The Motley Fool

7 Dinge, die Investoren noch nicht über Gilead Sciences wussten

Gilead Sciences (WKN:885823) ist für eine Reihe von Dingen bekannt. Das Unternehmen ist der führende Hersteller von HIV-Medikamenten wie Truvada und Genvoya, die Medikamente Sovaldi, Harvoni und Epclusa haben die Behandlung von Hepatitis C auf den Kopf gestellt und heute ist Gilead einer der größten Biotechs der Welt.

Doch hinter Gilead Sciences steckt noch viel mehr, als du vielleicht glaubst. Hier sind sieben Dinge, die du vermutlich noch nicht über den großen Biotech wusstest.

Unsere Top Aktie für das Jahr 2020! Es ist für uns DIE Top Investition für das Jahr 2020! The Motley Fool Analysten geben starkes Kaufsignal! Deshalb haben wir jetzt einen Spezialreport zusammengestellt, der dieses Unternehmen detailliert vorstellt Klick hier, um diesen Bericht jetzt herunterzuladen.

1. Das Unternehmen ist nach einer uralten Medizin benannt.

Ursprünglich hieß Gilead Sciences ‘Oligogen’, als es 1987 gegründet wurde. Jedoch wurde der Name kurz daraufhin auf Gilead Sciences, das wesentlich leichter auszusprechen ist als Oligogen, geändert. Der Name ist vom „Balsam aus Gilead“, einer uralten Medizin, die einige Male in der Bibel erwähnt wird, inspiriert.

2. Das Unternehmen versuchte (vergeblich), Warren Buffett zu umwerben

1988, als Gilead Sciences noch nicht einmal ein Jahr alt war, versuchte der damalige CEO Michael Riordan Warren Buffett zu überreden, dem Vorstand des Unternehmens beizutreten und/oder in Gilead zu investieren. Buffett antwortete mit einer handschriftlichen Mitteilung: „Es tut mir leid, aber ich würde dem Unternehmen nichts Außergewöhnliches geben außer meinen Namen.“ Riordan unternahm einen weitere Versuch und antwortete: „Herr Buffett, Sie sind sehr bescheiden.“ Natürlich trat Buffett weder Gileads Vorstand bei, noch investierte er in den Biotech.

3. Es dauerte neun Jahre, bevor Gilead seine erste Arzneimittelzulassung erhielt

Gileads erstes Medikament erhielt seine behördliche Zulassung im Jahr 1996 – fast exakt neun Jahre nach Gründung des Unternehmens. Das Medikament Vistide, das in den USA (und später in Europa) zugelassen wurde, sollte zur Behandlung der Zytomegalievirus-Retinitis bei AIDS-Erkrankten eingesetzt werden. Gileads erstes Vertriebsteam für Vistide bestand aus 26 Außendienstmitarbeitern und drei Regionaldirektoren.

BILDQUELLE: GILEAD SCIENCES, INC.

4. Einer von Gileads ersten Schlüsselpartnern ist heute einer der größten Konkurrenten

Wie viele Biotechs mit klinischen Studienprogrammen hat sich Gilead Sciences in seinen Anfangsjahren nach größeren Partnern umgesehen. Einer dieser Partner, Glaxo Wellcome, arbeitete mit Gilead bei der Erforschung genetischer Codes zusammen. Die Zusammenarbeit der zwei Unternehmen hielt acht Jahre lang an. Dieser frühe Partner, der jetzt als GlaxoSmithKline bekannt ist, ist heute einer der schärfsten Rivalen im HIV-Markt. Glaxos HIV-Medikamente Tivicay und Triumeq sind riesige Erfolge. Vergangenes Jahr setzten sie zusammen 3,4 Milliarden US-Dollar um.

5. Gilead schrieb 14 Jahre lang rote Zahlen

Gilead begann erst im Jahr 2001, schwarze Zahlen zu schreiben – 14 Jahre, nachdem das Unternehmen seine Geschäftstätigkeiten aufgenommen hatte. Das Unternehmen vermeldete 2001 einen Reingewinn von 52,3 Mio. US-Dollar und einen Umsatz von 233,8 Mio. US-Dollar. Ambisome, ein injizierbares Medikament zur Behandlung von Pilzbefall, das Gilead 1999 mit der Akquisition von NeXstar Pharmaceuticals erwarb, steuerte 2001 knapp 70 % zu Gileads Umsatz bei. Der Umsatz des Medikaments war im vergangenen Jahr mehr als doppelt so hoch wie 2001, doch machte nur noch etwas mehr als 1 % von Gileads Gesamtumsatz aus.

6. Gilead hat den besten Cashflow aller Biotechs

In den vergangenen zwölf Monaten betrug Gileads Free Cashflow 13,8 Mrd. US-Dollar. Dieser ist höher als bei jedem anderen Biotech dieses Planeten, einschließlich einiger Unternehmen, die eine deutlich höhere Marktkapitalisierung als Gilead haben. Auch wenn Johnson & Johnson in Sachen Free Cashflow an Gilead ziemlich nah rankommt, vergleicht man hier Äpfel mit Birnen, da der Großteil von J&Js Cashflow aus seinen Segmenten „Consumer-Health“ und „Medizinische Geräte“ stammt.

7. Seit ihrem Börsengang ist die Gilead-Aktie um über 10.000 % gestiegen

Warren Buffett bereut heute wahrscheinlich, 1988, als er gefragt wurde, nicht in die Aktie investiert zu haben. Seit ihrem IPO im Jahr 1992 ist die Aktie um über 10.000 % gestiegen. Hätte man damals für 10.000 Euro Aktien des Biotechs gekauft und an ihnen festgehalten, wäre die Position heute über 1 Million Euro wert. Und noch vor nicht all zu langer Zeit wäre sie sogar noch um einiges wertvoller. Während ihres Höchststandes im Jahr 2015 lag die Aktie sogar ca. 17.500 % über ihrem Ausgabepreis.

So nimmst du die Finanzen eines Unternehmens richtig auseinander

Bist du nicht sicher, wie du die Bilanz eines Unternehmens richtig analysierst? Dann solltest du dir eine Kopie unseres Sonderberichts "15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen" schnappen, in dem dir Analyst Bernd Schmid genau zeigt, wie du das professionell machen kannst – und einige böse Überraschungen vermeidest. Klick einfach hier, um in diesen kostenlosen Sonderbericht zu einsteigen.

The Motley Fool hält und empfiehlt Gilead Sciences und Johnson & Johnson.

Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und am 28.5.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.