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Die Aktie von Tesla wurde herabgestuft: 5 Dinge, die man als Investor wissen sollte

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Jeden Tag stufen die Analysten der Wall Street die einen Aktien nach oben, die anderen nach und beginnen bei anderen Aktien mit der Berichterstattung. Aber wissen die überhaupt, wovon sie sprechen? Heute sprechen wir darüber, was die Wall Street von einer Aktie hält …

Das ging aber schnell. Vor noch weniger als vier Monaten empfahl Morgan Stanley seinen Investoren, die Aktie des Elektroautobauers Tesla (WKN:A1CX3T) zu kaufen. Die Analysten sagten voraus, dass die Aktie von weniger als 240 US-Dollar auf mehr als 300 US-Dollar steigen würde. Tesla hat bisher mehr als die vorhergesagten 25 % geschafft. Die Aktie konnte in der letzten Woche sogar 325 US-Dollar erreichen.

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Aber jetzt sagt Morgan Stanley, dass es mit den Kursgewinnen bei Tesla schon wieder vorbei wäre.

Dieser überraschende Sinneswandel ereignete sich Montagmorgen. Die Analysten verkündeten, sie würden die Tesla-Aktie herabstufen. Hier sind fünf Dinge, die man dazu wissen sollte.

Mit dem Model 3 läuft es gerade wunderbar, aber reicht das, um die Aktie zu retten? Bildquelle: Tesla.

1. Mission erfüllt

Zuerst einmal behauptet Morgan Stanley nicht, dass mit Tesla etwas nicht stimmen würde. Der Analyst sagte im Januar, dass die Aktie 305 US-Dollar wert wäre. Und er findet das immer noch. Im StreetInsider wurde aber erklärt, dass die Aktie von Übergewichten auf Halten eingestuft wurde. Gleichzeitig bleibt Morgan Stanley beim Kursziel, es liegt immer noch bei 305 US-Dollar pro Aktie.

2. Was bei Tesla gerade gut läuft

Die andere Sache, bei der Morgan Stanley Recht hatte, waren die positiven Auswirkungen des Model 3 auf die Gewinne und das Kursziel. Diese Vorhersage scheint immer mehr der Wahrheit zu entsprechen.

Vor einigen Wochen informierte Tesla seine Investoren, welche Fortschritte man mit dem Model 3 machen würde und versicherte, dass die Entwicklung fast abgeschlossen wäre, um pünktlich im Juli mit der Produktion zu beginnen. Tesla erwartet, „irgendwann 2017 5.000 Fahrzeuge pro Woche herstellen zu können, und irgendwann im Jahr 2018 10.000 Fahrzeuge pro Woche“. Aufgrund dessen stufte das Konkurrenzunternehmen von Morgan Stanley, ISI Evercore, die Aktie nach oben.

3. Was für Tesla gerade gut läuft … und bald schiefgehen könnte

Wir haben vor Kurzem auch erfahren, dass sich in China die Verkäufe von Tesla auf mehr als eine Milliarde US-Dollar verdreifacht haben. Damit ist nun China der weltweit größte Markt für Tesla. Das klingt nach guten Nachrichten, könnte aber eine schlechte Nachricht sein. Morgan Stanley schrieb, dass China langfristig kein guter Markt für Tesla sein werde.

4. Was noch nicht gut läuft … und auch nicht gut laufen wird

Gleichzeitig wiederholte Morgan Stanley die Befürchtung, die mein Foolisher Kollege Travis Hoium bereits im Januar äußerte. Er sagte, dass die Übernahme von SolarCity ein teurer Fehler gewesen wäre und dass Tesla den Solarbereich vielleicht gleich aufgeben müsse, nachdem bereits der Vertrieb eingestellt wurde.

Ob Tesla das Solargeschäft jetzt hinter sich lassen wird oder nicht, ist egal. Morgan Stanley warnt, dass das Geschäft mit der Solarenergie oder den Solarbatterien, ganz zu schweigen von den elektrischen LKWs, groß genug wäre, um den Gewinn von Tesla entscheidend nach oben zu drücken.

5. Konkurrenz

Schließlich sollte man nicht vergessen, dass zu dem Zeitpunkt vor vier Monaten, als Morgan Stanley den Kauf der Aktie empfahl, dass Unternehmen auch davon überzeugt war, dass die Bemühungen von Alphabet (WKN:A14Y6H) und Apple (WKN:865985) im Bereich selbstfahrende Autos keine Bedrohung für Tesla darstellen würden. Morgan Stanley glaubte, dass sich Alphabet und Apple wieder zurückziehen und darauf konzentrieren würden, nur die Software für andere herzustellen.

Jetzt ist sich Morgan da nicht mehr so sicher.

Laut StreetInsider.com glaubt der Analyst langsam, dass die größeren und reicheren Mitbewerber (damit könnten nicht nur Apple und Alphabet, sondern auch Amazon gemeint sein) Strategien veröffentlichen werden, die den Markt für Transport und Mobilität direkt ansprechen könnten. In anderen Worten, vor vier Monaten mochte Morgan Stanley die Aktie von Tesla noch, weil sie das Risiko der Konkurrenz nicht sahen. Jetzt sehen sie etwas, dass sie zu der Annahme verleitet hat, dass die Konkurrenz wachsen könnte.

Das Wichtigste: Wo Rauch ist, da ist auch Feuer

Die Analysten von Morgan Stanley lassen sich aber nicht dazu herab, uns genau zu sagen, warum sie jetzt auf einmal glauben, dass es von Alphabet, Apple und Amazon eine große Bedrohung gäbe. Etwas Konkretes wäre hier wünschenswert gewesen.

Die Analysten, die etwas optimistischer in Bezug auf Tesla waren, erwarteten, dass das Unternehmen im Jahr 2019 endlich profitabel werde. Das könnte aber nicht mehr länger der Fall sein. Laut einer Umfrage unter den Analysten von S&P Global Market Intelligence erwartet der Konsens jetzt, dass Tesla im Jahr 2019 0,73 US-Dollar Aktien verlieren wird und erst 2020 profitabel sein wird.

Morgan Stanley sagt aber auch, dass Tesla die Kurve kriegen und Ende 2019 einen kleinen Gewinn erwirtschaften könnte. Andererseits erhöht Morgan die Schätzung, dass Tesla dieses Jahr 35 % mehr Geld verbrennen werde als erwartet. Darüber hinaus erwartet Morgan, dass Tesla 3,1 Milliarden US-Dollar an negativen Cashflow erzeugen wird. Wenn das Unternehmen nicht noch weitere Aktien auf den Markt wirft, könnte bis zum Jahresende nur noch weniger als eine Milliarde US-Dollar in der Kriegskasse von Tesla übrig sein.

Da sollte man schon aufpassen.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A), Alphabet (C), Amazon, Apple und Tesla.

Dieser Artikel wurde von Rich Smith auf Englisch verfasst und am 15.05.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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