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Netflix lässt die Piraten über die Klinge springen

Bildquelle: Netflix.

Netflix (WKN:552484) erhielt Ende April eine Nachricht von einem Hacker, der 10 Episoden der neuen Staffel von Orange is the new black gestohlen hatte. Der Hacker hatte angeblich eine virtuelle Attacke auf das Post-Production-Studio gestartet, das für Netflix an diesen Inhalten arbeitete.

Netflix bestätigte gegenüber Variety, dass man sich der Situation bewusst sei und sagte, dass die entsprechenden Strafverfolgungsbehörden bereits eingeschaltet werden. Das “Lösegeld“ wurde nicht bezahlt und drei Episoden wurden auf einer Piratenseite im Internet veröffentlicht.

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Das Problem

Ich fand es gut, dass das Unternehmen sich nicht erpressen lassen wollte und sofort die Behörden verständigte. Darüber hinaus ging Netflix ja gleich an die Öffentlichkeit damit.

Das Unternehmen ist seit Jahren im Clinch mit den Piraten. Netflix hält den Preis seiner Dienste so niedrig, weniger als 10 US-Dollar pro Monat bei den meisten Angeboten, dass es ein Wunder ist, dass viele Leute überhaupt noch klauen.

Vor Januar 2016, als Netflix seinen Dienst in 130 Ländern anbot, ereigneten sich die meisten Fälle von Videopiraterie in Regionen, wo Netflix noch nicht verfügbar war. Im Jahr 2015 meldete das Unternehmen Excipio, welches die Aktivitäten von Piraten verfolgt, dass die dritte Staffel von House of Cards in den ersten 24 Stunden nach erscheinen 682.000 Mal auf einer illegalen Seite heruntergeladen worden war. Nur 50.000 Downloads geschahen in den Vereinigten Staaten, wo Netflix zum damaligen Zeitpunkt schon 39 Millionen Abonnenten hatte. Wenn man das einmal in Beziehung zueinander setzt, dann ist das richtig wenig.

Dadurch, dass Netflix einen vernünftigen Preis für den Content verlangt, wurde der Dienst zu einer sehr guten Wahl für diejenigen, die für eine hochwertige Erfahrung, die über dem Standard einer Piratenseite liegt bezahlen würden.

Aber die Piraterie ist immer noch ein Problem und eine der Maßnahmen, die Netflix ergriffen hat, ist die neugebildete Copyright Protection Group. Und hier sind die notwendigen Qualifikationen, um dort zu arbeiten:

Der ideale Kandidat ist entweder ein erfahrener IP-Anwalt, IP-Rechtsanwaltsangestellter oder ein Anti-Piraterie-Experte mit bedeutender Erfahrung beim Schutz von Rechten und idealerweise auch von Content.
Er oder sie wird für die Netflix Global Copyright Protection Group an den industrieweiten Anti-Piraterie-Strategien arbeiten und dafür sorgen, dass Online-Piraterie zu einer Randaktivität wird.

Netflix muss zeigen, dass es ernst ist

Die Hersteller des Contents, die mit Netflix zusammenarbeiten, wollen wissen, dass das Unternehmen ihre Arbeit auch schützen wird. Ein Unternehmen möchte keine Lizenzen an Netflix in einer Region verkaufen und herausfinden, dass die Abonnenten von Netflix in einer anderen Region, für die keine Lizenzbeiträge gezahlt werden, die Show illegal herunterladen.

Eine der Beschwerden von Seiten der Content-Partner war, dass Netflix es seinen Abonnenten erlauben würde, den Content zu sehen, den sie über VPNs nicht sehen durften. Ein VPN, oder virtuelles privates Netzwerk, erlaubt es einem Nutzer, in einem anderen Land den Dienst zu nutzen und eine Sendung anzusehen, für die er in dieser Region keine Beiträge gezahlt hat. Wenn ein Zuschauer eine Sendung wie House of cards sehen möchte, die in der entsprechenden Region nicht verfügbar ist und eine amerikanische VPN benutzt, dann kann diese Person das System umgehen und die Sendung trotzdem als amerikanischer Abonnent ansehen. Anfang 2016 begann Netflix damit, diese VPNs zu blocken, als das Unternehmen den Dienst international expandierte.

Unterm Strich

Die Maßnahmen, die Netflix zusammen mit der neu geschaffenen Copyright  Protection Group in der Vergangenheit unternommen hat sind ein weiterer Schritt in Richtung Wachstum. Das Unternehmen stellt jetzt mehr und mehr Eigenproduktionen her und muss daher den Schutz seines geistigen Eigentums verbessern. Netflix muss seinen Partnern auch zeigen, dass der Content nur den Leuten in den Regionen gezeigt wird, wo auch Lizenzbeiträge flließen.

Das Ziel von Netflix besteht darin, mehrere Parteien glücklich zu machen. Die Zuschauer zahlen einen vernünftigen Preis und sehen Inhalte, die in ihrer Region legal sind. Die Content-Partner von Netflix werden so das Gefühl haben, dass sie fair behandelt werden. Die wahren Verlierer sind meiner Meinung nach hier nur die Piraten.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Netflix.

Dieser Artikel wurde von Frank DiPietro auf Englisch verfasst und wurde am 17.05.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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