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Hat Nordex ein Cashflow-Problem?

Foto: Matt Koppenheffer

Sieht man sich den Verlauf des Nordex (WKN:A0D655)-Aktienkurses über die letzten Monate an, bekommt man den Eindruck, das Unternehmen würde von einer Krise zur nächsten stolpern. Nur lassen die Gewinnzahlen keine solche Krise erahnen. Doch ein ordentlicher Gewinn ist nur die halbe Miete. Wichtig ist, dass der Gewinn auch tatsächlich auf den Konten des Unternehmens ankommt.

Für Aktionäre ist der Cashflow daher eine sehr bedeutende Zahl. Denn von dieser Zahl hängt es ab, wie viel Geld für Dinge wie Dividendenzahlungen, Aktienrückkäufe, die Tilgung von Schulden oder ähnliches übrig bleibt.

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Werfen wir also einen Blick auf die Cashflow-Zahlen des vergangenen Jahres und die Prognose für das laufende Jahr.

Freier Cashflow bei 40 Millionen Euro 2016

Im letzten Jahr belief sich der operative Cashflow auf 144 Millionen Euro. Das bedeutet nichts anderes, als dass das laufende Geschäft 144 Millionen Euro in die Kassen gespült hat. Das klingt auf den ersten Blick nach einer ordentlichen Summe. Wäre es auch, müssten davon nicht noch die Investitionen in Produktionsanlagen und ähnliche Dinge finanziert werden. Daher wird der Betrag, der nach Abzug dieser Zahlungen übrig bleibt, als freier Cashflow, oder Free Cashflow, bezeichnet.

Im letzten Geschäftsjahr beliefen sich die Auszahlungen für Investitionen auf 105 Millionen Euro, so dass letztendlich noch knapp 40 Millionen Euro für sonstige Zwecke zur Verfügung standen. Nun sieht die Zahl nämlich nicht mehr ganz so beeindruckend aus. Gleichzeitig wird sofort deutlich, dass der Nettogewinn von knapp 100 Millionen Euro im letzten Jahr nur wenig aussagekräftig ist.

Miserabler Cashflow im ersten Quartal

Im ersten Quartal des laufenden Jahres hat sich dieser beunruhigende Trend weiter fortgesetzt. In den drei Monaten wurden insgesamt nahezu 180 Millionen Euro mehr ausgezahlt, als eingenommen. Schuld daran waren hohe Investitionen in die Vorräte, als0 Rohstoffe und Komponenten, die für den Bau der Windkraftanlagen notwendig sind.

Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag das Minus noch bei knapp 40 Millionen Euro. Um im Jahresverlauf einen positiven Cashflow zu erreichen, muss also noch einiges passieren, denn für das Gesamtjahr wird ein Anstieg der Investitionen auf 150 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Beunruhigend in dieser Hinsicht ist zudem, dass das Management inzwischen keine Prognose mehr über das laufende Jahr hinaus veröffentlicht. Für Investoren ist es daher nahezu unmöglich, zu beurteilen, ob die Zahlen ein kurzfristiges Tief darstellen, oder ob es sich um einen längerfristigen Trend handelt.

Hoher Geldabfluss könnte eine vorübergehende Erscheinung bleiben

Zusammengefasst gibt es im Fall von Nordex erhebliche Unsicherheiten was die finanzielle Lage angeht. Im letzten Jahr konnte zwar noch ein positiver freier Cashflow erzielt werden, doch um im laufenden Jahr einen ähnlichen Wert zu erzielen, muss noch einiges passieren. Denn im ersten Quartal gab es bereits einen massiven Geldabfluss.

Das Problem bei den Cashflow-Zahlen ist allerdings, dass sie von Jahr zu Jahr starken Schwankungen unterliegen. Deshalb ist es immer ratsam, die Zahlen über mehrere Jahre zu betrachten, bevor man voreilige Schlüsse zieht. Da Nordex vor einem Jahr (vor der Fusion mit einem spanischen Konkurrenten) jedoch noch ein komplett anderes Unternehmen war, ist es wenig sinnvoll, die Zahlen der vergangenen Jahre zu betrachten. Da aber selbst das Management keine Prognose mehr wagt, bleibt den Aktionären nicht viel mehr übrig, als abzuwarten und die weiteren Quartalszahlen gut zu studieren.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nordex.

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