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Aurelius-Short: Deshalb lassen die Hedgefonds nicht nach

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Die Aktie der Münchener Beteiligungsgesellschaft Aurelius (WKN:A0JK2A) hat im März stark unter einer Short-Attacke gelitten. Seitdem gab es zwar eine umfangreiche Erholung, aber viele Hedgefonds lassen immer noch nicht nach. Weshalb das so ist und ob es ein Grund zur Sorge ist, erfährst du hier.

Ein „hoher“ Shortanteil ist relativ

Nachdem Gotham City Research seinen Enthüllungsbericht über Aurelius veröffentlicht hat, ist er zwar selbst wieder von seiner großen Shortposition abgesprungen, aber andere Investoren geben noch nicht auf. Der größte Anteil der Shortpositionen wurde zu deutlich niedrigeren Kursen aufgebaut und somit haben die meisten Investoren derzeit einen Verlust aufgebaut. Trotzdem lassen viele nicht locker und manche haben sogar ihre Shortposition in den letzten Wochen, wenn auch nur moderat, angehoben.

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Die aktuellen Shortpositionen, welche oberhalb der Meldeschwelle in Höhe von 0,5 % liegen, sind wie folgt:

Positionsinhaber Position
BG Master Fund Plc 0,91 %
Highbridge Capital Management, LLC 0,66 %
OCH-ZIFF MANAGEMENT EUROPE LIMITED 0,60 %
Jericho Capital Asset Management LP 3,15 %
Coltrane Asset Management, L.P. 0,64 %
Insgesamt 5,96 %

Quelle: Bundesanzeiger Stand 12.06.2017, sortiert von der Position mit der neuesten Veränderung zu der Position mit der ältesten

Somit sind mindestens fast 6 % der Aurelius-Aktien short, und auch wenn einige weitere noch unterhalb der Meldeschwelle liegen, ist diese zwar ein nicht geringer Shortanteil, allerdings auch nichts Weltbewegendes. Der Spezialist für Zahlungsabwicklungen Wirecard kommt im Bundesanzeiger aktuell auf einen Shortanteil von fast 9 %. Das Unternehmen wurde ebenfalls Opfer einer Shortattacke, und wer 2016 zu Tiefstkursen gekauft hat, der hat heute sein Geld fast verdoppelt.

Die Wirecard-Aktie hat schon längst wieder neue Höchstkurse erreicht, obwohl ihr immer noch viele Shorts an der Backe kleben. Viele sind hier auf die Shortattacke aufgesprungen und haben ihre Position seitdem nicht mehr reduziert. Sie sitzen also auf riesigen Verlusten. Wer aber wirklich verstehen will, was so eine Attacke für eine Aktie bedeutet, muss sich ein paar Gedanken über die Struktur von Hedgefonds machen.

Außer dem Bonus steht wahrscheinlich nicht viel auf dem Spiel

Hedgefonds haben kein einfaches Leben. Da die meisten von ihnen exorbitante Gebühren verlangen, sind sie ständig auf der Suche nach guten Investmentideen. Darüber hinaus haben sie oft Milliardensummen zu investieren. Kein Wunder also, dass ihnen jede halbwegs interessante Shortidee recht ist.

Dass die Aurelius-Shorts aber am Ende wahrscheinlich nur kleine Wetten darauf sind, dass sich die Anschuldigungen doch noch als richtig erweisen, zeigt ein einfaches Rechenbeispiel. Hätte ein Hedgefonds mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro eine Shortposition in Höhe von 1 % aufgebaut, als die Aurelius-Aktie zu Tiefstkursen gehandelt wurde und die Marktkapitalisierung um die 1 Milliarde Euro betrug, hätte die Position logischerweise nur 1 % des ganzen Portfolios ausgemacht. Selbst eine Pleite von Aurelius würde den Hedgefonds damit nur ein sehr kleines Stück weiter zu seinem jährlichen Renditeziel bringen.

Mit anderen Worten: Besonders viel steht für die Hedgefonds mit ihren aktuellen Positionen nicht auf dem Spiel. Es sieht eher danach aus, als würden sich viele Hedgefonds einfach an eine Shortattacke dranhängen und sie dann laufen lassen. Zu früh eine Kehrtwende zu machen wäre den meisten wahrscheinlich peinlich und deshalb werden Positionen einfach behalten. Denn wenn Aktien wie Aurelius oder Wirecard steigen, müsste man eigentlich entweder seine alten Annahmen revidieren und die Position auflösen oder, falls man an noch immer an das ursprüngliche Szenario glaubt, massiv nachlegen.

Bisher wurde dies aber weder bei Aurelius noch bei Wirecard gemacht, als sich ihre Aktien erholt haben. So ein Verhalten deutet also in erster Linie auf Trittbrettfahrer hin, anstatt auf intelligente Investoren, die wirklich tiefgreifende Probleme vermuten.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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