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4 wegweisende deutsch-chinesische Kooperationen

Bild: Ralf Anders

Während es transatlantisch gehörig knirscht, geht über die Seidenstraße aktuell so einiges. Volkswagen (WKN:766403) hat gerade mit JAC den dritten Fertigungspartner für zukünftige Elektromodelle hinzugenommen und BMW (WKN:519000) baut seine bewährte Partnerschaft mit Brilliance aus. Weitere Beispiele finden sich zuhauf und nicht nur in der Autobranche. Hier sind die Spannendsten.

Conti macht den Tigersprung

Continental (WKN:543900) hat sich mit dem Wandel der Mobilität erst mal ganz schön schwergetan und viel Lehrgeld bezahlt. Einfach nur ein paar Kernkomponenten wie Elektroantriebe und Batterien zu fertigen ist nicht genug. Aber man scheint aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben und geht das Thema nun ganzheitlicher an.

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Ein gutes Zeichen dafür erscheint mir die strategische Kooperation mit diversen chinesischen Unternehmen, darunter der Telekommunikationskonzern China Unicom, der Internetgigant Baidu und der ambitionierte Elektroautohersteller NextEV mit seiner Submarke NIO.

Baidu gehört zu den Investoren von NextEV, die sich durch ihre Teilnahme an der Formula-E-Rennserie und einige spannende Konzepte bereits einen Namen gemacht hat. Gemeinsam wollen die Partner nun intelligente digitale Lösungen für vernetzte Autos entwickeln. Außerdem soll Conti Fahrzeugkomponenten an NIO liefern. Da China ein wichtiger Leitmarkt ist, könnten sich aus alledem großartige Chancen entwickeln.

Daimler bereitet Elektrooffensive vor

Nachdem Daimler (WKN:710000) zunächst Tesla (WKN:A1CX3T) dabei half, eine Qualitätsfertigung aufzubauen, stiegen die Stuttgarter aus, um in China eine langfristige Partnerschaft mit dem Batterie-, Auto- und Bus-Hersteller BYD (WKN:A0M4W9) einzugehen. Daraus ging 2014 die Marke Denza hervor, welche zwar noch nicht den ganz großen Markterfolg hat, aber durchaus Potenzial birgt, weil BYD nicht nur Marktkenntnisse, sondern auch komplementäre Technologie mitbringt.

Um auf größere Stückzahlen im chinesischen Markt zu kommen, wurde jetzt mit dem Partner BAIC vereinbart, dass zukünftig auch mit einer Tochter Elektroautos gefertigt werden sollen. Mit Mercedes, Smart, Denza und jetzt Beijing Electric Vehicle verfügt Daimler über vier aussichtsreiche Elektroplattformen.

HERE gegen die Google-Vormacht

Die Zukunft der Mobilität hängt von extrem genauem digitalen Kartenmaterial ab, das mit Live-Informationen angereichert wird. Nur so können sich autonome Fahrzeuge sicher durch den Stadtdschungel bewegen. Um dabei nicht von Microsoft (WKN:870747), Google und Konsorten abhängig zu sein, kauften sich Audi, Daimler und BMW von Nokia (WKN:870737) den konkurrierenden Dienst HERE.

Nun haben sie den chinesischen Wettbewerber NavInfo, den Internetkonzern Tencent sowie den Investor GIC aus Singapur als Gesellschafter hinzugenommen. Gemeinsam sollte es gelingen, sowohl in Europa als auch in Asien eine führende Position zu erringen, was für die deutschen Premiumhersteller eine wichtige Grundlage wäre, um auch in Zukunft relevant zu bleiben.

Nur am Rande mit der Autobranche zu tun hat das vierte Beispiel. Trotzdem ist es nicht weniger interessant.

BASF und die chinesische Kohleindustrie

Als Justus Liebig vor 90 Jahren die Grundlagen für die langjährige deutsche Dominanz in der Chemie legte, gab es noch keine Petrochemie. Statt Erdöl wurde lange Zeit Kohle benutzt, um daraus Plastik, Seife, Kraftstoff und sogar Margarine (!) zu fertigen. Das Verfahren zur Kohleverflüssigung von Franz Fischer und Hans Tropsch erlebt jetzt in China eine neue Blüte.

Das Reich der Mitte hat genug von Smog und Staublungen und sucht händeringend nach Lösungen, um von den vielen Kohlekraftwerken wegzukommen. BASF (WKN:BASF11) hat die Technologie und unterstützt Kohlegiganten wie die Shenhua Group oder Synfuels China dabei, sie weiterzuentwickeln und kohlebasierte Chemiekomplexe aufzubauen.

Mit Milliardeninvestitionen werden aktuell rasend schnell die Kapazitäten erhöht. Je effizienter diese Fabrikanlagen werden, desto mehr hilft es der Umwelt — und für BASF dürfte auch noch das ein oder andere abfallen.

Und sonst?

Die Liste der Beispiele könnte noch um einiges verlängert werden. So hat Bosch im April ebenfalls eine Allianz mit Baidu und NavInfo verkündet und Infineon arbeitet mit der Kuka-Mutter Midea, Huawei und Tencent an Sicherheitslösungen für das Smart Home. Siemens wiederum kooperiert mit Daimler-Partner Beijing Electric Vehicle im Bereich elektrifizierter Antriebssysteme.

Wie gut erkennbar, geht es ziemlich bunt zu. Allianzen werden kreuz und quer geschlossen und treffen sich gelegentlich irgendwo in der Mitte, um einen noch größeren Verbund zu bilden. Offenbar machen die deutschen Konzerne mittlerweile vermehrt positive Erfahrungen mit den Chinesen. Jedenfalls würde es mich wundern, wenn nicht aus der ein oder anderen hier vorgestellten Initiative etwas ganz Großes entstehen würde.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. Teresa Kersten ist Angestellte von LinkedIn und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. LinkedIn ist Teil von Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Baidu und Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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