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Wie werden sich die Steuerpläne von Donald Trump auf Berkshire Hathaway auswirken?

Bildquelle: Flickr-User Fooleditorial.

Einer der Eckpunkte des Steuerplanes von Präsident Trump sieht vor, die Unternehmenssteuern von aktuell 35 % auf 15 % zu senken. Die Republikaner im Kongress und viele Experten scheinen aber zu glauben, dass 20 % ein realistischeres Ziel wäre, doch in jedem Fall besteht in naher Zukunft die Möglichkeit einer großen Reduzierung der Unternehmenssteuern.

Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2), das Konglomerat unter der Führung von Warren Buffett, könnte davon stark profitieren, da ein Großteil der Unternehmensgewinne in den USA erwirtschaftet wird. Es folgt ein Blick auf die aktuelle Steuersituation von Berkshire und wie ein Steuersatz von 15 % oder 20 % den Gewinn des Unternehmens beeinflussen würde.

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Wie viel Steuern zahlt Berkshire?

Wie schon erwähnt beträgt die Einkommensteuer in den USA 35 %. Wenn wir den durchschnittlichen Steuersatz der einzelnen Staaten mit einberechnen, dann beträgt die Einkommensteuer etwa 39,1 %. Die Tax Foundation sagt, das wäre die höchste Unternehmenssteuer unter den 34 industrialisierten Ländern der Welt und die dritthöchste aller Länder hinter den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Tschad.

Laut den letzten fünf Steuererklärungen von Berkshire Hathaway hat das Unternehmen die folgenden Summen an den Fiskus bezahlt (siehe Tabelle). Wir dürfen aber nicht vergessen, dass hierbei auch die Einkommensteuer für den Bund mit eingerechnet ist, wie auch Steuern für die Staaten, die Kommunen und ausländische Steuern, die auf die Gewinne anfallen.

Jahr

Einnahmen vor Steuern (in Millionen)

Einkommenssteuern (in Millionen)

Effektiver Steuersatz

2012

22.236 USD

6.924 USD

31,1 %

2013

28.796 USD

8.951 USD

31 %

2014

28.105 USD

7.935 USD

28,2 %

2015

34.946 USD

10.532 USD

30,1 %

2016

33.667 USD

9.240 USD

27,4 %

Datenquelle: Berkshire Hathaway.

Im Durchschnitt zahlt Berkshire einen effektiven Steuersatz von etwa 30 %. Warum das deutlich weniger als 39,1 % ist, liegt darin, dass viele Unternehmenskosten steuerlich abzugsfähig sind. Zum Beispiel bilden Versicherungsprämien, Reisekosten, Abschreibungen und Gebühren für professionelle Dienstleistungen wie Buchführung bei großen Unternehmen häufige Abschreibungspunkte.

Die Ersparnisse bei 15 % oder 20 % Unternehmenssteuer

Bei der Aktionärsversammlung 2017 sagte Warren Buffett, dass die Aktionäre von einem geringeren Steuersatz für Unternehmen profitieren könnten. Er meinte aber, dass in einigen Fällen wie z. B. bei den Versorgungsunternehmen diese Ersparnisse stattdessen an die Kunden weitergeleitet werden könnten. Buffett sagte auch, dass die Vorteile sehr von dem Unternehmen und von dem Industriezweig abhängen würden. Das macht es schwierig, die Auswirkungen genau zu berechnen.

Bildquelle: Getty Images.

Basierend auf den Zahlen in der Tabelle würde sich eine Senkung der Unternehmenssteuer in milliardenschweren zusätzlichen Gewinnen niederschlagen. Wenn wir annehmen, dass sich die Unternehmenssteuern in den einzelnen Bundesstaaten nicht ändern, dann würde eine Bundessteuer für Unternehmen von 15 % oder 20 % bedeuten, dass der Grenzsteuersatz für Unternehmen bei 19,1 % oder 24,1 % liegen würde.

Wenn also die Unternehmenssteuer 20 % betragen würde, dann hätte Berkshire im Jahr 2016 1,1 Milliarden US-Dollar an Steuern gespart, bevor Abschreibungen geltend gemacht werden. Bei einem Steuersatz von 15 % wären das 2,8 Milliarden US-Dollar an Steuereinsparungen gewesen, was die Nachsteuergewinne um 11,6 % erhöht hätte.
Es ist unklar, ob die Abschreibungen so bleiben und welche davon bei einer Steuerreform vielleicht gestrichen werden. Es bleibt auch unklar, wie viele der Vorteile an die Kunden der Versorgungsbetriebe weitergegeben werden. Aber selbst wenn Abschreibungen komplett eliminiert würden, dann würde das mehr Gewinne für Berkshire und die Aktionäre bedeuten.

Eine Möglichkeit, wie Berkshire und andere große Unternehmen profitieren könnten

An dieser Stelle sollten wir erwähnen, dass Berkshire nicht so sehr von niedrigeren Steuern profitieren würde wie andere Unternehmen. Präsident Trump und viele Republikaner im Kongress haben bereits angegeben, dass sie einer Rückführung von ausländischen Unternehmenssteuern in die USA mit einer einmaligen Zahlung von 10 % nicht abgeneigt wären.

Das würde auch Unternehmen wie Apple sehr helfen, die aktuell 256,8 Milliarden US-Dollar auf der hohen Kante liegen haben, von denen praktisch alles im Ausland lagert. Abhängig von der Rückführungssteuer, über die sich die Politiker noch einigen müssen, würde das dem Unternehmen dutzende Milliarden von Dollar sparen.

Andererseits hat Berkshire 86 Milliarden US-Dollar in der Kriegskasse, die sich aber allesamt im Inland befinden. Berkshire Hathaway würde zwar von einer geringeren Steuerlast profitieren, das Unternehmen hätte aber nicht viel davon, wenn die Rückführung von ausländischen Einkünften geringer besteuert würde.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple und Berkshire Hathaway (B).

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 02.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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