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3 mögliche Fallstricke, die Tesla unbedingt vermeiden muss

Foto: Tesla

Investoren haben sich zuletzt in Scharen auf die Aktie von Tesla (WKN:A1CX3T) gestürzt. Daraufhin stieg Teslas Aktienkurs über die 300-Dollar-Marke und hielt sich dort die längste Zeit im April und Mai.

In der Tat blieb die Nachfrage nach Teslas Model-S-Limousine und dem Model-X-Crossover recht stark. Unterdessen baut sich zudem eine massive Nachfrage für das erschwinglichere Model 3 auf, das noch in diesem Sommer vom Band rollen soll. Um jedoch sein volles Potenzial auszuschöpfen, muss Tesla in den kommenden Jahren folgende drei Fallstricke unbedingt umkurven.

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Preisschock

Ein mögliches Problem, das bei potenziellen Model-3-Käufern auftreten könnte, ist ein Preisschock. Tesla hat bereits Hundertausende Reservierungen für das Model 3 entgegengenommen – die meisten gingen in den ersten zwei Monaten nach der Enthüllung des Fahrzeugs ein. Außer groben Details zur Preisgestaltung hat das Unternehmen aber noch nicht viele Informationen veröffentlicht.

Tesla-CEO Elon Musk sagte, dass das Fahrzeug ab 35.000 US-Dollar zu haben sein wird. In den USA würde eine staatliche Steuergutschrift in Höhe von 7.500 US-Dollar den Preis auf 27.500 US-Dollar drücken. So wird der neue Tesla zumindest in den USA noch erschwinglicher.

Wünschen Kunden jedoch Zusatzausstattungen, kann der Preis schnell in die Höhe schießen. Der durchschnittliche Verkaufspreis des Model S beläuft sich heute deswegen beispielsweise auf nahezu 100.000 US-Dollar, nachdem es anfänglich als Auto angepriesen wurde, das nur halb so viel wie der 89.000 Dollar teure Tesla Roadster kosten sollte.

Da eines der entscheidenden Verkaufsargumente für das Model 3 seine Erschwinglichkeit ist, ist noch nicht klar, wie viele Kunden mit Reservierungen wirklich verstehen, wie hoch der Preis mit zusätzlicher Ausstattung letzten Endes ausfallen könnte. Einige sind offenbar bereit, mehr als 50.000 US-Dollar zu zahlen, doch dazu gibt es noch keine wissenschaftliche Studien mit aussagekräftigen Daten.

Ein zweites, zusammenhängendes Problem ist die US-Steuervergünstigung, die in den nächsten Jahren auslaufen soll. Das genaue Datum ist noch nicht bekannt. Außerdem wissen Kunden noch nicht, wann sie ihr bestelltes Model 3 erhalten werden. Einige Kunden könnten ihre Bestellungen stornieren, wenn sie erfahren, dass sie nicht mehr für die (volle) Steuervergünstigung in Frage kommen.

Tesla investiert gerade intensiv in die Ausweitung seiner Produktionskapazität auf über 500.000 Fahrzeuge pro Jahr. Das wahnsinnige Interesse am Model 3 – das ohne große Marketingaufwendungen von Teslas Seite entstanden ist – zeigt, dass die Nachfrage sicherlich stark genug ist, um dieses hohe Produktionsvolumen zu rechtfertigen. Aber es besteht immer noch das Risiko, dass viele Verbraucher mit Reservierungen (und andere potenzielle Käufer) unrealistisch niedrige Vorstellungen davon haben, was ihr Model 3 letzten Endes kosten wird.

Für Teslas neues Model 3 sind schon Hundertausende Bestellungen eingegangen. Bildquelle: Tesla.

Kann Tesla die Produktion wie geplant hochfahren?

Selbst wenn die Model-3-Nachfrage so stark ist, wie sie scheint, steht Tesla einer weiteren Herausforderung gegenüber: die Produktion reibungslos hochzufahren. Die Produktion des Model S und Model X wurde immer wieder von Versorgungsengpässen bei Bauteilen überschattet.

Tesla hat in den vergangenen Jahren sein Verhältnis zu Zulieferern stark verbessert, womit es jetzt besser aufgestellt ist, um das geplante Produktionswachstum zu bewältigen. Die Produktionsausweitung von täglich 2.000 auf 10.000 Fahrzeuge innerhalb eines Jahres, ist eine große Herausforderung. Wenn nur ein Bauteil nicht rechtzeitig verfügbar ist, könnte es die ganze Produktion lahmlegen.

Selbst lang etablierte Automobilbauer haben ab und an mit Bauteilengpässen zu kämpfen; dieses Risiko sollte also keinesfalls unterschätzt werden. Und da das Model 3 ab Anfang nächsten Jahres den Großteil von Teslas Auslieferungen ausmachen wird, wäre eine verpatzte Produktion aufgrund von Engpässen bei Bauteilen sicherlich auch finanziell ein herber Rückschlag für das Unternehmen.

Wird die Kundenzufriedenheit leiden?

Schafft es das Unternehmen, seine ambitionierten Wachstumspläne zu erreichen, muss es folglich einen viel größeren Kundenstamm zufrieden stellen, um auch künftig weiterhin erfolgreich zu bleiben. Die Situation könnte sich als sehr anspruchsvoll herausstellen, da Teslas Kundenstamm dann über die „Tesla-Schwärmer“ hinaus auf Mainstream-Nutzer ausgeweitet wird.

Ein potenzielles exponentielles Wachstum der Tesla-Flotte eröffnet zwei mögliche Probleme. Das erste Problem betrifft die Frage, ob Tesla in der Lage ist, ausreichende Service- und Reparaturdienstleistungen anzubieten. Anfang des Jahres schrieb mein Fool-Kollege Evan Niu darüber, wie sein Model S nach einer relativ geringen Kollision fast acht Monate in der Werkstatt verbrachte und dann immer noch nicht repariert war. Tesla und seine lizensierten Werkstätten schoben sich für dieses Dilemma, über das auch andere Tesla-Besitzer berichteten, gegenseitig die Schuld in die Schuhe. Kunden interessiert es aber nicht, wessen Schuld es ist, sie wollen nur, dass ihr Auto schnell repariert wird. Glücklicherweise sind derzeit die meisten Tesla-Besitzer so große Anhänger des Unternehmens, dass sie bereit sind, solche Unzulänglichkeiten in Kauf zu nehmen.

Model-3-Käufer könnten jedoch nicht so nachsichtig sein. Tesla hat begonnen, Änderungen beim Umgang mit Reparaturen vorzunehmen, aber es ist noch nicht klar, wie es den Kern des Problem angehen und Bauteile schneller zu den Werkstätten bringen wird.

Zweitens bleibt die Frage, ob Teslas Supercharger-Netzwerk das Wachstum bewältigen kann. Zwar plant Tesla, den Umfang seines Supercharger-Netzwerks noch dieses Jahr zu verdoppeln, jedoch könnte sich die Fahrzeugflotte des Unternehmens schon in den nächsten 5 Jahren – wenn Tesla seine ambitionierten Wachstumsziele erreichen kann – verzwanzigfachen.

Kann Tesla mit dem rasanten Wachstum effektiv umgehen?

Tesla hat offensichtlich riesiges Wachstumspotenzial. Nichtsdestotrotz birgt sein Plan, sich fast schon über Nacht zu einem Autohersteller für den Massenmarkt zu entwickeln, gefährliche Risiken. In den kommenden Jahren sollten Investoren ein Auge darauf werfen, wie Tesla plant, die drei oben angeführten möglichen Probleme anzugehen.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von Adam Levine-Weinberg auf Englisch verfasst und am 21.5.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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