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Warren Buffett ist bei LANXESS eingestiegen – solltest du das jetzt auch?

Am Montag um 10:32 Uhr lief die Meldung über die Ticker: Investmentlegende Warren Buffett ist beim Spezialchemie-Konzern LANXESS AG (WKN: 547040) eingestiegen. Bei der Aktie der Kölner führte das gleich zu einem Kursanstieg, denn die Stockpicker-Qualitäten des „Orakels von Omaha“ sind bekannt, und nach der Meldung sprangen viele Anleger auf den Zug auf. Aber solltest du das auch machen?

Was ist passiert?

LANXESS meldete, dass am 19. Mai der Schwellenwert eines dreiprozentigen Anteils am Grundkapital überschritten wurde. Buffetts Bestand, den er über eine deutsche Tochtergesellschaft seiner Investmentholding Berkshire Hathaway hält, beträgt genau 2.749.582 Aktien, was einem Anteil von 3,004 % entspricht.

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Leider geht aus der Meldung nur hervor, dass die Schwelle am 19. Mai überschritten wurde, aber nicht, wann die Aktien gekauft wurden. Auf der umsatzstärksten Handelsplattform XETRA werden normalerweise zwischen 300.000 und 500.000 LANXESS-Aktien täglich gehandelt. Daher ist klar, dass Buffett an mehreren Tagen gekauft haben muss und dass wir aus diesem Grund nicht den genauen Kaufpreis der Position kennen.

Auf Basis des Schlusskurses vom 19. Mai (65,39 Euro) haben die Aktien einen Wert von rund 180 Millionen Euro. Für Berkshire-Verhältnisse ist das eher eine kleine Summe; das deutet darauf hin, dass nicht Buffett selbst die Entscheidung getroffen hat, sondern Ted Weschler oder Todd Combs, die seit einigen Jahren Teile von Berkshires Mitteln eigenständig anlegen.

Was macht LANXESS interessant?

LANXESS hat sich mit seinem umfangreichen Portfolio auf Premium-Produkte konzentriert. Das Kerngeschäft bilden die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffen, Kautschuken, Spezialchemikalien und Zwischenprodukten.

Die Kölner haben gerade eine tiefgreifende Transformation hinter sich, die der seit April 2014 amtierende Vorstandschef Matthias Zachert angestoßen hat. 2015 brachte LANXESS das schwankungsanfällige Kerngeschäft mit Kautschukprodukten in ein milliardenschweres Joint-Venture mit dem Ölriesen Saudi Aramco ein.

Im letzten September kaufte LANXESS für 2,4 Milliarden US-Dollar den US-Chemiekonzern Chemtura, der vor allem Additive im Flammschutzbereich herstellt. Mit dem größten Erwerb in der Firmengeschichte soll das Geschäftsportfolio des Konzerns auf eine stabilere, weniger zyklische Basis gestellt werden.

Das Ende der Transformation macht Hoffnung auf bessere Ergebnisse, denn solche Restrukturierungen sind stets mit hohen Kosten verbunden. Die Produktion wird verlagert, möglicherweise müssen gekündigte Mitarbeiter abgefunden werden, häufig fallen Abschreibungen auf frühere Investitionen an. Bei LANXESS waren das 2016 insgesamt 42 Millionen Euro.

Diese Sondereinflüsse werden in 2017 geringer ausfallen und damit zu einem höheren Gewinn führen. Auf lange Sicht soll die Restrukturierung ohnehin verbesserte Ergebnisse bringen, denn das ist ja der Sinn einer solchen Aktion, die zunächst einmal natürlich Geld kostet – so wie das bei jeder Investition der Fall ist.

LANXESS profitiert zusätzlich von Rohstoffpreisen

Für das erste Quartal 2017 berichtete LANXESS über steigende Einkaufspreise. Nahezu alle strategischen Rohstoffe legten zum Teil deutlich zu. Den Kölnern gelang es, diese höheren Preise an die Kunden weiterzugeben. Die Fähigkeit, Preise zu erhöhen, ist eine der Schlüsselqualitäten, die Buffett bei einem Unternehmen sucht. Diejenigen Firmen, die „Pricing Power“ haben, sind ganz vorne beim Wettbewerb mit dabei.

Die Monate Januar bis März 2017 bescherten LANXESS Zuwächse beim Umsatz von 25 % auf 2,4 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 78 Millionen Euro übrig – das sind 47 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das ganze Jahr gibt sich der Vorstand optimistisch und rechnet mit einem um etwa 25 bis 30 % höheren Ergebnis. Pro Aktie wäre das ein Gewinn von etwa 2,60 bis 2,70 Euro.

Ist Buffetts Einstieg ein Kaufsignal?

Eines ist klar: Bereits der Kauf der Aktien durch Buffett oder seine Mitarbeiter sprechen für die Qualität des Unternehmens. Das ist wie ein Ritterschlag für die Kölner. Der Markt bewertet dies ebenso, denn unmittelbar nach der Veröffentlichung der Mitteilung setzte ein Run auf die Aktie ein, der den Kurs um 4 bis 5 % nach oben trieb. Den Handel beendete das Papier am Montag bei 67,48 Euro, ein Anstieg von 6,7 % im Vergleich zu Freitag.

Damit ist auch klar, dass die Aktie zurzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 25 bewertet wird. Für ein Unternehmen aus einer zyklischen Branche ist das schon eine sportliche Bewertung, selbst unter Berücksichtigung der positiven Zukunftsaussichten. Ein Schnäppchen sieht für mich anders aus.

Und noch etwas sollte dir klar sein: Du solltest niemals blind irgendeinem Investor folgen, selbst wenn es Warren Buffett ist, denn er und seine Kollegen legen unter ganz anderen Gesichtspunkten als du an (Steuern, anzulegender Betrag, mögliche Einflussnahme auf das Management, usw.).

Mit Sicherheit ist Buffetts Einstieg ein Anlass, sich näher mit LANXESS zu beschäftigen. Aber trotzdem ist es unerlässlich, dass du deine eigenen Recherchen anstellst um herauszufinden, ob LANXESS zu dir, deinem Depot und deiner Anlagestrategie passt.

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Peter Roegner besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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