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Goldman Sachs empfiehlt Infineon – solltest du die Aktie kaufen?

Foto: Pixabay

Trotz der Korrektur an den Märkten in den letzten Tagen war das Jahr 2017 für die Aktionäre von Infineon (WKN:623100) bisher sehr erfreulich. Stolze 11,6 % legte das Papier seit dem Jahreswechsel zu (Stand: 18.05.2017).

Die Jungs von Goldman Sachs (WKN:920332), einer der größten Investmentbanken der Welt, glauben, dass die Infineon-Aktie weiter steigen wird und erhöhten das Kursziel auf 22 Euro (Kurs am 18.05: 19,05 Euro).

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Doch trotz des positiven Votums der Goldmänner bin ich bezüglich der langfristigen Aussichten von Infineon eher skeptisch. Aus welchen drei Gründen ich beim Münchener Chiphersteller Vorsicht walten lasse, erfährst du, wenn du weiterliest.

Grund 1: Übermächtige Konkurrenz

Der erste Grund, warum die Infineon-Aktie nicht zu meinen Favoriten zählt, ist der intensive Wettbewerb, der unter den Chiphersteller herrscht. Ein Blick auf ein paar Konkurrenten zeigt, dass Infineon eine eher kleine Nummer in diesem hart umkämpften Markt ist.

Marktkapitalisierung am 18.05.2017        Umsatz 2016
Infineon                   21.678 Mio. Euro      6.473 Mio. Euro
NXP Semiconductors (WKN:A1C5WJ)                   32.285 Mio. Euro      9.498 Mio. US-Dollar
Samsung (WKN:881823)                 256.638 Mio. Euro  173.001 Mio. US-Dollar
TSMC (WKN:909800)                 158.165 Mio. Euro    28.173 Mio. Euro *

Quellen: onvista.de / Unternehmensangaben

* umgerechnet in Euro, Kurse vom 19.05.2017

Zwar muss Größe alleine nicht immer ein Vorteil sein. Fakt ist aber, dass es eine Menge Unternehmen gibt, die über das Know-how und das Kapital verfügen, um Infineon Marktanteile abspenstig zu machen.

Grundsätzlich bevorzuge ich Investments in Unternehmen, bei denen ein weniger intensiver Wettbewerb herrscht. Ein Unternehmen wie Infineon kommt für mich nur in Frage, wenn trotz des harten Konkurrenzkampfes klare Wettbewerbsvorteile vorhanden sind. Das ist auch gleich der zweite Grund, warum ich bei der Infineon-Aktie skeptisch bin.

Grund 2: Schwer verständliches Geschäftsmodell

Um Wettbewerbsvorteile zu erkennen, sollte man genau verstehen, was ein Unternehmen tut. Besonders wichtig dabei: Man sollte verstehen, warum es besser ist als die Konkurrenz. Genau das ist bei Infineon problematisch.

Denn ich als Laie im Chipgeschäft kann nur schwer verstehen, warum Infineon laut eigenen Angaben Marktführer im Segment Industrial Power Control ist. Oder sich Infineon nach NXP auf Rang zwei im Automotive-Bereich positioniert hat.

So kann ich als Investor kaum beurteilen, ob die Wettbewerbsvorteile von Infineon, die aufgrund der starken Marktposition zweifelsfrei vorhanden sind, langfristig bestehen bleiben. Der zweite Grund, warum ich um die Infineon-Aktie einen Bogen mache, ist also das schwer verständliche Geschäftsmodell. Ich habe schlichtweg keine Ahnung davon.

Grund 3: Der Preis

Nicht nur Goldman Sachs scheint von Infineon überzeugt zu sein, auch die anderen Marktteilnehmer trauen den Münchenern einiges zu. Denn nur so ist das ambitionierte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 28,9 (Stand: 19.05.2017) zu erklären. Zum Vergleich: Das durchschnittliche KGV aller DAX-Konzerne betrug laut Commerzbank Anfang Mai gerade mal 14,3.

Das heißt: Die Marktteilnehmer erwarten, dass Infineon was den Gewinn betrifft in den nächsten Jahren kräftig zulegen wird und das KGV so auf ein marktübliches Niveau sinkt. In den letzten fünf Jahren ist der Gewinn aus fortgeführten Tätigkeiten um durchschnittliche 11,7 % pro Jahr gestiegen.

Behält man dieses Wachstum bei, dauert es noch fast fünf Jahre, bis Infineon beim aktuellen Kurs eine marktübliche Bewegung erreicht hat. Angesichts des schnelllebigen Chipgeschäfts und dem erwähnten, harten Konkurrenzkampf eine gewagt Annahme. Der hohe Preis ist daher der dritte Grund, weshalb ich glaube, dass es bessere Anlagemöglichkeiten als die Infineon-Aktie gibt.

Mein Fazit zur Infineon-Aktie

Der hohe Preis in Kombination mit dem schwer verständlichen Geschäftsmodell und der starken Konkurrenz machen die Infineon-Aktie in meinen Augen zu einem derzeit eher unattraktiven Investment. Das heißt aber nicht, dass ich Goldman Sachs gänzlich widerspreche.

Denn möglicherweise arbeiten bei der US-Bank Analysten, die ein besseres Verständnis vom Chipgeschäft haben als ich. Da ich mich aber nicht blind auf Analystenmeinungen verlassen möchte, kommt die Infineon-Aktie für mich nicht in Frage.

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Thomas Brantl besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt NXP Semiconductors.

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