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Daimler und BMW: China hui, USA pfui!

Foto: Peter Roegner

BMW (WKN: 519000) und Daimler (WKN: 710000) haben es wieder getan: Sie haben uns einen Einblick in die Absatzzahlen des vergangenen Monats gewährt. Diese Zahlen konnten sich auch durchaus sehen lassen. Insgesamt verzeichnete BMW ein Plus von 5,7 % im Vergleich zum Vorjahresmonat, Daimler setzte sogar 12,3 % mehr ab. Das macht Mut.

Gleichzeitig fielen bei diesen Zahlen aber zwei Märkte auf, die sich völlig unterschiedlich entwickelten. Schauen wir daher mal genauer, wie sich die beiden deutschen Premiumhersteller in China und in den USA geschlagen haben.

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USA: Pfui!

In den USA konnten beide Autobauer nicht sonderlich glänzen. BMW verzeichnete hier im Mai einen starken Rückgang von rund 11 % auf erstmals wieder unter 30.000 abgesetzte Autos. Eine ähnliche Entwicklung musste Daimler schlucken. Auch die Stuttgarter verzeichneten einen Absatzschwund von 8,2 % auf knapp 27.000 Autos.

Damit tragen die Vereinigten Staaten immer weniger zum aktuellen Erfolg der beiden Autobauer bei. Bei insgesamt rund 208.000 verkauften Autos von BMW und rund 206.000 verkauften Autos von Daimler bedeuten die dort veräußerten Autos lediglich noch einen Anteil von rund 14 bzw. 13 %. Das sah schon mal deutlich besser aus!

China: Hui!

Diese schlechten Zahlen konnten allerdings durch gute Verkäufe im Reich der Mitte kompensiert werden. Hier konnten BMW und Daimler ihre Absatzzahlen nämlich deutlich steigern. Mit rund 51.000 verkauften Wagen verzeichnete BMW ein Plus von sage und schreibe 27 %. Daimler toppte das ganze sogar mit, im Vergleich zu BMW weniger verkauften Autos (ca. 50.000), aber einem Absatzplus von 32,2 %. Wen jucken da platt gesagt noch die Vereinigten Staaten?

Insgesamt wird anhand dieser Zahlen deutlich, dass momentan die Musik für die deutschen Autobauer eher im Reich der Mitte spielt. Fast ein Viertel aller verkauften Autos werden hier abgesetzt. Wenn die momentane Entwicklung so weitergeht, stehen die Chancen nicht schlecht, dass die dortigen Absatzzahlen die der USA bald um das Doppelte überragen werden.

Ein Ende der dortigen Entwicklung könnte auch auf lange Sicht nicht absehbar sein. Steigende Einkommen der Bevölkerung, die darauf basierende höhere Nachfrage nach Luxusgütern und ein Wirtschaftswachstum von über 6,5 % wecken auch bei den Autobauern weitere Fantasien, welche höhere Absatzzahlen in Aussicht stellen.

China dürfte für die Autobauer immer wichtiger werden…

Wie diese Zahlen eindrucksvoll zeigen, dürfte China in den kommenden Monaten und Jahren für Daimler und BMW immer wichtiger werden. Die Nachfrage nach teuren Autos ist scheinbar hoch, das Einkommen der Bevölkerung steigt, die Mittelschicht und die Wirtschaft wächst.

Natürlich gibt es hier und da auch Sorgen. Beispielsweise, dass China seine Strukturreformen nicht in den Griff bekommt und somit die Kontrolle über das Wirtschaftswachstum verlieren könnte.

Die momentanen Zahlen zeichnen jedoch ein gänzlich anderes Bild. Hoffen wir, dass sich die Sorgen nicht bewahrheiten. Dann dürfte auch den deutschen Autobauern eine weiterhin rosige Zukunft im Reich der Mitte bevorstehen.

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Vincent besitzt Aktien von BMW. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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