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DAX-Autoaktien: Der konträre Trade des Jahrzehnts

Foto: Pixabay

Value Investoren schwören darauf, dass man genau dann viel Geld machen kann, wenn Aktien gerade besonders unbeliebt sind.

Da derzeit eine DAX-Branche ganz besonders wenig Freunde hat, könnte sie sich als der beste Trade des Jahrzehnts herausstellen. Hier erfährst du wieso.

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Alle kaufen deutsche Autos, aber niemand kauft die Aktien

Generell kann man wirklich nicht von einer Krise der deutschen Autoindustrie sprechen. Die Premiumhersteller BMW (WKN:519000) und Daimler (WKN:710000) melden Rekordabsätze, und sogar der Massenhersteller VW (WKN:766400) konnte trotz Diesel-Skandal dem ewigen Konkurrenten Toyota wieder den Rang ablaufen und war im letzten Jahr der weltweit größte Autoproduzent.

Wer die Aktien der drei DAX-notierten Unternehmen im Depot hat, merkt allerdings nichts von den gut laufenden Geschäften. Ganz im Gegenteil, während der DAX neue Rekorde schreibt, sind alle drei Aktien noch weit von ihren Höchstkursen von vor zwei Jahren entfernt.

Höchstkurs 2015 in EUR Kurs am 28.04.2017 in EUR
VW 247,85 145,55
BMW 123,75 87,65
Daimler 96,07 68,40

Quelle: Financial Times

Neue Daten der Commerzbank zeigen nun aber wie weitreichend diese Divergenz tatsächlich ist. Am 21. April stand das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des DAX für 2017 bei moderaten 13,7, allerdings nur, weil die Aktien der drei großen deutschen Autohersteller überdurchschnittlich niedrige KGVs im Vergleich zum Rest des DAX aufweisen.

2017er KGV am 28.04.2017
VW 6,3
BMW 8,5
Daimler  7,8

Quelle: Financial Times, berechnet anhand der durchschnittlichen Analystenerwartungen

Interessant ist beispielsweise ein Vergleich zwischen BMW und BASF. Beide Aktien haben 2011 mit einem identischen KGV von ungefähr 11 begonnen, allerdings ist ihre Bewertung in den letzten Jahren deutlich auseinander gedriftet, sodass BASF mittlerweile mit einem doppelt so hohen KGV als BMW bewertet wird. Das ist ein immenser Unterschied bei zwei etablierten Industrieunternehmen. Ohne Autoaktien lag das DAX-KGV am 21. April schon bei 16 und somit deutlich über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre, welcher allerdings wohlgemerkt auch die tiefen Kurse während der Finanzkrise enthält.

Wenn die eingepreisten Probleme nicht auftreten, sind diese Aktien jetzt spottbillig

Anders ausgedrückt ist kein anderer DAX-Sektor von seinen Fundamentaldaten betrachtet so günstig wie die Automobilbranche. Die derzeitige Sorge ist, dass die Zukunft sinkende Absätze, niedrigere Margen oder im schlimmsten Fall beides mit sich bringt.

Dabei gibt es viele Szenarien, wie dies passieren könnte. Eine teure Umstellung auf Elektroautos, zunehmende Konkurrenz oder eine nachhaltige Nachfrageflaute, womöglich ausgelöst durch flexible selbstfahrende Taxiflotten.

Allerdings ist die Börsengeschichte voll mit Beispielen, als man eine etablierte Branche bereits abgeschrieben hatte. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Gewinne in solchen Situationen nicht gemacht werden, weil die Ängste komplett unbegründet sind, sondern weil sie die Kurse so tief schicken, dass selbst moderates Wachstum zu hervorragenden Renditen führen kann.

Wer sich Umsatz- und Gewinnwachstum näher ansieht, merkt, dass zu aktuellen Preisen Autoaktien eigentlich eine einzigartige Rolle im DAX haben, denn der Markt weigert sich, deren Gewinne in die Zukunft zu projizieren.

Gewinn 2012 in Mrd. EUR Gewinn 2016 in Mrd. EUR Marktkapitalisierung am 28.04.2017 in Mrd. EUR
VW 21,7 5,4 73,7
BMW 5,1 6,8 56,9
Daimler 6,1 8,4 73,2

Quelle: Morningstar

Für alle, die nicht an eine Stagnation oder ein schlechtes Jahrzehnt für die heimische Autobranche glauben, sind die Autoaktien im DAX der derzeit wahrscheinlich vielversprechendste konträre Trade am deutschen Aktienmarkt.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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