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Was man jetzt über selbstfahrende Autos wissen muss

Foto: Tesla

Kein Geheimnis: derzeit wird immens viel Energie und Geld in die Entwicklung von Systemen gesteckt, die es möglich machen sollen, dass Fahrzeuge ohne Eingreifen von menschlicher Seite auf öffentlichen Straßen unterwegs sind. Man geht davon aus, dass es sich nur noch um wenige Jahre handeln wird.

Autonom gesteuerte Fahrzeuge haben das Potenzial dazu, die Art und Weise wie Menschen von A nach B kommen komplett umzugestalten. Diese Technologie kann die herkömmliche Weise des Autohalterseins bis hin zur Logistik und noch viel mehr von Grund auf ändern.

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Die Chancen für Anleger können also riesig sein. Jeder sollte sich im Klaren darüber sein, was wann passieren wird. Hier ein Überblick.

Was ist ein selbstfahrendes Fahrzeug?

Kurz, ein Auto, das keinen Fahrer aus Fleisch und Blut benötigt, um problemlos von A nach B zu kommen. Das kann ein winziges Auto für die Stadt sein, aber auch ein großer Fracht-LKW.

Im Allgemeinen verfügen diese Fahrzeuge über fortgeschrittene Sensoren (Kameras, Radar, auch LiDAR, eine Art Radar, wofür unsichtbare Laserstrahlen verwendet werden). Diese Sensoren geben dem Computer die nötigen Daten, um im Verkehr zu handeln.

Welche Kategorien gibt es?

Diejenigen, die sich aus beruflichen Gründen oder auch nur so und privat intensiv mit dem Thema beschäftigen, nutzen eine Klassifizierung, die von SAE International begründet wurde, der Verbindung der Ingenieure der Fahrzeugbranche.

Hier findest du eine hilfreiche Übersicht (englisch). Hier aber noch einmal eine Kurzzusammenfassung, damit du die Referenzen im folgenden verstehst:

  • Level-3-Systeme sorgen dafür, dass autonomes Fahren unter bestimmten Voraussetzungen stattfindet. Allerdings wird stets ein Mensch als Co-Fahrer benötigt, um einzugreifen. So ist die neueste Variante von Teslas (WKN:A1CX3T) Autopilot schon sehr nah dran an Level 3. Allerdings ist dieses Level nicht ohne Kontroverse: So ist die Voraussetzung, dass stets ein wachsamer Fahrer dabei sein muss, manchen Herstellern zu heikel, und sie lassen diese Evolutionsstufe aus, um gleich an Level-4-Systemen zu arbeiten.
  • Level-4-Systeme sind komplett autonom und benötigen keinen Fahrer. Aber sie sind doch noch eingeschränkt. Die meisten der derzeit entwickelten Systeme benötigen äußerst detaillierte Karten, um perfekt zu funktionieren. Wenn man außerhalb der kartografierten Gegend unterwegs ist, muss ein Mensch steuern. Ein weiteres Limit: Die ersten autonomen Fahrzeuge werden wohl nicht in extremer Witterung funktionieren. (Fallender Schnee und eingeschneites Gebiet sind für autono

    Quelle: Flickr Elvis Fool

    me Systeme riesige Herausforderungen.)

  • Level-5-Systeme fahren ein Auto auf dieselbe Art und Weise wie ein Mensch.

Wenn wir über selbstfahrende Autos der nahen Zukunft reden, meinen wir in der Regel das Level 4. Level 5, nimmt man an, ist doch noch einige Jahre entfernt.

Warum gibt es nicht schon selbstfahrende Autos?

Die nötige Hardware existiert schon. Kleine Kameras, Radar, GPS Module und Computerprozessoren sind handelsübliche Geräte. Das derzeit erhältliche bereits erwähnte LiDAR ist teuer, aber günstigere Modelle werden gerade entwickelt. Chip-Hersteller wie Nvidia (WKN:918422) und Intel (WKN:855681) arbeiten an Prozessoren speziell für autonome Fahrzeuge, was sich für beide langfristig mehr als auszahlen sollte.

Die Herausforderung besteht darin, dass man die Software so weit bekommt, dass sie quasi perfekt ist. So, dass wir als Menschen Vertrauen finden können. Dazu muss man Millionen von Kilometern Teststrecken abreißen, und das geschieht im Moment.

Wie ist es mit der ethischen Komponente?

Es gibt unendlich viele “was wäre wenn”-Szenarien. Viele davon werfen die Frage auf, wie ein autonom gesteuertes Fahrzeug in Gefahrensituationen entscheidet. Da rauchen gerade überall die Köpfe. Kann gut sein, dass die Antworten auf diese Fragen unternehmensübergreifend in der Software standardisiert werden.

Wann kommen die ersten selbstfahrenden Autos auf die Straße?

Es gibt bereits Testfahrten überall auf der Welt. Bislang sind noch Menschen mit dabei, um in Gefahrensituationen eingreifen zu können. Hersteller wie General Motors (WKN:A1C9CM) und Software-Giganten wie Alphabets (WKN:A14YH6) Tochterunternehmen Waymo, außerdem Unternehmen wie Uber testen allesamt derzeit. Dazu gesellen sich noch eine ganze Reihe kleinerer Unternehmen, die das noch im Schutz der Anonymität machen.

Allerdings dürfte es noch drei oder vier Jahre dauern, bis man ein Level-4-Fahrzeug kaufen kann.

Wann kann ich ein selbstfahrendes Auto kaufen?

Keine leichte Frage. Es ist noch nicht ganz klar, welche Technologie an den Markt kommen wird. Kann sein, dass die meisten Autohersteller spätestens 2021 in der Lage sein werden, Level-4-Autos herzustellen, wenn nicht früher. Diese aber dürften relativ teuer sein und vielleicht nur Flottenbetreibern (wie Uber und Lyft) zugänglich sein.

Kann aber auch gut sein, dass ein Fabrikant wie Tesla in den nächsten Jahren Level-4-Technologie Endkunden zum Kauf anbieten wird. Allerdings hat weder ein Autohersteller noch ein Software-Unternehmen bislang ein festes Datum vorgegeben.

Wer wird als erstes ein selbstfahrendes Auto entwickeln?

Schwer zu sagen, weil die meisten Unternehmen, die an den nötigen Technologien arbeiten, nur ungern Details zum Fortschritt verlauten lassen. Darüber hinaus gibt es noch andere Hürden: So kann ein Unternehmen wie Waymo vielleicht als erstes die nötige Software entwickelt haben, dann aber einen Partner suchen (einen oder mehrere AutoherstellerI, um das Produkt marktreif zu machen.

Kann sein, dass einfach mal einer die Hand heben und sagen muss, dass er fertig ist und einen großen Markt bedienen kann (anders gesagt: Tesla dürfte die Nase vorn haben). Aber vielleicht taugt das dann am Ende nur zum Angeben: Große Zulieferfirmen der Autoindustrie arbeiten mit Tech-Unternehmen, um Level-4-Systeme in den nächsten drei Jahren fertig zu haben. Level 4 dürfte etwa 2021 marktreif sein.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet, Ford, Nvidia und Tesla. The Motley Fool empfiehlt Intel.

Dieser Artikel von John Rosevear erschien am 25.5.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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