The Motley Fool

5 Lektionen von einem der erfolgreichsten Hedgefonds-Manager

Foto: Julia Roegner

1977 gründete Paul Singer den Hedgefonds Elliott Associates L.P. mit 1,3 Millionen US-Dollar, die er von Freunden und Familienangehörigen bekommen hatte. Inzwischen ist der Fonds 33 Milliarden US-Dollar schwer. In seinem letzten Brief an die Anteilseigner verriet Singer fünf Lektionen, die er im Laufe der 40 Jahre gelernt hat. Ich fand sie so interessant, dass ich sie mit euch teilen möchte.

Lektion 1

Kein Wertpapierkurs ist zu hoch (niedrig), sodass er nicht noch weiter steigen (fallen) kann.

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Das ist eigentlich eine Binsenweisheit, die aber allzu gerne vergessen wird, wenn Anleger mal wieder versuchen, den perfekten Zeitpunkt zum Ein- oder Ausstieg zu finden. Gerne auch werden Aktien verkauft, weil sie „gut gelaufen und jetzt überbewertet“ sind.

Wir Fools sind Anhänger davon, erfolgreiche Aktien zu halten, bis sich wirklich etwas grundlegendes im Unternehmen ändert. Nur so sind die hohen Renditen möglich, die Fool-Gründer David Gardner etwa mit dem Kauf von Amazon.com (WKN: 906866) für 3 US-Dollar je Aktie im Jahr 1997 erzielt hat. Die Aktie war nach klassischen Maßstäben immer zu teuer und gerade heute sind die Skeptiker wieder überall zu finden, welche die Aktie – bei aller Qualität des Unternehmens – für völlig überbewertet halten.

Aber selbst, wenn das so wäre, könnte die Aktie trotzdem noch weiter steigen.

Lektion 2

Es ist unmöglich zu bestimmen, wann Märkte sich drehen.

Diese Lektion ist eng mit der vorherigen verbunden, denn niemand kann seriös und dauerhaft vorhersagen, wann sich Märkte drehen und wann man entsprechend ein- oder aussteigen sollte. Deswegen ist es besser, das gar nicht erst zu versuchen.

Derzeit ziehen die stark gestiegenen Kurse wieder viel Medieninteresse auf sich, und du kannst in Anzeigen immer wieder lesen, wie einfach es sei, mit hochriskanten Produkten wie CFDs oder binären Optionen schnell viel Geld zu verdienen.

Fall nicht darauf rein – an der Börse gibt es nichts geschenkt. Mach deine Hausaufgaben und investiere mit langem Zeithorizont in erstklassige Unternehmen. Und dabei immer an Lektion 2 denken!

Lektion 3

Wenn Marktpreise sich stark verändern, passiert dies im Regelfall viel früher als die Gründe für diese Änderungen deutlich werden, und dann ist es zu spät, aufgrund dieser neuen Information zu den alten Preisen zu handeln.

Wie oft habe ich schon Sätze wie „Ich warte erst ab, ob das neue Produkt XYZ ein Erfolg wird. Erst wenn das klar ist, kaufe ich die Aktie.“ gehört? Unter Risikogesichtspunkten ist das keine schlechte Überlegung.

Aber Tatsache ist: An der Börse wird die Zukunft gehandelt, und es gibt immer Anleger, die im Voraus auf einen Erfolg spekulieren und entsprechend früh einsteigen. Wenn der Erfolg dann tatsächlich sichtbar wird, ist die Aktie im Regelfall bereits stark gestiegen und für den auf Sicherheit bedachten Anleger bleiben kaum noch Kursgewinne übrig.

Weitere Beispiele dafür sind spezielle Themenfonds, die gerne aufgelegt werden, wenn Anlagetrends ein großes Medienecho bekommen. Ich denke dabei an 3D-Drucker, Grüne Technologien und BRIC-Fonds (Brasilien, Russland, Indien, China), die vor einigen Jahren groß rauskamen. Als diese Fonds aufgelegt wurden, war die Messe bereits gelesen und für die meisten Neuinvestoren blieben nur Verluste.

Lektion 4

Einer der wichtigsten Gründe, signifikante Verluste zu vermeiden, ist der schmerzhafte und manchmal finale Effekt, dass die Qualität der Entscheidungsfindung bei Fondsmanagern heftigen Schaden nimmt.

Paul Singer beschreibt hier in blumigen Worten etwas, was du vielleicht auch kennst, wenn du schon länger an der Börse bist und auch schlechte Phasen wie die Finanzkrise miterlebt hast. Bei aller Recherche kann es immer vorkommen, dass du mal danebenliegst und Verluste erleidest. Das geht jedem so, der an der Börse unterwegs ist.

Problematisch wird es dann, wenn du dadurch deine ganze Strategie über den Haufen wirfst. Dass du deine Verluste analysierst und deine Vorgehensweise danach anpasst, ist in Ordnung und soll auch so sein. Fatal ist es aber, nach jeder schlechten Entwicklung eine 180-Grad-Wende hinzulegen und alles immer wieder völlig anders zu machen. Dann kommst du nämlich an den Finanzmärkten auf keinen grünen Zweig.

Lektion 5

Eine tiefgehende Bildung über die Welt, nicht nur über Kapitalstrukturen, Unternehmensstrategien und Branchenentwicklungen, ist ausschlaggebend für den langfristigen Erfolg von Fondsmanagern.

Über den Tellerrand hinauszuschauen macht den Erfolg von Anlegern aus. Mit dem Kauf einer Aktie investiere ich eben nicht nur anhand einer Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung. Wichtig ist auch, wie sich die ganze Gesellschaft (gemeint ist die Allgemeinheit) entwickeln wird.

Bestes Beispiel dafür ist der stationäre Einzelhandel, der zurzeit hart mit dem Erfolg des Onlinehandels zu kämpfen hat – eine Entwicklung, die sich schon länger abgezeichnet hat. Oder ganz aktuell das autonome Fahren. Es gibt Visionen, dass in 10 oder 15 Jahren alle Autos eigenständig fahren und es gar keine individuellen Fahrer und Autobesitzer mehr gibt. Gut für Tesla (WKN: A1CX3T) und Continental (WKN: 543900), aber möglicherweise schlechte Nachrichten für BMW (WKN: 519000) und Daimler (WKN: 710000).

Wenn es dir gelingt, solche langfristigen Trends zu erkennen, kannst du deine Trefferquote an der Börse deutlich erhöhen.

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Peter Roegner besitzt Aktien von Amazon. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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