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Apple verliert mit dem iPhone in China an Boden

Die rote Special Edition des iPhone 7. Bildquelle: Apple.

Die Umsätze von Apple (WKN:865985) in China brachen im letzten Jahren massiv ein. Das Unternehmen verlor 23 %, wodurch der Marktanteil auf einen einstelligen Wert zurückfiel (laut Daten von IDC). Die letzten Umsatzdaten aus dem Königreich der Mitte deuten an, dass die lokalen Smartphone-Unternehmen weiterhin Marktanteile von Apple gewinnen konnten.

Apple und die Sackgasse in China

Das Marktforschungsunternehmen Canalys schätzt, dass die chinesischen Smartphone-Umsätze im ersten Quartal 2017 um 9 % steigen konnten. Aber ein Großteil dieser Gewinne verteilte sich auf nur drei Unternehmen. Wie sich herausstellt, übernahmen Huawei, OPPO und Vivo die Führung und machten etwa 50 % der Umsätze aus. Zusammen nahmen sie einen Marktanteil von 42 % im Vorjahreszeitraum ein.

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Bildquelle: Apple

Apple liegt im chinesischen Smartphone-Markt auf Platz 4. Canalys veröffentlichte aber nicht die exakten Umsatzzahlen. Apple sollte aber mehr als Xiaomi mit neun Millionen verkauften Einheiten abgesetzt haben. Die Umsätze von Apple könnten auf Platz 4 knapp hinter dem drittplatzierten Vivo mit 17 Millionen verkauften Einheiten liegen. Vivo hatte einen Marktanteil von 15 %.

Das liegt daran, da der chinesische Marktanteil des iPhone-Herstellers Ende 2016 nur bei 9,6 % laut der Marktforschung von IDC lag. Darüber hinaus steht Apple vor einem erhöhten Wettbewerb von den drei chinesischen Unternehmen. Die wachsende Dominanz von Huawei, OPPO und Vivo drückte auch die globale Performance im ersten Quartal von Apple nach unten.

Das Unternehmen konnte 51,6 Millionen iPhones im letzten Quartal absetzen, was einem globalen Marktanteil von 14,9 % entspricht. Apple konnte im Vorjahreszeitraum 51,2 Millionen Einheiten verkaufen, als der Marktanteil 15,4 % betrug. Das sind keine gute Nachrichten für die Apple-Investoren. Die Gesamtauslieferungen bei den Smartphones stiegen um 4,3 % im Jahresvergleich, aber die Top 3 in China konnten damit einen größeren Marktanteil erreichen, da ihre gemeinsamen Umsätze um fast 25 % stiegen.

Die wachsende Dominanz der drei Unternehmen in China, dem weltgrößten Smartphone-Markt, mit einem Drittel der Gesamtverkäufe zeigt sich inzwischen auch auf globaler Ebene.

Kann Apple das Steuer herumreißen?

Die Forschungsunternehmen UBS und Gartner schätzen, dass die iPhone-Umsätze in China dieses Jahr noch einmal zweistellig fallen werden, obwohl das Unternehmen bestimmte Maßnahmen angekündigt hat, um das Steuer hier herumzureißen. Das Unternehmen verkündete vor kurzem, man plane zwei neue Forschungs- und Entwicklungsanlagen dort zu eröffnen zusätzlich zu den beiden bereits geplanten Zentren.

Apple hat 500 Millionen US-Dollar für Forschungs- und Entwicklungsausgaben in China beiseite gelegt. Aber Cupertino muss auch verstehen, dass Innovation nicht das Problem ist. Laut dem Forschungsmanager von IDC Anthony Scarsella ist das Problem ein anderes.

“Die Unternehmen haben eine Premium-Designsprache implementiert, bei der die Unterschiede zwischen dem High-End und dem Low-End verschwimmen. Damit kann der Durchschnittskunde ohne größere Investitionen eine ähnliche Leistung bei einer anderen Marke bekommen.”

Die chinesischen Unternehmen haben sehr viel Geld ausgegeben, um über die Werbung zu demonstrieren, dass ihre Smartphones bei geringeren Kosten mit den besten konkurrieren können. Sie haben auch aggressiv versucht, größere Aufmerksamkeit von den Kunden zu bekommen, indem Läden eröffnet und der Kundendienst verbessert wurde.

Vor einem Jahr hatte Huawei noch 35.000 Geschäfte. Das Unternehmen entschied sich aber dazu, 15.000 weitere Geschäfte zu eröffnen, um die Smartphone-Umsätze zu erhöhen. 11.000 der Huawei-Stores befanden sich im Juni letzten Jahres auf dem chinesischen Festland, während Apple dort nur 40 hatte. Die Smartphones von OPPO werden dagegen im 200.000 Geschäften in China verkauft.

Xiaomi versucht auch in den Offline-Einzelhandel einzusteigen und plant 1000 neue Läden in den nächsten drei Jahren zu öffnen. Die Daten von Counterpoint Research deuten an, dass 40 % der Smartphone-Umsätze in China über Offline-Geschäfte vonstattengehen. Daher ist es keine Überraschung, dass diese Unternehmen ihre Einzelhandelspräsenz dort drastisch erhöhen, um sich mehr Marktanteile zu sichern.

Andererseits möchte Apple sein Ökosystem nicht mit anderen Läden teilen. Das beschränkt die Möglichkeiten, ein größeres Publikum zu erreichen. Daher braucht der iPhone-Hersteller eine andere Verkaufsstrategie in China. Apple könnte es in Betracht ziehen, seine Einzelhandelspräsenz rapide zu erhöhen, indem viel Geld ausgegeben wird. Man könnte auch den Händlern vor Ort anbieten, das iPhone gegen eine bestimmte Gebühr dort zu bewerben und zu verkaufen. So könnte man in mehr Läden in kürzerer Zeit Einzug halten. Es wäre aber nicht überraschend, wenn Apple das nicht tut und weiterhin Boden in China verliert.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool hält und empfiehlt Alphabet (A-Aktien) und Alphabet (C-Aktien).

Dieser Artikel wurde von Harsh Chauhan  auf Englisch verfasst und am 11.5.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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