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Wie ich es geschafft habe, mir keine Sorgen mehr über selbstfahrende Autos zu machen

Foto: The Motley Fool

Es ist nicht leicht mich zu beeindrucken. Aber vor ein paar Tagen las ich einen Forschungsbericht von RethinkX. Ich bin immer noch dabei, mein Bewusstsein nach dieser Erfahrung neu zu ordnen.

Jetzt bin ich überzeugt, dass ich — und auch du — wahrscheinlich niemals wieder ein Auto kaufen werden. Niemals wieder.

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Nein! Im Ernst!

Der Bericht argumentiert überzeugend, dass in nur 13 Jahren 95 % aller Strecken, die von Menschen als Passagiere zurückgelegt werden, in den USA von vollautonomen Elektroautos bestritten werden. Das ist nicht dieselbe Prognose, die wir sonst so hören und die von einem Übergang spricht, der eine oder zwei Generationen dauern könnte.

Aber woher kommt diese große Diskrepanz? Laut den Autoren der Studie geht es um Folgendes:

Die Analyse des Mainstreams sieht vor, dass die Kunden weiterhin gerne ein Auto besitzen möchten… Aufgrund einer Reihe von Gründen, darunter dem Glauben, dass wir unsere Autos so sehr mögen (genauso wie wir unsere Pferde mochten) und der Tatsache, dass diese Analysen die Kosteneinsparungen auf einen Transportdienst nicht mit einrechnen.

Die Autoren sehen voraus, dass Transportdienstleistungen wie Uber ohne Fahrer die Transportkosten um bis zu 90 % reduzieren können. Dieser Übergang wird in den nächsten Jahren schon beginnen.

Aber warum werden diese Kosten fast über Nacht so stark sinken? Dafür gibt es drei wichtige Faktoren:

1. Höhere Fahrzeugauslastung: Anstatt dass unsere Autos bei uns in der Einfahrt oder in der Garage stehen und nur 4 % der Zeit benutzt werden, werden die Autos von Transportdienstleistern 40 % der Zeit benutzt werden, wodurch die Kosten sich auf mehr Leute verteilen.

2. Die Autos werden weiterfahren: Aus mehreren Gründen wird in dem Bericht behauptet, dass die neuen Dienstfahrzeuge etwa 500.000 Meilen halten werden. Der aktuelle Durchschnitt beträgt 140.000 Meilen.

3. Geringere Kosten: Wir werden deutlich weniger für Versicherungen bezahlen müssen, da Maschinen ja sicherere Fahrer sind. Instandhaltung wird dank technologischer Fortschritte und einfacherer Motoren günstiger werden. Zusätzlich müssen wir kein Benzin mehr bezahlen, da wir ja keine Verbrennungsmotoren mehr benutzen.

Die offensichtlichen Vorteile

Eine solche Disruption bietet riesige Vorteile. Hier sind die wichtigsten:

  • Für die Durchschnittsfamilie wird das verfügbare Einkommen um 5.600 US-Dollar pro Jahr steigen.
  • Für die amerikanische Wirtschaft wird es einen bedeutenden Anstieg bei der Produktivität geben, weil die Menschen jetzt auch arbeiten können, während sie reisen. Das BIP könnte sich um 500 Milliarden bis 2,5 Billionen US-Dollar erhöhen.
  • Für die Regierung bedeutet das geringere Kosten für die Infrastruktur und riesige Einnahmen durch den Verkauf von Grundstücken,
    die nicht mehr benutzt werden.
  • Für die Benachteiligten gibt es eine praktische Eliminierung der Transportkosten, was neue Möglichkeiten im Bereich Beschäftigung bietet. Zusätzlich profitieren ältere Mitmenschen von der besseren Mobilität.
  • Für die Umwelt werden CO2-Emissionen drastisch reduziert.

Das sind natürlich interessante Aussichten. Meine Familie hat allein im letzten Jahr für Versicherung, Benzin und Leasing über 7.000 US-Dollar ausgegeben. Wenn dieser Wert auf unter 1000 US-Dollar  sinken würde, dann könnten wir die finanzielle Unabhängigkeit deutlich schneller erreichen.

Aber es gibt einen Haken

Es gibt aber ein Segment in der amerikanischen Bevölkerung, das oft übersehen wird und während der Präsidentschaftswahl 2016 in den Fokus gerückt ist. Als ehemaliger Lehrer in einer ländlichen Gegend konnte ich mit eigenen Augen sehen, woher viele der unglücklichen Wähler kamen. Ihre Kommunen gehen nämlich vor ihren Augen den Bach hinunter.

Unglücklicherweise würden diese Bevölkerungsgruppen von einem schnellen Umstieg auf selbstfahrende Autos am meisten benachteiligt. Aber warum?

  • Geringere Produktion: In den USA arbeiten Millionen von Menschen in der Autoindustrie. Mit dem Umstieg auf Transportdienstleistungen
    soll die Zahl der Fahrzeuge auf amerikanischen Straßen von 247 Millionen auf 44 Millionen Fahrzeuge sinken. Das bedeutet, dass auch viele dieser Arbeitsplätze wegfallen.
  • Geringere Nachfrage nach fossilen Brennstoffen: Der Boom im Bereich Schieferölförderung half, die Wirtschaft in mehreren amerikanischen Regionen anzukurbeln. Seit der Ölpreis in den letzten Jahren so gefallen ist, läuft dieses Geschäften nicht mehr wirklich gut. Ein Umstieg auf Elektroautos bedeutet, dass es hier nicht wieder aufwärts gehen wird.
  • Weniger Arbeitsplätze: Viele von uns wissen gar nicht, wie viele Menschen als Fahrer arbeiten. Die folgende Grafik wird hier etwas Aufschluss geben.

Bildquelle: NPR.

Der Bericht von RethinkX legt nahe, dass Uber, Lyft und Didi die Unternehmen mit dem größten Potential in diesem künftigen Umfeld sein werden. Aber was passiert mit Ford (WKN:502391) und General Motors (WKN:A1C9CM), zwei der größten Arbeitgeber in den USA? Die Unternehmen haben vor kurzem sehr viel in autonomes Fahren investiert. Das könnte aber schon etwas zu spät sein, wenn auf einmal 80 % weniger Fahrzeuge in Amerika auf den Straßen sind.

Dann gibt es noch den Nahen Osten. Einerseits ist das eine instabile Region, die für Amerika immer mehr an Bedeutung verlieren wird, da wir ja weniger Öl verbrauchen. Andererseits könnte diese Region noch instabiler werden. Daher ist es unmöglich vorherzusehen, welche Auswirkungen das noch haben wird. Wir sollten dabei nicht vergessen, dass Kuwait, der Irak, Saudi-Arabien, Libyen, der Iran, Kasachstan, die Vereinigten Arabischen Emirate, Algerien, Russland und Nigeria jeweils mehr als 10 % ihres BIPs mit Öl verdienen.

Wir haben keine Ahnung, was passieren wird … aber das ist schon okay so

Vor kurzem habe ich eine Geschichte gehört, wie groß der Schaden für die amerikanische Wirtschaft hätte sein können und mit welchen hohen Arbeitslosenzahlen man zu rechnen gehabt hätte, als die Babyboomer Ende der Sechziger auf den Arbeitsmarkt kamen. Mehr und mehr Menschen suchten nach Arbeit und alle dachten, dass der Wettbewerb jetzt extrem schwierig werden würde. Man dachte, dass viele keinen Job bekommen würden.

Man hatte also gedacht, dass es jede Menge neue Arbeitskräfte auf dem Markt geben würde. Das war korrekt und leicht vorherzusagen. Die Frage, die sich dann stellt, ist aber, wie der Markt reagieren wird und das ist unmöglich vorherzusehen. Wenn du dir Sorgen darüber machst, was passiert, wenn es schnell Veränderungen gibt, dann solltest du das nicht vergessen.

Das wird, glaube ich, von einer Geschichte gut erklärt. Diese Version kommt aus The Watercourse Way von Alan Watts:

Es war einmal ein Farmer, dessen Pferd weggerannte. Am Abend versammelten sich die Nachbarn, um sein Leid mit ihm zu teilen, da er ja solches Pech gehabt hatte. Er sagte „vielleicht“.

Am nächsten Tag kam das Pferd zurück, brachte aber sechs wilde Pferde mit sich und die Nachbarn kamen und freuten sich über sein Glück. Er sagte wieder „vielleicht“.

Am folgenden Tag versuchte der Sohn eines der wilden Pferde zu satteln und zu reiten. Er wurde abgeworfen und brach sich das Bein. Und wieder kamen die Nachbarn zusammen und boten ihr Mitgefühl für dieses Unglück an. Er sagte „vielleicht“.

Am Tag danach kamen die Regierungsbeamten in das Dorf, um junge Männer für die Armee einzuziehen, aber aufgrund des gebrochenen Beines wurde der Sohn des Farmers abgelehnt. Als die Nachbarn kamen, um mitzuteilen, was für ein Glück er doch gehabt hatte, sagte er wieder „vielleicht“.

Eine schnelle Adoption von selbstfahrenden Elektroautos könnte ein riesiger Vorteil für Amerika und die amerikanische Wirtschaft sein oder es könnte gefährliche Auswirkungen haben. Die einzige ehrliche Antwort in diesem Fall ist ein „vielleicht“.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Ford.

Dieser Artikel wurde von Brian Stoffel auf Englisch verfasst und am 01.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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