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3 Prognosen, was im 2. Halbjahr 2017 für Anleger wichtig wird

Foto: Disney-ABC Television Group via Flickr.

Die ersten Monate des Jahres 2017 waren politisch turbulent, aber die Börsen sind unbeirrt weiter nach vorne gestürmt. Jetzt, wo wir schon wieder Juni haben, stellt sich die Frage, was das zweite Halbjahr noch für Anleger bereithält. Wer auf die richtigen Pferde setzt, der kann weiterhin gute Renditen erwirtschaften — sagt meine Glaskugel.

BRIC wird wieder ein großes Anlegerthema

Der früher verlässliche Handelspartner USA isoliert sich und seit Monaten laufen weltweit die Anstrengungen auf Hochtouren, um anderweitige Bündnisse zu schmieden oder bestehende Kooperationen zu vertiefen. Mexiko sucht die Nähe zu Brasilien, Kanadas Trudeau fühlt sich besonders wohl mit seinen frankophonen Amtskollegen in Europa und Angela Merkel trifft sich mit dem indischen Regierungschef, um auszuloten, wie man die Partnerschaft ausbauen könnte.

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Selbst das wild taktierende Russland versucht man nun zunehmend aus seiner selbstverschuldeten Außenseiterrolle herauszuholen. China hat sich derweil mit scharfem Spürsinn auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos und neulich als Initiator der „Belt and Road“-Initiative zum obersten Verfechter des Freihandels aufgeschwungen und ist damit mehr denn je ein natürlicher Mitstreiter von Deutschland und anderen Exportnationen geworden.

Es scheint eine klare Sache zu sein: Wer drohende Einbußen im US-Geschäft kompensieren will, der muss in anderen großen Märkten wachsen. Dabei kommt man an den sogenannten BRIC-Ländern nicht vorbei (seit 2011 BRICS mit Südafrika). Deshalb könnte es eine schlaue Idee sein, sich frühzeitig in den darunter gefassten großen Schwellenländern zu positionieren.

Der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich (WKN:621993) meldete beispielsweise in den letzten Quartalen stark steigende Auftragseingänge aus Russland, was ich als gutes Zeichen interpretiere. Auch der Hamburger Hafen freut sich ganz aktuell über das anziehende Russlandgeschäft. Brasilien schleppt sich zwar weiterhin von einer Krise zur nächsten, aber die Ausschläge werden kleiner und so langsam ist Licht am Ende des Tunnels erkennbar.

Indien war lange ein schlafender Riese. Nun könnte der Zeitpunkt gekommen sein, um eine Investitionswelle loszutreten, die das geburtenstarke Vielvölkerreich einen großen Schritt nach vorne bringt. Dass chinesische Investitionen beim schwierigen Nachbarn Pakistan einen Boom ausgelöst haben, sollte eigentlich genug Motivation dafür sein.

China selbst sehe ich trotz immer mal wieder auflodernder Probleme und Auswüchse weiterhin auf einem guten Weg. Die größte Realwirtschaft nimmt eine immer wichtigere Position auf der Weltbühne ein und versteht es besser denn je, sich auf den internationalen Märkten zu behaupten, eigene Akzente zu setzen sowie bei der Qualität aufzuholen.

Um das BRIC-Konzept, das seit 2001 von Goldman Sachs (WKN:920332) propagiert wurde, ist es seit dem Einbruch der Rohstoffpreise ziemlich ruhig geworden. Es könnte aber gut sein, dass es schon bald eine Renaissance erlebt, zumal der kommende G20-Gipfel in Deutschland vielleicht wichtige Impulse liefern wird.

Dollarverfall führt zu scharfem Zinsanstieg

Die Renditen für 10-jährige Bundesanleihen befinden sich seit bald drei Jahren unterhalb der Marke von 1 % und waren zeitweise sogar negativ. Diese außerordentlich ungewöhnliche Situation muss irgendwann enden. Oft habe ich mich gefragt, was wohl die Wende auslösen könnte.

Mittlerweile bin ich zum Schluss gekommen, dass der Impuls am wahrscheinlichsten von Amerika ausgehen wird. Wie bereits in einem früheren Artikel kommentiert, gehe ich davon aus, dass die chaotische Regierung den Wert der Marke USA und damit auch des Dollars stark beschädigt. Statt der damals von vielen Bankanalysten beschworenen Euro-Dollar-Parität, hat sich die Überbewertung der US-Währung inzwischen bereits ein kleines Stück abgebaut.

Bis Ende des Jahres dürfte sich dieser Trend fortsetzen. Kurse jenseits der 1,25 Euro je US-Dollar halte ich für sehr realistisch. Die Frage ist dann, ob die großen Gläubiger Japan und China sich den Wertverfall ihrer Dollarpositionen einfach so gefallen lassen. Stoßen sie massiv US-Anleihen ab, dann trägt das zusätzlich zum Kursverfall bei.

Beide müssen also sehr genau beobachten, wie der jeweils andere agiert. Niemand will nach einem Boom der Letzte sein, der verkauft. Einfach aussitzen ist auch keine Option, weil das hochverschuldete Japan auf die Werthaltigkeit seines Auslandsvermögens angewiesen ist.

Wir sollten also damit rechnen, dass die Asiaten zu einem bestimmten Zeitpunkt beginnen, US-Anleihen in großem Umfang auf den Markt zu werfen. Damit würden sie Zinserhöhungen in den USA erzwingen und andere Zentralbanken müssten wohl nachziehen. Was für manche ein Gräuel wäre, würde Finanzdienstleistern wie der Commerzbank (WKN:CBK100), die unter den Nullzinsen leiden, sicherlich Rückenwind verleihen.

Der Smart-Grid-Markt hebt ab

Bei Tech-Themen gäbe es viel anzusprechen, von der Robotik über die „Künstliche Intelligenz“ und „Virtuelle Realität“ bis hin zum 3D-Druck. Sie alle entwickeln sich stürmisch, aber zum gezielten Investieren sind diese Themen aufgrund ihrer Unübersichtlichkeit in diesem Jahr noch schwierig.

Konkreter wird es hingegen bei intelligent aufgerüsteten Stromnetzen, sprich „Smart Grids“. Besonders viel gesprochen wurde darüber vor bald einem Jahrzehnt, aber das große Geschäft entwickelt sich jetzt. Denn die Netzbetreiber, Energieerzeuger und Regulierungsbehörden sind durch die zunehmende Bedeutung von Solar- und Windenergie sowie den erwarteten Boom von Elektrofahrzeugen gezwungen, große Investitionen anzustoßen, um weiterhin eine stabile Versorgung sicherzustellen.

Die Frage ist, wo das meiste Geld hingeht: Batteriespeicher, Druckspeicher, Wasserstoffelektrolyse, Schwungmassensysteme, neue Stromtrassen oder intelligentes Verbrauchsmanagement? Schon im Dezember sind wir sicherlich ein gutes Stück schlauer, wohin die Reise geht und dann kristallisieren sich auch erste potenzielle Gewinner heraus. Bis dahin empfiehlt es sich, auf Konzerne wie Siemens (WKN:723610) oder ABB (WKN:919730) zu setzen, die fast in jedem Fall profitieren.

Überprüfe dein Depot

Eine Diversifizierung in Richtung Schwellenländer, eine Untergewichtung des Dollarraums sowie eine Übergewichtung von defensiven Werten und Finanzdienstleistern sind nach meiner Einschätzung die Zutaten, um auch im zweiten Halbjahr 2017 Gewinne einzuheimsen.

Ich finde, es spricht nur wenig dagegen, jetzt bei überbewerteten Aktien Kasse zu machen, um die freiwerdenden Mittel ohne Eile in aussichtsreichere Investments umzuschichten.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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