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Was treibt Amazon im Offline-Lebensmittelgeschäft?

Bildquelle: Amazon.

In einem Artikel der New York Times über Amazon (WKN:906866) stand, dass der Gigant plant, auch in den stationären Handel einzusteigen. Und das ist schon interessant. Die Idee klingt absurd und geradezu rückwärtsgewandt für einen Online-Player, der sich bislang mit Drohnen und selbstfahrenden Trucks beschäftigt hat. Allerdings könnte sich dieser Schritt als einfallsreich herausstellen.

Warum Offline-Handel sich als schlau für Amazon herausstellen könnte

Amazon ist Berichten zufolge drauf und dran, die letzten Hürden zu beseitigen, damit man einen Laden ohne Kassen eröffnen kann. Das ganze soll Amazon Go heißen. Die Konten der Kunden werden automatisch belastet, sobald sie den Laden verlassen. Kein Schlangestehen mehr.

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Das ist ein großer Schritt in die Welt des stationären Handels. Es ist nicht dumm, wenn man Menschen auf diese Weise Produkte verkaufen will. Denn nur 23 % der Haushalte in den USA haben im vergangenen Jahr Lebensmittel online bestellt. Dieser Kanal trug 2016 auch nur 4,3 % zum gesamten Umsatz im Lebensmittelhandel bei. Eine Schätzung besagt, dass Online-Absätze selbst bis zum Jahr 2025 nur 20 % der gesamten Lebensmittelverkäufe betragen sollen. Amazon setzt also aufs richtige Pferd, wenn sie Verkaufsläden eröffnen (Amazon Go) und außerdem damit das Vertriebsnetzwerk aufbauen, das AmazonFresh zugute kommt. AmazonFresh bedeutet, dass Kunden ihre Ware online bestellen und dann persönlich abholen können.

AmazonFresh wird gerade in Seattle getestet, wo Kunden Lebensmittel bestellen und dann eine Uhrzeit zur Abholung vereinbaren. Das kann schon 15 Minuten darauf sein. Der Kunde fährt zur Abholstation, wo man ihm die Ware in den Kofferraum lädt. Damit hat Amazon eine hyperlokale Präsenz, womit man einen dicken Fuß in der Tür des Lebensmittelmarkts hat.

Aber die Konkurrenz wird heftig werden

Amazon bewegt sich damit aber in einen Markt, der von riesigen Playern beherrscht wird. Citi Research geht davon aus, dass Wal Mart (WKN:860853) eines der Unternehmen ist, das vom Online-Lebensmittelhandel am meisten profitieren wird.

Wal-Mart hat einen guten Vorsprung im Online-Lebensmittelhandel. Derzeit wird das Click-and-Collect-Modell (online bestellen, persönlich im Laden abholen) in 600 Stationen in über 100 Märkten in den USA angeboten. Noch wichtiger dabei: Citi Research zeigt, dass Wal-Mart günstiger ist als AmazonFresh.

Allerdings müssen Anleger verstehen, dass Amazon gar nicht der führende Anbieter im Online-Lebensmittelhandel sein muss. Amazon wird sich über ein paar Dollar dazu freuen, selbst wenn man nur einen kleinen Teil des Markts vereinnahmt. Dessen Wert soll bis 2025 bei etwa 100 Milliarden Dollar liegen. Wenn man dann noch den kleineren Playern Marktanteile abzieht – etwa den Bio-Anbieter, wo höhere Preise vom Kunden akzeptiert werden –, dann ist das ein guter Plan.

Offline könnte sich also als guter Boden für den Online-Riesen herausstellen. Bis zum Jahr 2025 wird erwartet, dass Bio-Läden weltweit 16,6 % Zuwachs bekommen, das wären 456 Milliarden Dollar. Selbst wenn nur ein Fünftel dieser Verkäufe online stattfinden sollten, wäre das nach wie vor ein großer Markt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.

Dieser Artikel von Harsh Chauhan erschien am 20.4.2107 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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