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Warum der Vorstand von Ford CEO Mark Fields vor die Tür setzte

Bildquelle: Flickr-User Fooleditorial.

Ford Motor Company (WKN:502391) verkündete am Montagmorgen, dass CEO Mark Fields das Unternehmen verlassen werde. Grund dafür wäre eine Neuorganisation der Unternehmensstruktur.

Fords neuer CEO wird Jim Hackett, der bisher das Tochterunternehmen von Ford für zukünftige Technologien geleitet hat. Zuvor war er bei Steelcase, wo er für die Trendwende des Unternehmens verantwortlich war. Hackett trat dem Vorstand von Ford im Jahr 2013 bei und übernahm im letzten Jahr seine aktuelle Rolle.

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Der neue CEO von Ford, Jim Hackett, der bisher das Tochterunternehmen für Mobilität und Zukunftstechnologien geleitet hat. Bildquelle: Ford Motor Company.

Eine neue Führung und eine neue Struktur für Ford

Der Abschied von Fields ist Teil einer größeren Umstrukturierung der ganzen Organisation. Die neue Organisation verfügt über drei große Segmente, wovon jedes von einem angesehenen Ford-Veteranen geführt wird:

  • Jim Farley wird Executive Vice President und President of Global Markets. Er übernimmt die Verantwortung für die regionalen Unternehmenseinheiten und die Luxusmarke Lincoln. Zusätzlich ist er für das globale Marketing, den Vertrieb und den Service zuständig. Farley ist aktuell Chef zweier regionaler Sparten von Ford: Europa und Naher Osten/Afrika.
  • Joe Hinrichs wird Executive Vice President und President of Global Operations. Er wird sich um Produktentwicklung, Herstellung, Arbeitnehmer, Umweltschutz und Sicherheit kümmern. Hinrichs leitet aktuell die Regionalsegmente Nordamerika und Südamerika.
  • Marcy Klevorn wird Executive Vice President und President of Mobility. Klevorn folgt Hackett bei Ford Smart Mobility LLC, dem Tochterunternehmen, das sich um die Entwicklung von selbstfahrenden Autos und zukünftige Mobilitätslösungen kümmert. Klevorn ist aktuell Chief Information Officer.

Diese drei werden am 1. Juni ihre neuen Posten antreten. Ford gab an, man werde ihre Nachfolger zu einem späteren Zeitpunkt verkünden.

Ford kündigte noch zwei weitere Veränderungen an, die allerdings sofort in Kraft treten werden:

  • Mark Truby wird Vice President of Communications und ist damit dem Executive Chairman Bill Ford direkt unterstellt. Er ersetzt Ray Day, der noch ein weiteres Jahr in seiner Beraterrolle arbeiten wird.
  • Paul Ballew wird die Abteilung Daten und Analyse leiten und ist direkt Klevorn unterstellt.

In einer Erklärung bedankte sich der Vorsitzende von Ford bei Fields und lobte das neue Team. Er sagte Folgendes:

Mark Fields war ein herausragender CO und verdient viel Lob für all das, was er in seinen vielen Funktionen für Ford überall auf der Welt geleistet hat. Seine starke Führung war für die Neustrukturierung des nordamerikanischen Geschäftes, unsere Trendwende am Ende des letzten Jahrzehnts und unsere Rekordgewinne in den letzten beiden Jahren wichtig.

Wir haben Glück, drei dynamische und talentierte Nachfolger wie Jim Farley, Joe Hinrichs und Marcy Klevorn zu haben, die ab jetzt mehr Verantwortung übernehmen werden. Alle haben bereits in der Vergangenheit bewiesen, wie wichtig ihnen Innovation, Kosteneffizienz und Ergebnisse sind. Sie werden zusammen mit Jim Hackett das Tagesgeschäft von Ford leiten, unsere Marke weiter ausbauen und Kapital aus neuen Möglichkeiten schlagen.

Was steckt dahinter?

Aktuelle Berichte legen nahe, dass der Vorstand von Ford von dem sinkenden Aktienkurs, der eintrat, seit Fields den ikonischen CEO Alan Mulally im Jahr 2014 ersetzt hat, frustriert ist. Es ist auch nicht schwer zu verstehen, warum.

Ford Daten von YCharts. Die Grafik zeigt die Kursperformance der Stammaktie seit dem 1. Juli 2014 – als Fields den Posten des CEO übernahm – bis letzten Freitag.

Ich habe schon argumentiert, dass der Plan von Fields, Ford in ein Mobilitätsunternehmen umzuwandeln, ein guter ist. Aber die Wall Street zeigte sich davon nicht sonderlich beeindruckt. Ich glaube, dass es dafür ein paar Gründe gibt:

Ford hat nicht gut kommuniziert, wie und wann sich die aktuellen großen Investitionen in zukünftige Technologien auszahlen werden.

  • Die Veränderung geht bei Ford vielleicht langsamer vonstatten als bei Konkurrenten wie General Motors (WKN:A1C9CM), Toyota (WKN:853510) und Volkswagen (WKN:719000). Diese drei Unternehmen unternehmen gerade große und sichtbare Schritte, um sich auf eine Zukunft mit selbstfahrenden Elektroautos und Carsharing vorzubereiten.
  • Die Berichte legen auch nahe, dass es mit der Harmonie, die Alan Mulally bei Ford aufgebaut hat, inzwischen schon wieder vorbei sein könnte. Interne Machtkämpfe waren immer schon ein von Problem von Ford gewesen. Der Vorstand von Ford war auch nicht beeindruckt, als Fields letzte Woche Stellenstreichungen verkündete.

Um es kurz zu machen: Es scheint, als hätte Bill Ford das Vertrauen in Fields verloren. Die Gründe hierfür gehen über den Aktienkurs hinaus. Ich erwarte, dass Hackett das Tempo bei Ford erhöhen wird und mit den Investoren, Analysten und einflussreichen Business-Journalisten effektiver kommunizieren wird.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Ford.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 22.05.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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