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Vestas verfünffacht den Gewinn nahezu! Können Nordex-Aktionäre jetzt auf bessere Zeiten hoffen?

(c) Foto: Jan Oelker / Nordex, 2012, [email protected]

Vestas Wind Systems (WKN:913769) hat gerade die Zahlen für das abgelaufene Quartal präsentiert. Diese sehen deutlich besser aus, als erwartet. Daher ist der Aktienkurs kräftig gestiegen. Doch hier soll es nicht nur um Vestas gehen, sondern auch um Nordex (WKN:A0D655).

Wieso Nordex? Vestas ist der größte Hersteller von Windkraftanlagen der Welt. Es könnte sich daher lohnen, die Zahlen genauer anzusehen, um mögliche Schlüsse für Konkurrent Nordex ziehen zu können.

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Deutlich gestiegener Umsatz und Gewinn

Im ersten Quartal ist der Umsatz bei Vestas um 29 % gestiegen. Gleichzeitig ist der Gewinn vor Steuern von 46 auf 214 Millionen Euro gestiegen. Insgesamt also eine ziemlich beeindruckende Entwicklung. Kann man nun daraus schließen, dass der Markt für Windkraftanlagen im ersten Quartal einen enormen Boom erlebt hat?

Wahrscheinlich nicht. Es gibt in den Zahlen mehrere Faktoren, die dagegen sprechen, sofort in Euphorie auszubrechen.

Beispielsweise geht Vestas nach wie vor von einem leicht fallenden Umsatz im Gesamtjahr aus. Dass der Ausblick trotz der zweifellos sagenhaften Zahlen nicht angehoben wurde, spricht dafür, dass der Anstieg nicht unerwartet kam, sondern eher zufällig durch den Zeitpunkt bestimmter Auslieferungen zustande gekommen ist. So ist insbesondere die Zahl der Auslieferungen in Großbritannien stark gestiegen. Diese sind aber wahrscheinlich eher zufällig in dieses Quartal gerutscht, so dass sich der Effekt über das gesamte Jahr wieder ausgleichen wird.

Der für Nordex-Aktionäre vielleicht noch interessantere Aspekt betrifft die Bestellungen. Das Volumen der neuen Bestellungen, die im vergangenen Quartal eingegangen sind, ist um 10 % gefallen. Doch der gesamte Wert aller noch nicht erfüllten Bestellungen ist gegenüber dem Vorjahr um etwa 5 % gestiegen. Das betrifft nicht nur die Bestellungen der Windanlagen selbst, sondern auch die der begleitenden Dienstleistungen. Der Wert der Bestellungen in diesem Bereich ist sogar um 17 % gestiegen.

Vestas Zahlen bestätigen Nordex-Prognose

Insgesamt scheint es so, als würden die Zahlen die Prognosen des Nordex-Managements noch einmal bestätigen. Das laufende Jahr wird voraussichtlich ein leichter Rückgang gegenüber dem letzten Geschäftsjahr werden. Umsatz und Gewinn werden nach aktueller Prognose leicht fallen.

Doch der langfristige Aufwärtstrend scheint noch immer intakt zu sein. Insbesondere der Wert der Service-Orders steigt stetig weiter und hilft beiden Unternehmen dabei die Gewinnmarge zu steigern und gleichzeitig die Schwankungen in den Gewinnzahlen auszugleichen. Denn die Service-Leistungen werden einigermaßen kontinuierlich über die Jahre abgerufen und abgebucht. Dagegen ist der Kauf und die damit verbundene Verbuchung des Umsatzes, wenn es um die Windkraftanlagen selbst geht, an einen konkreten Zeitpunkt gebunden.

Vestas Gewinn nur ein Ausreißer in einem Aufwärtstrend

Zusammengefasst ist der außergewöhnliche Gewinnsprung im ersten Quartal wohl nur ein Ausreißer, aus einem Trend, der langsam nach oben zeigt. Aufgrund der Auslieferung einer großen Zahl an Windturbinen ist der Umsatz stark gestiegen, was den Gewinn in die Höhe trieb. Der unveränderte Ausblick für das gesamte Jahr untermauert jedoch die Vermutung, dass es sich hier nicht um einen dauerhaften oder sogar industrieweiten Trend handelt, von dem auch Nordex profitieren könnte.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nordex.

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