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Warum die Aktien von American Airlines, Delta Air Lines und United Continental im Mai steigen

Quelle: Pixabay Nutzer skeeze

Die Aktien der drei großen US-Fluglinien American Airlines (WKN:A1W97M), Delta Air Lines (WKN:A0MQV8) und United Continental (WKN:A1C6TV) sind allesamt in der zweiten Jahreshälfte 2016 gestiegen. 2017 haben sie es anfangs langsamer angehen lassen, und die Anleger mussten ihre Erwartungen auf steigende Profite erst einmal zügeln.

Allerdings konnten alle drei diesen Monat wieder zulegen. Die Aktien von American Airlines und United Continental sind im Mai jeweils 12 % gestiegen, während Delta Air Lines mit einem Zuwachs von 9 % knapp dahinter liegt.

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AA, Delta und United im Mai. Daten von YCharts

Die Triebfeder dahinter war gestiegene Nachfrage. Allerdings wirken sich auch die niedrigeren Treibstoffpreise positiv aus.

Delta wächst trotz Unwettern

Delta Air Lines hatte ein schlimmes Erlebnis im April, als eine ganze Reihe von Unwettern in Atlanta dafür sorgte, dass Tausende Flüge gecancelt werden mussten. Es dauerte Tage, bis die Airline wieder wie gewohnt die Flüge bedienen konnte, was natürlich zu verlorenem Umsatz führte.

Bei der Konferenz im vergangenen Monat sagte Vorstandsvorsitzender Glen Hauenstein, dass die Unwetter 2 oder 3 Prozentpunkte des Umsatz pro Einheit abziehen würden. Er sagte aber auch, dass „der April trotzdem vielleicht noch positiv“ sein wird, trotz der Schäden.

In der letzten Woche dann hieß es, dass im April der Passagier-Umsatz pro Sitz und Meile (PRASM) um einen Prozent gestiegen sei. Damit hat man also nach wie vor die Chance, die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, die bei 1 – 3 Prozent Wachstum im Bereich PRASM liegen.

Solide Monate bei American und United

Anfang der Woche konnten auch AA und United Continental gute Zahlen vorlegen. Vor weniger als zwei Wochen hat American noch die ersten Erwartungen für das Q2 vorgelegt, die davon ausgingen, dass der Umsatz pro verfügbarem Sitz und Meile (RASM) im Vergleich zum Vorjahr 3 – 5 % steigen könnte.

Anfang dieser Woche wurden diese Zahlen korrigiert. AA geht jetzt von einem Zuwachs bei RASM in diesem Quartal von 3,5 bis 5,5 % aus. Man erwarte nun eine vorsteuerliche Marge von 12 bis 14 % für das Q2 (ursprünglich waren es 11 bis 13 %).

United hat seine Erwartungen für PRASM nicht korrigiert, man bleibt bei Erwartungen von einem Zuwachs von 11 bis 13 % für das Q2. Allerdings konnte man einen Anstieg von 7,4 % im Bereich Kundenverkehr im Monat April berichten. Die Kapazität wurde im vergangenen Monat 4 % erhöht, und die Auslastung stieg 2,6 %.

Der große Kundenzuwachs suggeriert, dass man United doch den PR-Gau des letzten Monats nachsieht. Allerdings sollte man im Hinterkopf haben, dass die meisten Tickets für Flüge im April schon lange davor gekauft wurden.

Auch die Ölpreise sinken

Die jüngste Rally kann also vor allem mit erhöhter Nachfrage erklärt werden. Primär jedenfalls. Allerdings profitieren sie auch von gesunkenen Treibstoffpreisen. Mitte April kostete eine Gallone Kerosin noch 1,57 Dollar. Anfang Mai waren es nur noch 1,41 Dollar – seitdem sind die Preise weiter gesunken.

American Airlines, Delta Air Lines und United Continental verbrauchen je etwa 4 Milliarden Gallonen Treibstoff pro Jahr. Wenn also die Preise auch nur um 16 Cent pro Gallone fallen, dann kann das die jährlichen Profite um Hunderte Millionen Dollar steigern (so lange alle andere Faktoren gleich bleiben). So sind auch die niedrigeren Treibstoffkosten für die voraussichtlich verbesserten Margen von AA für das Q2 verantwortlich.

Ölpreise sind natürlich stark volatil, darum ist es gut möglich, dass sie bald wieder anziehen. Sollten sie aber den Rest des Jahres unten bleiben, könnten die Airlines ihre Rekordjahre 2015 und 2016 noch einmal mit tollen Profiten im Jahr 2017 verbessern.

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The Motley Fool hält keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel von Adam Levine-Weinberg erschien am 10.5.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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