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Trump vs. Deutsche Autobauer: Viel Krieg um Nix?

Foto: Wikimedia Commons, Gage Skidmore

Trump gegen China. Trump gegen Mexikaner. Trump gegen Republikaner. Trump gegen den Terrorismus. Trump gegen Angela Merkel. Mancher Rapper dürfte wirklich neidisch sein, angesichts der aktuellen Beef-Liste, die Trump momentan führt.

Leider zeichnet sich immer konsequenter ab, dass Trump vor allem auch gegen die deutschen Autobauer heftig pöbelt. Gewohnt polemisch haut er in Bezug auf diese Thematik einen Kommentar nach dem anderen raus, frei nach Gusto, frei von jeglichem Denken.

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Zeit also, einmal Foolish mit ein paar der derzeitigen Äußerungen abzurechnen, die Trump gewohnt gedankenlos von sich gegeben hat.

Die deutschen Autobauer überschwemmen den amerikanischen Markt

Ein Klassiker, die angebliche Autoschwemme der Deutschen. Wie würdest du für dich Überschwemmung definieren? 20 , 30 oder 40 % Marktanteil? Falls es auch bei dir in diese Dimensionen geht, sind wir uns mit Sicherheit einig, dass wir bei 7,6 % nicht von einer regelrechten Überschwemmung reden können. Denn das ist der Marktanteil, den die deutschen Autobauer in den ersten vier Monaten dieses Jahres abbekommen haben.

Man könnte natürlich annehmen, dass dieser Anteil zuletzt kontinuierlich zugenommen hat und sich eine hypothetische Schwemme anbahnen könnte. Aber auch das ist weit gefehlt. Denn seit 2011 nimmt der Marktanteil der deutschen Autobauer eher ab als zu. In 2011 besaßen die deutschen Autobauer sogar noch einen Prozentpunkt mehr. Vor allem der Abgasskandal hat zu signifikanten Rückgängen, insbesondere bei der Marke VW (WKN: 766403) geführt.

Millionen deutscher Autos überschwemmen den Markt

Eng verknüpft damit die Mär von den Millionen und Abermillionen deutschen Autos. Tatsächlich entfallen auf den Gesamtmarkt der USA, der ca. 17,5 Millionen Autos (2016) ausmachte, lediglich knappe 1,275 Millionen verkaufte Automobile auf die deutschen Autobauer. Oder eben besagte 7,6 %.

Ein wenig fehlgeleitet ist also auch die Wortwahl in Bezug auf die absolute Quantität der abgesetzten Autos in den Vereinigten Staaten. Aber hey, who cares? Donald auf jeden Fall nicht.

Deutschlands böses, böses Handelsbilanzdefizit

Mit harrscher Kritik spart der gute Trump auch nicht bei der deutschen Exportleistung. Vor allem die Autobauer seien maßgeblich aufgrund der Millionen-Auto-Schwemme an diesem Missstand beteiligt.

Aber Moment mal: Produzieren nicht etwa die meisten Autobauer vor allem auch in den USA? Gibt es da nicht allein das Werk von BMW (WKN: 519000) in South Carolina, das in den Staaten alleine 400.000 Automobile jährlich fertigt? Doch, die gibt es (vielleicht nicht für Trump, aber der hält den Klimawandel ja auch für eine Erfindung der Chinesen).

Letztlich stehen den in den USA knapp 1,275 Millionen verkauften deutschen Autos insgesamt ca. 848.000 dort produzierte Autos gegenüber. Die Millionenschwemme aus Deutschland ist damit wohl endgültig nicht mehr passend.

Trump gedankenlos oder postfaktisch?

Wie wir anhand dieser Sachverhalte sehen können, handelt es sich bei Trump positiv gesehen einfach um einen undurchdachten Politiker, negativ gesehen um einen bewusst postfaktischen Politiker. Wohin deine eigene Abwägung letztlich tendiert, kann dahinstehen.

Womit du dich aber beschäftigen solltest, ist, dass Trump nicht vor hat, den deutschen Autobauern den Bauch zu kraulen. Das könnte diesen die Geschäfte in dem großen amerikanischen Markt möglicherweise deutlich erschweren. Bitter natürlich an dieser Stelle, dass das meiste davon, wenn überhaupt, der halben Wahrheit entspricht. Die resultierenden Probleme für die Autobauer könnten aber real sein und verdienen definitiv deine volle Aufmerksamkeit.

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Vincent besitzt Aktien von BMW. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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