoren haben zuletzt wegen der stark erhöhten Bewertungsniveaus und der drohenden Risiken Sorgen geäußert, dass ein größerer Rücksetzer anstehen könnte. Auch ich kann mir gut vorstellen, dass wir bis zum Herbst einen schwächelnden Gesamtmarkt sehen.

Aber ein Rücksetzer ist kein verheerender Crash und wo der Gesamtmarkt vielleicht stagniert, da lassen sich immer noch genügend Unternehmen identifizieren, die attraktiv bewertet sind. Statt Panik zu schieben ist daher wahrscheinlich jetzt die bessere Strategie, nüchtern sein Depot nach stark überbewerteten Titeln zu durchforsten, in robuste Unternehmen mit Potenzial umzuschichten, etwas Pulver trocken zu halten und ansonsten einfach in Aktien engagiert zu bleiben.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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