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Novo Nordisk: Vielversprechende Geschäftsfelder auch abseits von Diabetes!

Der dänische Pharmariese Novo Nordisk (WKN: A1XA8R) ist vornehmlich bekannt für seine Produkte zur Betreuung von Patienten, die an Diabetes leiden. Nicht sonderlich verwunderlich, ist man in diesem Markt doch nach eigenen Angaben sogar weltweiter Marktführer.

Dennoch ist dieser Markt zuletzt ein wenig in Mitleidenschaft geraten. Grund dafür waren ungewisse Wachstumsaussichten, gerade im zuletzt hart umkämpften US-Markt.

Zeit also, sich auch mit anderen pharmazeutischen Bereichen auseinanderzusetzen, die möglicherweise die Abhängigkeit des Unternehmens von den Diabetesmedikamenten reduzieren und Novo Nordisk damit ein klein wenig defensiver machen könnten.

Wichtiger Erfolg bei Hämophilie B

Wie das Unternehmen nach eigenen Angaben vor Kurzem vermeldete, erhielt man seitens der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung, das Mittel Rebinyn verbreiten zu dürfen.

Dieses Mittel setzt bei der Bekämpfung von Hämophilie B, auch Bluterkrankheit genannt, an. Erprobt und erlaubt ist nun mehr die Anwendung bei Erwachsenen und Kindern, der Start des Vertriebes wird voraussichtlich Anfang 2018 erfolgen.

Investoren sollten künftig möglicherweise auch ein Auge darauf halten, wie sich dieses Mittel nach Beginn der Markteinführung schlagen wird.

Bahnbrechend auch im Adipositas-Bereich?

Erfolge konnte Novo Nordisk zuletzt auch im Bereich der Behandlung von Adipositas (Fettleibigkeit) verzeichnen. Zu erwähnen ist hier insbesondere das Mittel Saxenda, das im ersten Quartal 2018 einen Umsatz von satten 81 Millionen Euro hatte.

Vielversprechende Märkte sind vor allem Lateinamerika, das alleine im vergangenen Quartal gut ein Achtel der Saxenda-Umsätze einbrachte. Seit neuestem ist das Medikament jedoch auch in Amerika durch die Food and Drug Administration zugelassen, was natürlich für reichlich Fantasie sorgt.

Denn bekanntlich ist auch Adipositas in Industrienationen, vor allem in den USA, ein immer größer werdendes Problem. Gerade die Vereinigten Staaten verzeichnen seit Anfang der 1990er Jahre eine immer größere Betroffenenrate. Hier besteht möglicherweise also ein großes Fundament für eine flächendeckende, erfolgreiche Markteinführung.

Trotzdem nichts überstürzen…

… denn beide Medikamente wecken in erster Linie Fantasien, müssen sich in der nachhaltigen Einführung aber insgesamt noch behaupten. Die Medikamente sind also zunächst Aspekte, die auf die Beobachtungsliste von Interessierten und Investierten gehören.

Letztlich zeigen diese zwei Medikamente aber, dass Novo Nordisk sich um seine Zukunft, auch abseits des Diabetes sorgt. Gerade das Adipositas-Segment scheint in Ergänzung zu Diabetes ein Wachstumsmarkt zu sein, der durch einen gravierenden, aus gesundheitspolitischem Blickwinkel besorgniserregenden Megatrend gedeckt wird.

Bleiben wir also gespannt, wie sich die Markteinführungen und weiteren Entwicklungen für das Unternehmen auszahlen werden. Für die defensive Klasse des Unternehmens sind diese Bemühungen abseits des Aushängeschildes, der Diabetesversorgung, vielversprechende Ansätze. Hoffen wir, dass sich Novo Nordisk nicht darauf ausruht, sondern weiterhin sinnvoll seine Produktpalette künftig ergänzen kann und wird.

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Vincent besitzt Aktien von Novo Nordisk. The Motley Fool empfiehlt Novo Nordisk.