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Die Umsätze von Ford fallen weiter, während das Unternehmen versucht, die Gewinne zu bewahren

Foto: Ford

Ford Motor Company (WKN:502391) sagte, dass die Umsätze in den USA im April verglichen mit dem Vorjahr um 7,2 % gefallen waren. Ein moderater Anstieg bei den SUV- Umsätzen reichte nicht aus, um einen bedeutenden Rückgang wieder auszugleichen.

Die nackten Zahlen

Kennzahl

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April 2017

Veränderung im Jahresvergleich

Einzelhandelsumsatz

140.762

(10,5 %)

Unternehmensumsätze

73.933

0 %

Umsätze der Marke Ford

205.004

(7,5 %)

Pickups

70.657

(0,2 %)

Umsätze der Marke Lincoln

9.691

(0,9 %)

Gesamtumsatz

214.695

(7,2 %)

Datenquelle: Ford Motor Company.

Die neuen Pickups von Ford ziehen die Margen in einem schwierigen Markt nach oben. Bildquelle: Ford Motor Company.

Wie Ford in einem schwierigen Markt auftritt

Es ist keine Überraschung, dass die Umsätze von Ford im April zurückgegangen sind. Die Analysten bei Edmunds hatten für den US-Markt mit einem Rückgang von 4 % verglichen mit dem Vorjahr gerechnet. Das liegt in etwa auf einer Linie mit anderen Schätzungen. Es gibt aber Anzeichen, die stark darauf hinweisen, dass der Markt schon über sein zyklisches Hoch hinaus ist. Wenn alle Ergebnisse offengelegt werden, dann könnten die Umsätze für Neuwägen im April hinter diesen Schätzungen zurückbleiben.

Ford war aber nicht das einzige Unternehmen, das einen Rückgang im Jahresvergleich zu verbuchen hatte. Zwar hatten nicht alle Autobauer ihre Ergebnisse rechtzeitig gemeldet, doch bei jenen, die rechtzeitig gemeldet hatten, war kein Wachstum auszumachen.

Autobauer

April 2017 vs. April 2016

General Motors (WKN:A1C9CM)

(5,8 %)

Fiat Chrysler Automobiles (WKN:A12CBU)

(7 %)

Toyota

(4,4 %)

Nissan

(1,5 %)

Datenquelle: Verkaufszahlen der Autobauer.

An diesem Punkt im Zyklus sollten wir erwarten, dass die Resultate von Monat zu Monat stark schwanken werden. Die Anreizprogramme werden steigen und gleichzeitig werden auch die Inventarbestände steigen, da die Autobauer nach Mitteln und Wegen suchen, um Wachstum in einem Markt zu finden, in dem es weniger Käufer gibt. Wenn das passiert, dann werden einige Autobauer aggressiv werben, um Verkäufe auf Kosten jener Autobauer zu gewinnen, die lieber profitabler bleiben und weniger Anreize bieten.

Das passiert gerade jetzt und Ford hat sich für letzteres entschieden. Das Unternehmen war bisher mit Anreizen sehr vorsichtig gewesen und die Preise sind im April auch relativ stark geblieben. Der durchschnittliche Transaktionspreis ohne Anreize stieg, laut J. D. Power Data, im letzten Monat um etwa 1.900 US-Dollar, während der industrieweite Anstieg nur etwa 210 US-Dollar betrug.

Für die Aktionäre von Ford ist das gut. Wir sehen es nämlich gerne, dass das Unternehmen die Gewinne über die Verkaufszahlen stellt. Der Haken bei der Sache ist nur, dass Fords Umsätze mehr einbrachen als die der meisten Rivalen, da sich die Käufer natürlich die günstigsten Deals aussuchen. Doch entscheiden sich immer mehr dieser Käufern für die SUVs von Ford und anderer Unternehmen, was natürlich den Preisen und den Gewinnen der ganzen Industrie zugute kommt.

„Da die Neuwagenverkäufe auf dem absteigenden Ast scheinen, sehen viele Hersteller höhere Einzelhandelstransaktionspreise, wobei der Industriedurchschnitt bei den Neuwagenpreisen im letzten Monat um fast 2 % gestiegen ist“, sagte Tim Fleming, Analyst für Kelley Blue Book und fuhr fort: „Diese Erhöhungen scheinen größtenteils daher zu stammen, dass SUVs bei den Kunden gerade sehr beliebt sind.“

Was funktioniert und was nicht funktioniert

Einfach gesprochen: Diese Verkaufstrends folgen den industrieweiten Trends:

  • Die Umsätze von SUVs und Luxusfahrzeugen wachsen weiter;
  • Die Pickup-Umsätze bleiben stark, aber auf einem relativ hohen Plateau;
  • Die Limousinen-Umsätze brechen ein.

Die durchschnittlichen Transaktionspreise von Ford sind deshalb gestiegen, weil der Produktmix jetzt etwas profitabler gestaltet ist als vor einem Jahr. SUVs und Lincolns sind nämlich profitabler als die Limousinen von Ford. Die SUV-Umsätze sind im April im Jahresvergleich um 2,8 % gestiegen. Dabei verzeichneten der Escape, der Edge und der Expedition Wachstum.

Die Umsätze der Lincolns fielen um etwa 1 %, die Umsätze von Lincolns Limousinen stiegen dagegen um 32 %, da es laut den Bossen von Ford eine starke Nachfrage nach dem großen Continental gab, der letzten Herbst auf den Markt gekommen war.

Der neue 2017er Lincoln Continental verkauft sich besser als der Vorgänger, der MKS. Bildquelle: Ford Motor Company.

Die Umsätze der F-Series-LKWs blieben in etwa gleich, hielten sich aber auf einem sehr hohen Niveau von über 70.000 Stück. Wenn man sich den Jahresvergleich ansieht, gibt es auch gute Trends. Die komplett neuen Super Duty Pickups verkaufen sich sehr gut, besonders die profitabelsten Produktlinien. Der durchschnittliche Verkaufspreis der Super Dutys erhöhte sich im April im Jahresvergleich um unglaubliche 8.400 US-Dollar auf 58.200 US-Dollar.

Der F-150, der im Jahr 2015 neu auf den Markt gekommen war, hatte im April einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 41.950 US-Dollar, das etwa 1.600 US-Dollar mehr als vor einem Jahr ist. Die großen Pickups von Ford verkauften sich besser als die der Rivalen Fiat Chrysler Automobiles und General Motors, da sich FCA und GM einen erbitterten Kampf um den zweiten Platz liefern.

Bei den konventionellen Automodellen hat Ford aber so seine Probleme. Die Umsätze fielen im April um 24 %. Das Unternehmen reduzierte seine Anreize für den Fokus und den Fusion, die beide in sehr preissensiblen Märkten angeboten werden.

Was das für die Investoren bedeutet

Die Führung von Ford ist weiterhin stark, aber die Position des Unternehmens schwächt sich immer weiter ab, je weiter der Zyklus fortschreitet. Das blaue Oval setzt die Gewinne über die Absatzzahlen, was aus Sicht der Aktionäre auch der richtige Ansatz ist. Wenn die Umsätze aber weiterhin fallen, dann werden die Gewinne nachfolgen.

Der Trend hin zu SUVs und Pickups sollte die guten Gewinnmargen noch für eine Zeit aufrechterhalten. Die Gewinne fielen im ersten Quartal bei erhöhten Kosten, aber der Autobauer erwartet, dass die Gewinne für den Rest des Jahres 2017 in etwa den letzten drei Quartalen 2016 sprechen sollen, das ein sehr starkes Jahr war.

Der Gewinn wird sehr von den guten Ergebnissen in Nordamerika, besonders in den USA abhängen. Zu diesem Zeitpunkt deutet alles darauf hin, dass Ford seinen Ausblick erfüllen wird.

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 The Motley Fool besitzt und empfiehlt Ford.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 02.05.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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