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Tesla hat das Problem mit den Ladestationen noch nicht gelöst

Bildquelle: Pixabay, Blomst

Tesla (WKN:A1CX3T) steht vor einem großen Problem: die langen Wartezeiten an den Ladestationen, wenn alle in den Urlaub fahren. Die Verfügbarkeit des großen Netzwerks aus Ladestationen ist ein wichtiger Verkaufspunkt für Tesla. Daher muss das Unternehmen sicherstellen, dass die Ladestationen dann zur Verfügung stehen, wenn sie am meisten gebraucht werden.

In den letzten sechs Monaten begann Tesla dieses Problem mit einigen Veränderungen anzugehen. Letzte Woche verkündete Tesla seine Pläne, die Zahl der Ladestationen im Jahr 2017 zu verdoppelt. Da aber immer schneller immer mehr Teslas auf der Straße sein werden, wird das das Problem nicht lange eindämmen.

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Das Ausmaß des Problems

Um eines einmal klarzustellen: es gibt meistens genug Platz an den Ladestationen. Bei einigen betragen die Wartezeiten jedoch länger als bei anderen. In den Spitzenzeiten wie etwa während der Feiertagswochenenden, wenn viele Leute lange Ausflüge unternehmen, werden die Wartezeiten unerträglich.

Zum Beispiel musste man am zweiten Weihnachtsfeiertag in Kalifornien zwei Stunden auf seine Aufladung warten. Das war ein außergewöhnlich schlechter Vorfall, doch gab es in den letzten Jahren sehr häufig Berichte von langen Wartezeiten.

Selbst Elon Musk erkannte, dass es sich dabei um ein wirkliches Problem handelt. Anfang des Jahres ernannte er die Kapazität der Ladestationen zu einer Top-Priorität.

Tesla verkauft immer mehr Fahrzeuge, daher entsteht das Problem von langen Ladezeiten bei den Ladestation. Bildquelle: Tesla.

Tesla setzt Veränderungen um

Ende 2016 verkündete Tesla zwei wichtige Veränderungen, mit denen das Problem behoben werden soll. Zuerst einmal dürfen Fahrzeuge, die nach dem 15. Januar bestellt oder nach dem 15. April ausgeliefert werden, keine kostenlosen Aufladungen mehr durchführen. Stattdessen gibt es bei den Neuwägen 400 Kilowattstunden kostenlos dazu, was etwa 1.000 Meilen entspricht. Zudem wird eine nominale Gebühr für Nutzer eingeführt, die diesen Wert überschreiten.

Zum Zweiten hat Tesla eine weitere Gebühr eingeführt, wenn die Fahrzeuge nach der Aufladung länger als fünf Minuten an den Ladestationen parken, und beträgt 0,40 US-Dollar pro Minute.

Diese zwei Neuerungen sollen einen Missbrauch der Ladestationen verhindern. Die erste sorgt dafür, dass die Tesla-Besitzer die Supercharger nicht dafür benutzen, um ein paar Dollar bei der Aufladung zu Hause zu sparen. Der zweite Punkt bestraft diejenigen, die Zeit damit verschwenden, dass sie ihre Autos nicht sofort nach der Aufladung wegfahren.

Das Unternehmen hat auch ein „Live-Status-Feature“ herausgebracht, mit dem man herauszufinden kann, wie viel gerade an einer Ladestation los ist. Das wird es den Fahrers erlauben, Wartezeiten zu vermeiden.

Tesla geht gegen den Missbrauch der Ladestationen vor. Bildquelle: Tesla.

Der Ausbau des Netzwerks

Seit Anfang 2017 hat Tesla weitere Verbesserungen versprochen, um die Wartezeiten bei den Ladestationen zu verringern. Laut der letzten Verkündung gab es Anfang des Jahres mehr als 5.000 Ladestationen und Tesla möchte diese bis zum Jahresende auf 10.000 ausweiten.

Das Unternehmen plant nicht nur, die bestehenden Ladestationen weiter auszubauen, sondern weitere Ladestationen an den meist befahrenen Strecken zu bauen. Zusätzlich sollen einige Ladestationen in Stadtzentren gebaut werden, damit auch die Kunden, die zu Hause nicht aufladen können, versorgt sind.

Allein in Kalifornien, wo die Zahl der Tesla-Besitzer am höchsten ist, plant das Unternehmen noch dieses Jahr weitere tausend Ladestation zu bauen. Kurzfristig sollte das helfen, einige Überlastungen zu vermeiden.

Die Technologie ist die einzig wirkliche Lösung

Das Problem des Expansionsplans der Ladestationen besteht aber darin, dass die Zahl der Teslas in den nächsten Jahren exponentiell wachsen wird – zumindest wenn Tesla es schafft, seine ambitionierten Produktionsziele beim Model 3 einzuhalten.

Basierend auf der geplanten Produktionserhöhung auf eine Million Fahrzeuge bis zum Jahr 2020, könnte es in fünf Jahren schon vier Millionen Teslas auf den Straßen geben. Aktuell sind es etwas mehr als 200.000. Die Supercharger-Ladestationen mit dieser Geschwindigkeit bauen zu müssen wäre – ganz zu schweigen von dem logistischen Albtraum – extrem teuer. An einigen Orten, an denen die Wartezeiten lang sind, könnte es auch schwer werden, genug Land zu kaufen, um entsprechend große Ladestationen überhaupt erst zu installieren.

Eine potenzielle Lösung könnte schnellere Aufladung sein. Tesla behauptet, eine Ladestation schaffe eine Kapazität von 170 Meilen in nur 30 Minuten. Elon Musk und andere der Führungsriege von Tesla haben angedeutet, dass man die Ladezeit auf 5-10 Minuten reduzieren könnte.

Es gibt aber einige bedeutende technische Hürden, um die Ladezeiten so drastisch zu senken. Aber sollte das Tesla gelingen, dann wäre es eine Riesensache. Schnellere Ladezeiten würden die Benutzung deutlich angenehmer machen. Zusätzlich könnte Tesla die Spitzenkapazität auch mit weniger Ladestationen abdecken.

Wenn Tesla die Ladezeiten schnell senken und gleichzeitig in den nächsten fünf Jahren genug neue bauen kann, dann kann das Unternehmen mit dem erwarteten Wachstum auch mithalten. Doch wenn wir uns die aggressiven Produktionsziele des Model 3 ansehen, dann ist klar, dass Tesla das schnell umsetzen muss. Das Unternehmen riskiert sonst, Hunderttausende von Kunden mit den Wartezeiten zu frustrieren.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von Adam Levine-Weinberg auf Englisch verfasst und am 29.04.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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