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3 Gründe, warum die Aktie von Amazon jetzt einen Split vornehmen sollte

Bildquelle: Flickr-User Fooleditorial.

Es hat zwar nicht lange gehalten, aber die Aktie von Amazon (WKN:906866) erreichte am Dienstag und Mittwoch die Marke von 1.000 US-Dollar. Die Finanzmedien hatten wieder etwas zu schreiben, doch darüber hinaus wäre das auch eine gute Möglichkeit, etwas zu tun, was Amazon seit 1999 nicht mehr getan hat. Ich spreche nicht davon, einen Survival-Ratgeber zu verkaufen oder die Maxi-Single von Mambo No. 5 anzubieten.

Es geht um den Aktiensplit. Wie genau der aussehen wird, ist mir eigentlich relativ egal. Ob man auf Nummer sicher geht und 7:1 splittet oder sich etwas mehr traut und 12:1 splittet – das ist egal. Aber jetzt ist gerade ein sehr guter Moment dafür. Immerhin hat Amazon während der Dotcom-Blase drei Splits in nur 15 Monaten vorgenommen. Die Zeiten haben sich geändert und sind nicht mehr so wie sie einmal waren. Doch es gibt ein paar gute Gründe, warum man sich die Sache zumindest einmal überlegen sollte.

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1. Auf unter 1.000 US-Dollar zu fallen, sollte nicht komisch aussehen

Jetzt, da Amazon die Marke von 1.000 US-Dollar schon einmal überschritten hat, wird der Erfolg des Unternehmens daran gemessen werden, ob man dreistellig oder vierstellig ist. Es gibt hierbei psychologisch nur wenig zu gewinnen. Wenn der Kurs aber über 1.000 US-Dollar steht, dann wird er immer gegen diese Marke gemessen.

Amazon ist ein wunderbares Unternehmen. Seit dem Börsengang vor 20 Jahren konnte das Unternehmen das 666-fache des Ursprungskurses von splitbereinigten 1,50 US-Dollar steigen. Es gibt keinen Grund zu erwarten, warum die guten Zeiten jetzt schon vorbei sein sollten. Der Markt kann aber manchmal etwas kapriziös sein und man hat nichts davon zu warten, bis der Kurs 10.000 US-Dollar erreicht.

Bildquelle: Amazon.

Darüber hinaus verdeckt ein Split die Zahlen dahinter. Als Apple (WKN:865985) vor drei Jahren, als der Preis bei etwa 700 US-Dollar lag, die Aktie 7:1 splittete, zog sich das Unternehmen aus dem Rennen zur Marke von 1.000 US-Dollar zurück. Hier hatte Apple die Nase vorne und es gingen auch keine Pauken und Trompeten los, als das Unternehmen Ende März dieses Jahres einen Kurs von 142,86 US-Dollar erreichte, was splitbereinigt 7:1 einen Kurs von 1.000 US-Dollar ergeben hätte. Für Apple ist es besser, diese Ablenkungen nicht zu haben. Bei einem Split geht die ganze Sache nämlich wieder von vorne los. Apple kann sich jetzt auf seine To-Do-Liste schreiben, dass man einen Kurs von 1.000 US-Dollar erreichen möchte und in Ruhe daran arbeiten.

2. Der Dow Jones

Ein wichtigerer Grund ist, dass Amazon sonst nicht in den Dow Jones Industrial Average kommt. Es ist nicht leicht in den Dow zu kommen, da dieser Index nur aus 30 Unternehmen besteht. Das ist nicht der S&P 500 oder der Nasdaq 100, in die Amazon ohne Probleme einziehen konnte.

Der Dow 30 ist ein gewichteter Index, das bedeutet, dass er im Gegensatz zum S&P 500, der auf der Marktkapitalisierung basiert, den tatsächlichen Kurs einer Aktie bewertet. Dieser Kurs bestimmt dann, welchen Platz die Aktie in dem Index einnimmt. Die Aktie von Amazon ist höher als die 15 günstigsten Aktien im Dow. Amazon ist auch viermal teurer als die zweitgrößte Aktie im Index. Man kommt nicht in den Dow, wenn man mehr Möglichkeiten hat, den Index zu beeinflussen als die Hälfte der Mitglieder zusammen.

Es ist kein Zufall, das Apple diese zweifelhafte Ehre auch nicht zuteil wurde, nachdem die Aktie 7:1 gesplittet wurde. Die Frage, ob Amazon in den Dow einziehen kann, steht weiterhin zur Debatte. Aber es wird zweifellos passieren, nachdem die Aktie einen bedeutenden Split vorgenommen hat, damit der Einfluss dieser einzelnen Aktie nicht zu groß wird.

3. Die Kosten

Amazon erhöhte vor vier Jahren den Mindestbetrag für kostenlosen Versand für Nicht-Prime-Mitglieder von 25 auf 35 US-Dollar. Im letzten Jahr wurden es 49 US-Dollar. Das sollte aber nicht von Dauer sein. Amazon senkte nämlich den Mindestbestellwert im Februar wieder auf 35 US-Dollar und im letzten Monat auf 25 US-Dollar.

Amazon hatte wohl das Gefühl, man würde bei dem starken Wettbewerb Umsatz liegen lassen, besonders bei den Leuten, die Amazon bereits treu sind und Geld dafür bezahlen, um Prime-Mitglied zu werden. Dasselbe können wir auch über die Investoren sagen. Wir leben in einer Zeit, in der Handelskommissionen sehr günstig sind. Es kostet heutzutage bei den Online-Depots deutlich weniger als in den Jahren 1998 und 99, als Amazon einen Split nach dem anderen vornahm.

Junge Investoren oder Leute, die nicht viel Geld haben, können sich dank dieser günstigen Handelsgebühren trotzdem ihre Positionen aufbauen. Man kann aber nicht weniger als eine einzelne Aktie kaufen. Für jemanden mit einem kleinen Portfolio, der eine Anfangsposition von 1.000 US-Dollar diversifizieren möchte, ist das vielleicht etwas schwierig. Ein Aktiensplit eröffnet Amazon auch die Möglichkeit, für mehr Aktionäre als Investition zur Verfügung zu stehen. Damit sind die Leute gemeint, die wahrscheinlich auch bei Amazon einkaufen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon und Apple.

Dieser Artikel wurde von Rick Munarriz auf Englisch verfasst und am 02.06.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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