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Mit Dividenden-ETFs in die Rente: So geht’s richtig!

Quelle: Getty Images

Du willst ein Portfolio besitzen, das dir laufend Dividenden ausschüttet, aber hast keine Lust, dir viele einzelne Aktien aussuchen zu müssen. Dann bist du hier richtig, denn in diesem Artikel erfährst du, wie du aus den dutzenden Dividenden-ETFs den richtigen auswählst.

Darauf musst du achten, um Freude an Dividenden-ETFs zu haben:

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1. Die Kostenquote

Wenn du einen ETF auswählst, solltest du darauf achten, dass dieser keine zu hohen Kosten hat. Da Dividenden-ETFs oftmals ein bisschen ungewöhnlichere Indizes abdecken, darf man zwar nicht erwarten, dass sie mit den günstigsten DAX-ETFs mithalten können, aber deutlich über  0,50 % sollte die jährliche Kostenquote nach Möglichkeit nicht sein, sonst lässt man zu viel Rendite liegen.

Die exakte Höhe der bei der Fondsverwaltung anfallenden Kosten kann nicht im Voraus garantiert werden, aber die Total Expense Ratio, kurz TER, oder die sogenannten Ongoing Charges bieten in der Regel einen nützlichen Näherungswert.

2. Die Langlebigkeit

Dieser Faktor wird bei der Auswahl oftmals viel zu sehr vernachlässigt. Als Anleger muss man verstehen, dass niemand garantieren kann, wie lange es einen ETF geben wird. Man muss hierbei zwar nicht um sein Geld fürchten, denn wird ein ETF aufgelöst, bekommt man den aktuellen Wert des Fondsanteils zurück. Aber es kann sehr ärgerlich sein, wenn kurz nach der Investition der ETF schon wieder eingestellt wird und man sein Geld zurückbekommt. Das ist kein Randphänomen, es werden teilweise hunderte ETFs pro Jahr eingestellt.

Es hilft hier darauf zu achten, dass der ETF von einem der etablierten Anbieter stammt und bereits ein großes Fondsvolumen besitzt. Mindestens 50 Millionen Euro können hier als Faustregel angewandt werden. So verringert man die Wahrscheinlichkeit enorm, dass ein ETF im Portfolio schon bald wieder aufgelöst wird.

3. Der zugrundeliegende Index

Konkrete Strategien zur Auswahl von Dividenden-Indizes gibt es viele. Die meisten lassen sich aber wahrscheinlich in zwei Arten aufteilen. Zum einen gibt es die Dividenden-Aristokraten, das sind Unternehmen, die schon lange und verlässlich ihre Dividende zahlen, diese muss allerdings nicht unbedingt besonders hoch sein. Zum anderen gibt es Strategien, denen in erster Linie die Höhe der Ausschüttungen wichtig ist, diese werden dann oftmals mit dem englischen High Yield im Namen versehen.

Diese zwei Varianten gibt es dann jeweils mit den verschiedensten geographischen Schwerpunkten und für unterschiedliche Branchen. Von besonders exotischen Varianten, für die es oftmals noch gar keine relevante Indexhistorie gibt, lässt man aber besser die Finger. Man sollte auch nicht vergessen, dass auch ein einfacher Index wie der DAX eine attraktive Dividendenrendite aufweist und in ausschüttenden Varianten verfügbar ist.

4. Der Tracking-Error

Eine weitere wichtige Qualität eines ETFs ist ein niedriger Tracking-Error, auf Deutsch der Fehler einen Index perfekt nachzubilden. Idealerweise bildet ein ETF den zugrundeliegenden Index exakt ab, abzüglich der Verwaltungskosten. Allerdings ist das, besonders bei exotischen Indizes, nicht immer der Fall. Deshalb sollte man auch einen Blick darauf haben, dass der ETF in der Vergangenheit keinen besonders hohen Tracking-Error hatte.

5. Die Ausschüttungen

Die Höhe der Ausschüttungen lässt sich nicht immer ganz leicht vorhersagen. Die Ausschüttungsquote des Index, falls angegeben, kann einen Anhaltspunkt geben, manche ETF-Anbieter geben auch die vergangene oder derzeit zu erwartende Ausschüttungsquote des ETF an, beides ist allerdings nur ein Annäherungswert.

Was man aber einfach herausfinden kann, ist, wie die Ausschüttungen strukturiert sind. Ausschüttende ETFs schütten meistens einmal jährlich aus, allerdings gibt es auch einige, die vierteljährliche Zahlungen vornehmen. Eine häufigere Ausschüttung kann durchaus nützlich sein, wenn man für seine laufenden Ausgaben teilweise auf die Dividenden angewiesen ist.

Zu guter Letzt noch ein Tipp für alle, die ein niedriges zu versteuerndes Einkommen haben. Falls die eigene Steuerlast unterhalb der von Kapitalerträgen liegt, also 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag, dann lohnt es sich, die Kapitalerträge in der Steuer zu vermerken, da auf diese dann rückwirkend der persönliche Einkommenssteuersatz angewandt wird und man eine Rückzahlung bekommt.

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