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Legende prophezeit: Klassisches Value-Investing ist tot

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Jeremy Grantham gehört zu den großen Legenden der Value-Investoren. Seit vielen Jahren hat er darauf hingewiesen, dass man nach klassischen Value-Kriterien die Finger vom Aktienmarkt lassen sollte.

Nun hat er aber zugegeben, dass er sich geirrt hat und viele der alten Weisheiten über Bord geworfen werden müssen. Wie seine neuen Ansichten aussehen und was sie dir Nützliches über die derzeitige Investitionslandschaft zu sagen haben, erfährst du hier.

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Höhere Bewertungen sind gekommen, um zu bleiben

Grantham war lange der Ansicht, dass die hohen Margen und somit hohen Gewinne von amerikanischen Unternehmen nicht nachhaltig sein können. Wettbewerb und andere Faktoren müssten die Gewinne, die sich schon lange weit über dem historischen Durchschnitt befinden, wieder fallen lassen und somit für sinkende Aktienkurse sorgen.

Nachdem Grantham die These lange Zeit vertreten hat, dass alle Trends wieder zu ihrem langjährigen Durchschnitt zurückkehren, ist er nun der Ansicht, dass es diesmal tatsächlich alles anders ist. Er sieht anhaltend hohe Margen dank starker Marken, politischer Macht von Großunternehmen, mangelndem Wettbewerb und niedrigen Zinsen.

Irgendwann könnten sich die hohen und stabilen Gewinne zwar wieder zurückentwickeln, aber momentan gibt es dafür keine Anzeichen und somit sind sowohl die hohen Bewertungen für Aktien gerechtfertigt, als auch weiteres Wachstum von diesem hohen Niveau aus möglich.

Die zwei großen Probleme der Value-Investoren

Wenn allerdings Bewertungen hoch sind und Gewinnzyklen viel glatter als in der Vergangenheit, dann können klassische Value-Investoren ihre alten Werkzeuge nicht mehr anwenden.

Hohe Bewertungen lassen sich nicht mit ihnen rechtfertigen und suggerieren, dass die beste Alternative ist, nicht zu investieren und abzuwarten. Genau das haben viele Value-Investoren seit der ersten Erholung am Aktienmarkt nach der Finanzkrise getan und haben deswegen hohe Renditen links liegen gelassen. In der neuen Welt der permanent höheren Bewertungen, gekoppelt mit höheren Margen, muss man aber nach Ansicht Granthams die strengen Bewertungskennzahlen der vergangenen Jahrzehnte anpassen.

Weiterhin erschweren die stabilen und verlässlichen Erträge der meisten Unternehmen das Geschäft der Value-Investoren. Denn wenn es keine tiefgreifenden Zyklen von Umsätzen und Profitabilität gibt, dann ergeben sich auch keine Gelegenheiten, bei denen Unternehmen oder ganze Branchen unbeliebt sind, nur um dann wieder an alte Trends anzuknüpfen und mutigen Value-Investoren die Möglichkeit attraktiver Renditen zu gewähren. Weniger Zyklen bedeuten weniger Übertreibungen am Aktienmarkt und somit weniger Gelegenheiten für Value-Investoren.

Stock-Picking hat noch immer einen großen Wert

Grantham betont allerdings, dass auch wenn die zentralen Kernpunkte des Value-Investings ihre Relevanz verloren haben, andere Grundregeln noch immer nützlich sind.

Er denkt, dass man innerhalb eines historisch gesehen teueren Marktes, noch immer nach den günstigen Aktien Ausschau halten sollte. Bloß sind Indikatoren wie das Kurs-Buch-Verhältnis (KBV) nur bedingt nützlich, schließlich zeigt ein niedriges KBV in erster Linie auf, dass am Markt die Meinung vorherrscht, dass die Bilanzwerte nicht besonders nützlich sind. Solche Kennzahlen sind nur dann wirklich hilfreich, wenn sich ein Markt zyklisch entwickelt, was aber laut Grantham derzeit nicht passiert.

Grantham denkt zwar, dass sehr gute Analysten, die zukünftige Entwicklungen hervorragend voraussagen können, noch den Markt schlagen können, aber dass die bessere Möglichkeit woanders liegt. Um überdurchschnittlich zu investieren muss man sich an Makrothemen, also beispielsweise Ländern oder Regionen, orientieren, wo für Vermögensverwalter stärker der eigene Ruf auf dem Spiel steht. So weist Grantham immer wieder darauf hin, dass Schwellenländer insgesamt attraktivere Aktienmärkte haben als Industrieländer.

Wer als Value-Investor mit der Zeit gehen will, sollte sich diese Argumente dringend durch den Kopf gehen lassen.

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