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Was man als Investor über den neuen künstliche-Intelligenz-Chip von Apple wissen sollte

Foto: Apple

Mark Gurman von Bloomberg veröffentlichte vor kurzem einen Artikel über die neue Chiptechnologie von Apple (WKN:865985). Er sagt, Apple arbeite gerade an einem Prozessor, der speziell für die künstliche Intelligenz gedacht sei.

Der Chip trägt laut Gurman den Namen “Apple Neural Engine”. Er soll die Art und Weise verbessern, wie die Geräte des Unternehmens bestimmte Aufgaben verarbeiten, für die normalerweise ein Mensch nötig wäre wie Gesichtserkennung und Spracherkennung.

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Das klingt cool und ich hoffe, dass Apple den Chip so früh wie möglich einsetzt. Wir sollten aber nicht vergessen, dass diese sogenannte Apple Neural Engine eigentlich keine Überraschung ist und dass sie als Teil eines anhaltenden Trends zu verstehen ist, den man bei mobilen Anwendungen und deren Prozessoren sehen kann.

Keine Überraschung

Bei mobilen Geräten ist der Stromverbrauch von höchster Wichtigkeit. Die mobilen Geräte funktionieren immerhin mit einem Akku und diese werden nicht größer und auch nicht besser. Je länger ein Akku Ladung hat, desto besser muss der Stromverbrauch sein und entsprechend minimiert werden.

Apple könnte die Aufgaben für die künstliche Intelligenz auch auf einem CPU-Kern wie auf den A-Chips laufen lassen. Ein CPU ist aber ein Allzweck-Chip. Das bedeutet, er kann alles tun, was die Softwareentwickler möchten. Aber er ist wahrscheinlich nicht besonders schnell oder effizient dabei.

Langsame Verarbeitung einer Aufgabe verhagelt einem aber die Nutzererfahrung und genau das tut ein übermäßig hoher Stromverbrauch. Bei mobilen Geräten mit ganzen Systemen auf einem Chip geht es darum, dass bestimmte gut definierte und Ein mobiles System auf eirechenintensive Aufgaben deutlich schneller und effizienter abgearbeitet werden können.

Ein Chip, wie im Falle der A-Chips von Apple, beinhaltet alle möglichen Funktionen. Ziel dabei ist es, diese so effizient wie möglich ablaufen zu lassen. Der Grafikprozessor auf den A-Chips ist z.B. deutlich besser darin, komplexe 3D-Spiele schnell und effizient zu rendern. Ein CPU könnte das niemals.

Ein Bildsignalprozessor, der von den Kamerasystemen benutzt wird, generiert hochwertige Bilder in kurzer Zeit. Das ist ein weiteres Beispiel für einen Spezialprozessor. All diese Berechnungen auf einem CPU oder auch einen GPU vorzunehmen, wäre deutlich weniger effizient und würde daher zu einer schlechteren Nutzererfahrung führen.

Natürlich ist das Design dieser besonderen Chips nicht billig. Diese Prozessoren in ein System auf einem Chip einzubetten, ist auch nicht billig. Das ist auch der Grund, warum die großen Chiphersteller und ihre Kunden sich so sehr dafür interessieren, auf kleinere Technologien umzusteigen. Sie möchten einfach mehr Zeug darauf unterbringen. Oft sind damit Chips gemeint, die für bestimmte Funktionen zuständig sind. Dabei ist besonders auf die Größe der Chips zu achten.

Wenn die Funktionen für die künstliche Intelligenz ein wichtiger Teil der künftigen Smartphones von Apple werden — vielleicht auch der Tablets — dann ist es natürlich sinnvoll einen besonderen Chip zu bauen, der genau das kann.

Ein Wettbewerbsvorteil für Apple

Es besteht kein Zweifel, das andere Chiphersteller folgen und ähnliche Technologien bauen werden. Damit wird diese Technologie allen zugänglich sein. Ich erwarte aber, dass Apple eine Zeitlang eine Führungsposition einnehmen wird.

Laut Gurman plant Apple, den Entwicklern Zugang zur Neural Engine zu gewähren, damit Apps von Drittanbietern auch die künstliche Intelligenz für sich nutzen können.

Da Apple den Chip und das Betriebssystem kontrolliert, sollte es für das Unternehmen deutlich leichter sein, einen entsprechenden Prozessor für künstliche Intelligenz herzustellen und diesen den Entwicklern zugänglich zu machen. Die Kontrolle, die Apple über Hardware, Software und das Ökosystem hat, sollten es dem Unternehmen ermöglichen, neue interessante Funktionen zu schaffen und diese den Entwicklern deutlich früher als die Konkurrenten zugänglich zu machen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und wurde am 06.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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