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Aktien, die Milliardär Carl Icahn jetzt kauft

Foto: Pixabay

Der milliardenschwere Investorenaktivist Carl Icahn hat Bewegung in sein Portfolio gebracht. Er baute seine Beteiligungen an Icahn Enterprises (WKN:A0M1Z9), Herbalife (WKN:A0DNX7) und Navistar (WKN:886965) aus und erweiterte sein Portfolio um das Unternehmen Conduent (WKN:A2DGMC). Warum diese vier Unternehmen im ersten Geschäftsquartal Icahn imponiert haben, erfährst du hier.

Icahn wettet auf sich selbst

Der berühmte Investor war in letzter Zeit sein eigener größter Geldgeber. Icahn kaufte im vergangenen Quartal knapp 10,5 Mio. Aktien von Icahn Enterprises, einem öffentlich gehandelten, von Icahn selbst verwalteten Fond auf. Damit baute er seine Position auf 140,5 Mio. Aktien aus.

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Im vergangenen Quartal bot Icahn Enterprises seinen Investoren ein Bezugsrecht, womit sie für jede Aktie in ihrem Besitz weitere 0,07718 Aktien für je 52,71 US-Dollar kaufen konnten. Der Preis war im Vergleich zum damaligen Aktienkurs vom 9. Februar von 58 US-Dollar, als die Bezugsrechte ausgegeben wurden, ein echtes Schnäppchen.

Icahn nutzte diese günstige Gelegenheit voll aus und sicherte sich weitere Aktien seiner gleichnamigen Kommanditgesellschaft. Das Angebot half der verschuldeten Gesellschaft, ihre finanzielle Position zu verbessern, da mit dem neuen Cash große ausstehende Verbindlichkeiten refinanziert werden konnten.

Die Hoffnung auf einen Short Squeeze

Im Fall Herbalife ist es zugegebenermaßen schwer zu sagen, ob Icahn das Unternehmen wirklich mag oder nur Bill Ackman, den Mann auf der anderen Seite des Trades, so hasst. Ackman schloss bekanntlich eine milliardenschwere Wette gegen Herbalife ab, indem er die Aktie des Unternehmens leerverkaufte und lang laufende Put-Optionen erwarb.

Icahn war Ackman stets ein Dorn im Auge, da er Aktien von Herbalife aufkaufte, dies öffentlich verkündete und von der Aktien schwärmte.

Bildquelle: Getty Images.

Icahn nannte den Trade einst „die Mutter aller Short Squeezes“. Indem er ausstehende Aktien aufkaufte, machte er das Leerverkaufen noch schwerer, weshalb Ackmans Short-Positionen teurer wurden. Außerdem wird es somit für Ackman zu einer Zeit, in der andere Positionen seines Portfolios – wie Valeant – böse zugerichtet sind, schwieriger, sich von seinen Short-Positionen zu trennen. (Herbalifes massive Aktienrückkäufe helfen Icahns Short Squeeze sicherlich auch.)

Icahns Zukäufe waren in diesem Quartal relativ klein. Er baute seine Position nur um etwa 1 % aus. Es ist aber das dritte aufeinanderfolgende Quartal, in dem Icahn seine Herbalife-Investition aufgestockt hat.

Eine Investition in Nutzfahrzeuge

Der Nutzfahrzeughersteller Navistar ist seit 2011 Teil von Icahns Portfolio, doch Icahn und seine Partner, die für Navistar damals viel mehr gezahlt haben, als es derzeit wert ist, könnten schon bald endlich Licht am Ende des Tunnels sehen.

Vergangenes Jahr kaufte die Volkswagen AG eine Beteiligung am Unternehmen in Höhe von 16,6 % und sicherte zu, diese mindestens drei Jahre zu halten. Es wurde schon lange gemunkelt, dass der Autobauer Navistar übernehmen will. Die zwei Unternehmen kamen sich etwas näher, als Volkswagen sich zwei Vorstandsposten bei Navistar sicherte und eine Vereinbarung zur gemeinsamen Bauteilbeschaffung und Nutzung von Technologie schloss.

Icahn erhöhte seine Beteiligung an Navistar in diesem Quartal um etwa 2 % — eine interessante Entwicklung, nachdem sich lange Zeit hinsichtlich dieser Aktie nichts in Icahns Portfolio regte.

Icahn hält an einer Trophäe fest

Conduent ist eine neue Position in Icahns Portfolio, die der Investor erwarb, als sich das Unternehmen im Dezember 2016 von Xerox abspaltete. Icahn kaufte erstmalig im vierten Quartal 2015 Aktien von Xerox und dränge schnell auf eine Abspaltung seiner vielen Geschäftseinheiten, um Value für Shareholder zu schaffen.

Im Januar 2016 verkündete Icahn seinen Erfolg via Twitter und pries die Vorzüge der Trennung von Xerox und Conduent. Xerox-Aktionäre erhielten für jede Xerox-Aktie eine Aktie von Conduent. Bisher war Icahns Plan aber nur mäßig erfolgreich.

Icahn kaufte seine ersten Xerox-Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 10,12 US-Dollar je Papier. Heute haben beide Unternehmen einen Wert von 10,63 US-Dollar pro ursprünglicher Xerox-Aktie. Natürlich glaubt Icahn wohl noch an weiteres Aufwärtspotenzial, da der Markt im Laufe der Zeit beide Teile einzeln bewerten wird. Icahn müsste an diesen Unternehmen, die erst vergangenen Dezember getrennt wurden, also noch mindestens ein weiteres Quartal festhalten.

Was wir nicht wissen

Icahn ist nicht nur Investor, sondern auch Trader. Nach Trumps Präsidentschaftssieg und dem steilen Abstieg von Futures-Preisen hat Icahn Berichten zufolge in nur einer Börsensitzungen eine Milliarde US-Dollar durch Spekulationsgeschäfte erzielt.

Öffentliche Dokumente zeigen nur auf, welche Aktien Icahn am Ende jedes Quartals hält, nicht was er jedoch innerhalb eines Quartals gekauft oder verkauft hat. Aus diesem Grund bieten öffentlich bereitgestellte Informationen für Investoren keinen absolut sicheren Weg, einen echten Gewinner ausfindig zu machen. Sie sind allerdings ein guter Anfangspunkt, um sich mit Aktien vertraut zu machen, mit denen man sonst wohl nicht in Berührung käme.

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Dieser Artikel wurde von Jordan Wathen auf Englisch verfasst und am 18.5.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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