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Alles, was wir über Googles selbstfahrendes Auto wissen

Quelle: flickr/Elvis Fool

Googles Projekt zu selbstfahrenden Fahrzeugen hat vermutlich mehr als alles andere dazu beigetragen, dass die Idee vom autonomen Fahren nun in aller Munde ist – und die Aufmerksamkeit zukunftsorientierter Investoren auf sich gezogen hat.

Fällt der Begriff „selbstfahrendes Fahrzeug“, sind es zumeist die Testfahrzeuge und Prototypen des Projekts, die nun unter dem Namen Waymo, einer Tochter der Google-Muttergesellschaft Alphabet (WKN:A14Y6F), geführt werden, an die viele zuerst denken.

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Doch was wissen wir eigentlich genau über Waymo und seine fahrerlose Fahrzeugtechnologie? Nachfolgend finden Investoren, die sich in dieses Gebiet hineinlesen möchten, eine kleine Zusammenfassung.

Googles Vorstoß im Bereich „Autonomes Fahren“ ist jetzt ein eigenes Unternehmen namens Waymo. Eine Testflotte von Hunderten Fahrzeugen soll bald auf US-Straßen auf Herz und Nieren getestet werden. Bildquelle: Waymo.

Wer führt Waymo?

Waymo, das von CEO John Krafcik geführt wird, ist rechtlich eine Tochter von Alphabet. Krafcik, ein Ingenieur und Top-Manager mit umfangreichem Hintergrund in der Automobilindustrie, kam erst im Dezember zu Waymo. Er arbeitete unter anderem mehrere Jahre für Ford Motor (WKN:502391) und den südkoreanischen Autobauer Hyundai, wo er sich zum CEO der US-Geschäftssparte hocharbeitete. 2014 verließ er Hyundai für den Posten des Präsidenten bei TrueCar, den er bis vergangenes Jahr ausübte.

Alphabet soll Krafcik auch aufgrund seines Werdegangs, seiner Kontakte und seiner Glaubwürdigkeit bei traditionellen Automobilbauern – oder anders ausgedrückt, aufgrund seiner Fähigkeit, Kooperationen mit ihnen initiieren und verhandeln zu können – als CEO von Waymo unter Vertrag genommen haben.

Der erfahrene Automobil-Manager JOHN KRAFCIK ist Waymos CEO. Bildquelle Waymo.

Was ist Waymos technisches Ziel?

Derzeit zielt Waymo auf das Erreichen das „Level 4“ ab – also ein vollständig autonom fahrendes System, das keinerlei menschliche Interaktion erfordert, solange bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Ein „Level 5“-System kann im Gegensatz dazu alles tun, wozu ein menschlicher Fahrer in der Lage wäre (Level 5 ist mit großer Sicherheit Waymos Langzeitziel. Hier erfährt du mehr über die verschiedenen Ebenen der selbstfahrenden Fahrzeugtechnologie.)

Wie die Level-4-Systeme anderer Autobauer ist auch Waymos System auf hoch detailliertes Kartenmaterial angewiesen, mit Hilfe dessen das „Gehirn“ des Fahrzeugs zu jeder Zeit weiß, wo es sich befindet. Waymos System wird zumindest in der Anfangszeit nach seiner Einführung vermutlich nur in Gebieten verfügbar sein, für die detailliertes Kartenmaterial vorliegt.

Plant Waymo, eigene Fahrzeuge zu produzieren?

Krafcik sagte, dass Waymo keine eigenen Fahrzeuge bauen wird. Dies würde bedeuten, dass das Unternehmen mit einem oder mehreren etablierten Autobauern in einem gemeinsamen Projekt zusammenarbeiten wird.

Waymo arbeitet bereits jetzt mit mindestens einem großen Autobauer zusammen – auch wenn bisher nur in begrenztem Umfang. Waymos derzeitige Testflotte besteht aus spezifisch modifizierten Chrysler Pacifica Hybrid Minivans.

Waymo-Ingenieure haben bei der Entwicklung der Testfahrzeuge eng mit Fiat Chrysler Automobiles (WKN:A12CBU) zusammengearbeitet. Fiat lieferte im Dezember die ersten 100 Pacficias an Waymo aus und sagte, dass es Ende des Jahres weitere 500 Fahrzeuge an Waymo ausliefern werde.

Waymo führte ebenfalls mit Honda (WKN:853226) Gespräche über eine ähnliche Vereinbarung zur Produktion einer Testflotte. Ein Übereinkommen wurde bisher jedoch noch nicht verkündet.

Wird Waymo irgendeine Form von Hardware produzieren?

Im Januar enthüllte Krafcik in einer Präsentation, dass Waymo seine eigene Sensor-Hardware für autonomes Fahren, einschließlich eines preisgünstigen LIDAR-Systems (Detektion mittels Licht- und Abstandmessung) sowie maßgeschneiderten Kamera- und Radareinheiten, entwickelt hat.

Das Unternehmen teilte mit, dass seine eigens entwickelten Sensoren bessere Daten zur Verbesserung der Software liefern — und eine bessere Software hilft, die Hardware zu optimieren.

GOOGLES ERSTE „PANDA CARS“ WAREN NUR TESTAUTOS, ABER DIE FORM DES AUTOS REGTE DIE PHANTASIE DER ÖFFENTLICHKEIT AN. BILDQUELLE: WAYMO.

Was passiert eigentlich mit den entzückenden „Panda“-Autos?

Die kuriosen „Panda“-Autos haben sich zur öffentlichen Vorstellung davon entwickelt, wie selbstfahrende Fahrzeuge aussehen könnten. Doch die Wahrheit ist, dass die Google-Autos ausschließlich dafür konzipiert wurden, um auf dem Google-Gelände und anderen Bereichen, die klar von öffentlichen Straßen abgeschottet sind, getestet zu werden.

In Wirklichkeit werden die ersten selbstfahrenden Fahrzeuge auf dem Markt vermutlich so aussehen wie gewöhnliche Autos (oder Kleinbusse).

Wie schafft es Waymo, aus seiner Technologie Kapital zu schlagen?

Folgendes sagte Waymo in einem Medium-Beitrag über seine Pläne für seine Hardware.

Schlussendlich wird uns diese integrierte Software- und Hardware-Plattform ermöglichen, Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die die tägliche Fortbewegung für jeden sicher und einfach machen werden. An einigen Dingen werden wir alleine arbeiten, für einige andere Dinge werden wir uns vielleicht mit Partnern zusammenschließen. Aus diesem Grund haben wir uns so intensiv auf die Entwicklung dieser Technologie fokussiert. Wir möchten sicherstellen, dass wir diese Technologie skalieren und mit Unternehmen wie Fiat, Honda und anderen zusammenarbeiten können.

Ziemlich vage formuliert, oder nicht? Die Wahrheit ist, das Waymo selbst vielleicht noch über keinen klaren Plan für eine erfolgreiche Markteinführung verfügt. Das Unternehmen scheint derzeit mehrere verschiedene Möglichkeiten durchzugehen. Ein Weg wäre, die Hardware und Software Autobauern zur Verfügung zu stellen. Waymo führte mit einigen Automobilherstellern, einschließlich Fiat, Honda und Ford, bereits Gespräche.

Aber es gibt auch alternative Wege. Waymo hat vor kurzem eine Kooperation mit dem Mitfahrdienst Lyft verkündet. Es ist noch unklar, worauf diese Partnerschaft abzielt, es wäre aber möglich, dass Waymo Lyft Bausätze zur Verfügung stellt, mit denen anderswo gekaufte Fahrzeuge mit selbstfahrenden Fahrzeugsystemen nachgerüstet werden könnten.

Waymos Deal mit Lyft hat eine interessante Komplikation: General Motors (WKN:A1C9CM), das selbst über eine ziemlich fortgeschrittene selbstfahrende Fahrzeugtechnologie verfügen soll, hält 9 % der Anteile an Lyft und einen Sitz in dessen Vorstand. GM hat sich außer der kurzen Bemerkung, dass es damit kein Problem hätte, noch nicht zum Waymo-Lyft-Deal geäußert. Es entsteht jedoch die interessante Möglichkeit auf einen kommenden Waymo-Lyf-GM-Deal.

Wie wird sich die Sache entwickeln? Es scheint, als würde Waymo einen Weg finden, aus seiner Technologie großes Kapital zu schlagen – doch es könnte noch ein paar Jahre dauern, bis eindeutig klar sein wird, auf welchem Weg dies passieren wird.

Auf diesem Foto aus dem Jahr 2011 sind der Alphabet-Vorstandvorsitzender ERIC SCHMIDT und die Unternehmensmitgründer LARRY PAGE AND SERGEY BRIN in einem der ersten selbstfahrenden Testfahrzeuge von Google (ein modifizierter Toyota Prius) zu sehen. Bildquelle: Alphabet.

Wie investiert man in Waymo?

Derzeit lässt sich nur mit dem Kauf von Alphabet-Aktien in Waymo investieren. Einige Analysten haben die Idee eines Börsengangs von Waymo in Spiel gebracht. Sollte es dazu kommen, wird an der Aktie sicherlich reges Interesse bestehen.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Alphabet (A- und C-Aktien) und Ford.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 31.5.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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