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Ein Ölpreis von 60 US-Dollar je Barrel bleibt wohl auch weiterhin nur ein Wunschtraum

Foto: Pixabay

Nachdem wichtige OPEC-Mitgliedsstaaten wie Saudi Arabien, Kuwait und der Irak ursprünglich den Ölpreis je Barrel auf 55 US-Dollar treiben wollten, haben sie nun ein neues Ziel von 60 US-Dollar je Barrel Öl ausgerufen.

Allerdings wird die rasche Erholung der US-Produktion es dem Ölpreis sehr schwer machen, ein nachhaltiges Preisniveau von 60 US-Dollar ja Barrel zu erreichen. Niedrigkostenproduzenten wie Continental Resources (WKN:A0MQ12) und EOG Resources (WKN:877961) haben demonstriert, dass sie ihre Produktion noch lange, bevor der Barrelpreis die 60-Dollar-Marke erreicht, hochfahren werden. Sofern Saudi Arabien also nicht bereit ist, eine noch drastischere OPEC-Produktionskürzung voranzutreiben, wird der Ölpreis in absehbarer Zeit keine großen Sprünge hinlegen.

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Die US-Produktion nimmt Fahrt auf

Die Bohraktivitäten der USA sind seit Ende 2014 stark zurückgegangen und erreichten in etwa vor einem Jahr ihren Tiefststand. Doch die Bohranlagen wurden sehr schnell wieder hochgefahren, als der Ölpreis begann, sich von den Tiefstständen von Anfang 2016 zu erholen. Die Anzahl der aktiven US-Bohranlagen hat sich seit letztem Jahr nahezu verdoppelt, auch wenn sie noch deutlich unter dem Niveau von 2014 liegt. 

Darüberhinaus sind US-Ölförderer in den vergangenen Jahren viel effizienter geworden. Zum Teil ist dies Neuverhandlungen von Ölfeld-Dienstleistungsverträgen und der Neuausrichtung des Hauptaugenmerks auf effizientere Bohrstandorte zu verdanken. Jedoch wurden zur Kostenreduzierung und Erhöhung des Produktionsoutputs auch einige bedeutende operative Verbesserungen vorgenommen.

Diese Entwicklungen haben dazu geführt, dass die US-Ölproduktion sich nun auf bestem Wege befindet, das Produktionsrekordhoch von 9,6 Mio. Barrels pro Tag, das Mitte 2015 erreicht wurde, zu übertreffen. Die US-Produktion erreichte Mitte 2016 mit 9,6 Mio. Barrels pro Tag ihren Tiefststand, steigt aber seit September letzten Jahres wieder kontinuierlich an. Der US-Rohölproduktionsoutput erreichte vor kurzem ein Niveau von 9,3 Mio. Barrels pro Tag – Anfang des Jahres lag die US-Produktion noch bei unter 9 Mio. Barrels pro Tag.

Reichlich Wachstumsspielraum

Die US-Ölproduktion wird höchstwahrscheinlich auch weiterhin in einem rasanten Tempo wachsen, auch wenn der Ölpreis ein Niveau von 50 US-Dollar je Barrel beibehält. Berücksichtigt man die jüngsten Kosteneinschnitte, so können viele Ölproduzenten auch beim derzeitigen Ölpreis sehr profitabel bleiben. Zudem ist die Anzahl der Bohrlöcher, die bereits gebohrt, aber noch nicht vollendet wurden (da sie beispielsweise noch „gefrackt“ werden müssen), aus vielerlei Gründen weiterhin auf einem Rekordhoch.

So sagt EOG Resources, dass es derzeit noch über 6.000 unvollendete „Premium“-Bohrstandorte verfügt. Diese Bohranlagen können beeindruckende Renditen nach Steuern von über 30 % abwerfen – und das sogar bei einem Ölpreis von 40 US-Dollar.

Unterdessen plant Continental Resources, seine tägliche Produktion bis Ende 2017 um ca. 250.000 – 260.000 Barrels Rohöläquivalente zu erhöhen und gleichzeitig seine Investitionsaufwendungen dem operativen Cashflow anzupassen. Basierend auf der Ölproduktion von Continental im vierten Quartal 2016 von 209.861 Barrels Rohöl würde dies einen Anstieg von knapp 20 % bedeuten. (Auch EOG Resources rechnet damit, dass sein Output dieses Jahr fast 20 % zulegen wird.)

Der Ölpreis bleibt niedrig

Continental Resources und EOG Resources befinden sich beide auf Kurs, 2017 wieder zu schwarzen Zahlen zurückzukehren – und das selbst dann, wenn der Ölpreis relativ niedrig bleibt. Ihre Profitabilität sollte 2018 weiter anwachsen, da sie dann vom diesjährigen Produktionswachstum profitieren werden.

Effiziente Ölförderer wie Continental und EOG sind bereit, den Ölhahn wieder aufzudrehen, sobald der Ölpreis wieder ansteigt. Diskussionen der OPEC über eine Produktionskürzung können den Ölpreis kurzfristig anheben. Jedoch säht jede Rally die Samen für ihren eigenen Untergang, da Ölförderer dann die Möglichkeit haben, ihren Output abzusichern, indem sie vorteilhafte Preise vertraglich mit Futures-Verträgen absichern, um so ihren Produktionswachstum zu unterstützen.

Die US-Rohölproduktion ist gegenüber dem Vorjahr schon jetzt um über 300.000 Barrels pro Tag gestiegen. Verglichen mit dem Tiefststand von 2016 hat die Produktion sogar 800.000 Barrels pro Tag zugelegt. Angesichts des jüngsten Anstiegs der Anzahl der Bohranlagen und des großen Rückstaus unvollendeter Bohrlöcher wird die Produktion vermutlich auch in den kommenden Monaten anwachsen.

Wenn Saudi Arabien ernsthaft vorhaben sollte, den Ölpreis auf 60 US-Dollar oder höher zu treiben, wird es noch drastischere Produktionskürzungen benötigen. Und auch dies wäre allenfalls eine kurzfristige Lösung, da ein höherer Ölpreis US-Ölförderer ermutigen würde, noch aktiver zu werden. Wahrscheinlicher ist, dass Saudi Arabien und seine OPEC-Verbündete sich für absehbare Zeit mit einem Ölpreis von 50 – 55 US-Dollar je Barrel zufrieden geben müssen.

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The Motley Fool hält und empfiehlt EOG Resources.

Dieser Artikel wurde von Adam Levine-Weinberg auf Englisch verfasst und am 25.4.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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