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Alitalias Probleme darf die Lufthansa ausbaden

Foto: Pixabay

Nun haben wir ihn wieder, den Beweis, dass Luftfahrtgesellschaften immer noch ein formidables Grab für Anlegerkapital sind. Börsennotiert war die italienische Fluglinie Alitalia zwar schon seit ihrem Sinkflug in den 1990ern nicht mehr, aber das hat andere Kapitalgeber, allen voran Etihad aus Abu Dhabi, nicht davon abgehalten frisches Kapital bereitzustellen.

Ihr Alitalia-Engagement könnte nun noch kurzfristig vom italienischen Staat gerettet werden, aber ausbaden dürfen eine solche Politik die restlichen europäischen Fluglinien. Anlegern der Lufthansa (WKN:823212), Air France-KLM (WKN:855111), oder der IAG (WKN:A1H6AJ) sollte das einen Schauer über den Rücken laufen lassen.

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Wieso Nationalstolz mehr wiegt als sauberer Wettbewerb

Es hätte eigentlich so weit sein müssen. Die Alitalia-Gewerkschaften haben umfassende Umstrukturierungen abgelehnt und somit eine Pleite der Fluggesellschaft finanziell unvermeidlich gemacht. Zumindest wäre das in einer normal funktionierenden Marktwirtschaft der Fall gewesen.

Jetzt meldet sich doch noch einmal der italienische Staat und überlegt sich, wieder einmal, einzuspringen. Derzeit macht Alitalia eine Verlust von 1 bis 2 Millionen Euro pro Tag, und hat sich beim Staat über die Jahre schon 7,4 Milliarden Euro an Kapital geholt. Eigentlich kein Verlustgeschäft, das man nach wirtschaftlicher Logik weiter bezuschussen sollte.

Um wirtschaftliche Logik geht es bei solchen Entscheidungen aber natürlich nicht, sondern um Nationalstolz und Klientelpolitik. Die italienischen Politiker weisen zumindest zurecht daraufhin, dass nach einem Zusammenbruch Alitalias viele wichtige Flugverbindungen fehlen würden.

Damit geht die Saga von hochsubventionierten Fluggesellschaften weiter. Das geht auf Kosten der Anleger anderer Airlines, denn gerade in Europa werden etliche Strecken von vielen verschiedenen Unternehmen angeboten. Würden einige Konkurrenten Pleite gehen, könnte man endlich die Preise ein wenig anheben, mit anhaltenden Subventionen werden aber Lufthansa und Co. weiterhin unter einem innereuropäischen Preiskampf leiden, anstatt Strecken wie Frankfurt-Mailand oder München-Rom in Zukunft mit einem kleinen Aufschlag anbieten zu können.

Wer genauer hinsieht merkt aber, dass es noch ein weiteres Problem gibt.

Die Ölstaaten investieren Milliarden

Der einzige große ausländische Kapitalgeber Alitalias war zuletzt Etihad. Die Fluggesellschaft wird bei ihrer Expansion großzügig mit Abu Dhabis Ölmilliarden unterstützt und hat sich so teuer bei Alitalia und auch Air Berlin eingekauft.

Das zeigt, dass europäische Linien nicht nur bei europäischen Flügen weiterhin mit staatlich subventionierten Preiskämpfen und somit anhaltend niedriger Profitabilität rechnen müssen, sondern auch auf Langstrecken keine Besserung der Situation in Sicht ist. Denn dort müssen sie mit den Golf-Airlines wie Etihad, Emirates und Qatar konkurrieren. Die kommen alle günstig an Kerosin, Mitarbeiter und Kapital.

Hier sollte man also ebenfalls in absehbarer Zukunft nicht mit besseren Margen rechnen. Somit bleibt den meisten Airlines kaum ein Ausweg, als das Beste aus ihrer Situation zu machen, in der sie sowohl in Europa als auch auf vielen Langstrecken mit staatlich subventionierten Airlines konkurrieren müssen.

Warren Buffett sollte in den USA bleiben

Aus diesen Gründen ist es wohl ratsam, dass Warren Buffett, der gerade massiv in amerikanische Fluglinien investiert hat, auch in seiner Heimat bleibt. Dort wird er eher nicht von staatlichen Rettungsmaßnahmen überrascht, die den Wettbewerb und somit die möglichen Margen immer wieder komplett neu ausrichten.

In Europa dürften vor allem die großen Flaggenträger weiterhin irgendwo zwischen Nationalstolz und Ölmilliarden gefangen bleiben.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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