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3 interessante Gedanken von Netflix-CEO Reed Hastings auf der CodeCon

Netflix (WKN:552484) hat mit CEO Reed Hastings nicht nur einen visionären Anführer sondern auch einen der ehrlicheren und offeneren CEOs dieses Geschäfts.

In jedem Quartal teilt Hastings den Investoren mit, was er denkt und wie man die Unternehmensergebnisse betrachten könnte. Das tut er in einem Brief – im Unterschied zu vielen anderen CEOs, die nur ein kurzes Zitat in der Presseerklärung verlauten lassen.

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Hastings ist auch bemerkenswerterweise offen, wenn es um die Strategie von Netflix geht. Das Unternehmen gibt auf der Internetseite Long-Term View seine Strategie zusammen mit einem Überblick über die ganze Industrie auf ihrer Investor-Relations-Seite an. Dabei geht es darum, dass das Internet das konventionelle Fernsehen ablösen würde.

Netflix-CEO Reed Hastings. Bildquelle: Netflix.

Auf vorhergehenden Konferenzen hat Hastings bereits viele Dinge über Netflix mit den Investoren geteilt. Er sprach darüber, in welche Richtung die Industrie steuert, über Videounterhaltung und vieles mehr. Daher sollte es keine Überraschung sein, dass das aktuelle Interview auf der CodeCon voller neuer Einblicke in das Unternehmen und die Industrie war. Hier sind einige der interessantesten seiner Statements.

1. Serien am Stück schauen zu können ist ein Wettbewerbsvorteil

Als Netflix im Jahr 2013 seine erste Originalserie mit einem großen Budget, House of Cards, an den Start brachte, tat das Unternehmen etwas, was in der Geschichte des Fernsehen noch nie zuvor gemacht worden war: Die gesamte Staffel wurde auf einmal zur Verfügung gestellt. Daher konnten Millionen von Netflix-Abonnenten die Episoden alle sofort nacheinander ansehen, also praktisch einen Serien-Marathon veranstalten. Die Möglichkeit, eine ganze Staffel auf einmal anzusehen, zeigt, welchen Wettbewerbsvorteil Streaming liefert. So haben die Zuschauer nämlich die Möglichkeit, Serien zu schauen, wann und wo sie wollen.

Dieses Modell ist seither Standard in der Industrie geworden. Andere Anbieter wie Amazon (WKN:906866) haben diese Konzept ebenfalls angenommen. Hulu änderte dieses Vorgehen jedoch mit seiner aktuellen Serie The Handmaid’s Tale, die jede Woche ausgestrahlt wird. Die traditionelle wöchentliche Ausstrahlung, die immer noch von linearen Netzwerken wie HBO und Showtime gehandhabt wird, bietet auch einige Vorteile. So wird das Konzept, einen Termin mit dem Fernsehen zu haben, verstärkt und Zuschauer als auch Medien können den Content als eine Gemeinschaft ansehen, was ebenfalls dabei hilft, Interesse aufzubauen. Darüber hinaus dauert eine Staffel dann deutlich länger.

Es ist klar, dass Hastings für das Marathon-Modell ist, da es die maximale Personalisierung zulässt. Da Netflix ja bereits so viele Eigenproduktionen besitzt, wäre es wenig sinnvoll, zum alten Modell zurückzukehren.

2. Filme stellen eine größere Herausforderung dar als das Fernsehen

In seinem letzten Brief an die Aktionäre gab Netflix zu, dass einige der Filme Flops gewesen waren. Eine besondere Enttäuschung war Crouching Tiger Hidden Dragon: Sword of Destiny.

Hastings sagte, dass Filme zwar ein paar Parallelen zum Fernsehen aufweisen würden, aber beim Vertrieb etwas ganz anderes wären. Zusätzlich fehle die Möglichkeit eines Serien-Marathons. Das sind Herausforderungen für Netflix. Kinos möchten die Netflix-Filme nicht zeigen, weil das Streaming-Unternehmen sich sträubt, das traditionelle Konzept, bei dem die Filme zuerst für einen bestimmten Zeitraum nur im Kino verfügbar sind, zu unterstützen. Darüber hinaus sorgte Netflix beim letzten Filmfestival in Cannes für eine Kontroverse, als sich das Unternehmen weigerte, die beiden übermittelten Filme Okja und The Meyerowitz Stories in den französischen Kinos zu zeigen. Grund dafür waren Gesetze, wonach In-House-Streaming drei Jahre nach der Kinoauswertung verboten wäre.

Darüber hinaus lassen sich Filme nicht so gut streamen wie eine TV-Serie. Letztgenannte könnten auch ein effizienterer Kapitaleinsatz sein, da man dieselbe Crew und dieselbe Besetzung in denselben Kulissen besser nutzen kann als bei einem Film.

3. „Wenn man als Unternehmen wächst, ist der Zwang in Richtung Konformität beträchtlich“

Hastings’ interessanter Kommentar zum Thema Führung schien in dieselbe Kerbe zu schlagen wie das Mantra von Amazon-CEO Jeff Bezos, nämlich dass es bei seinem Unternehmen immer der erste Tag wäre. Hastings ist sich dessen bewusst, dass Netflix zu bieder werden könnte, wenn das Unternehmen weiter reift. Daher drängte sein Team dazu, mehr kreative Risiken einzugehen. Er sagte vor Kurzem auch, dass das Verhältnis der Erfolge zum Gesamtprogramm des Unternehmens bzw. der Prozentsatz der Erfolge schon jetzt zu hoch wäre, und dass man daher an innovativen Unterhaltungsformaten arbeiten sollte, die auch einmal scheitern können.

In dem Interview sagte Hastings, er habe seinem Content-Team folgendes gesagt: „Ihr solltet mehr Dinge machen, die nicht funktionieren. Ihr solltet aggressiver werden.“ Der Wille, Risiken und Scheitern anzunehmen, war ein wichtiger Faktor für den Erfolg von Netflix und auch Amazon – die Aktien dieser beiden Unternehmen weisen auch die beste Performance der Internet-Ära auf. Diese Einstellung erklärt, warum sie weiterhin einen disruptiven Einfluss auf ihre Branchen ausüben, obwohl sie in diesen bereits führend sind.

Während des Interviews sagte Hastings auch, dass man weiterhin auf Sportübertragungen und ähnlichen Content, der sich nicht für einen Marathon eigne, verzichten würde. Das Unternehmen weiß, wo seine Stärken liegen und während es diese weiter verbessert, wird es auch neue Abonnenten gewinnen und die Gewinne erhöhen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon und Netflix.

Dieser Artikel wurde von Jeremy Bowman auf Englisch verfasst und am 06.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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