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Wie viel ist eine Bitcoin eigentlich wert?

Quelle: Pixabay MichaelWuensch

Erst seit weniger als einem Jahrzehnt gibt es Bitcoin. Und doch hat diese Währung binnen kürzester Zeit immens an Popularität und auch an Wert zugelegt. Kurz nachdem sie 2009 aus der Taufe gehoben wurde, konnte man die virtuelle Währung für weniger als einen Cent pro Bitcoin kaufen. Mittlerweile ist eine Bitcoin 1.250 Dollar wert, nicht wenige vermuten, dass dieser Aufwärtstrend nicht aufhört. Obschon es einige Zweifel am tatsächlichen Wert einer Bitcoin gibt, hat die Währung schon große Volatilität überstanden, ohne dass dabei die Kernnutzerschaft abgesprungen wäre.

Ein Blick in die Vergangenheit

Bereits in den ersten Jahren ihrer Existenz erfuhr Bitcoin einen beeindruckenden Wertanstieg. Von dem einen Cent im Jahr 2009 stieg sie auf 10 Cent im Jahr 2010, schaffte es auf 1 US-Dollar im Jahr darauf. Das führte zu einem starken Run auf die Währung – Mitte des Jahres 2011 lag der Preis für eine Bitcoin bereits bei über 10 Dollar.

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Zu dieser Zeit zeigte die Währung, dass sie für große Auf- und Abschwünge anfällig war. Binnen weniger Monate fielen die Preise für eine Bitcoin 80 % und strafte damit all jene, die nur schnell spekulierten und den flotten Euro machen wollten. Wer allerdings dabei blieb, hat die Verluste wieder wettgemacht, denn Ende 2012 lag die Währung wieder bei über 10 Dollar.

Von da aus ging es über die Grenze von 100 Dollar hinaus. Anfang 2013 stieg der Wert bis auf fast 200 Dollar. Auch wenn die Pleite des Bitcoin-Händlers Mt. Gox sich kurzfristig negativ auf die Preise auswirkte, schaffte es die Währung noch vor Jahresende auf über 1.000 Dollar. Viele gingen damals davon aus, dass Bitcoin schon bald die global dominierende Währung und sinnvoller als jene von Regierungen ersonnene Lösungen sein würde. Die Tatsache, dass es in den ersten Jahren von Bitcoins Existenz überall auf der Welt Finanzkrisen zu beklagen gab, unterstützte diese Theorie.

Seitdem ist Bitcoin recht volatil geblieben. Aber nicht mehr ganz so heftig wie damals. Die Preise gingen 2015 nochmal auf etwa 200 Dollar runter, aber die Währung konnte immer weiter zulegen. In diesem Jahr knackte man die 1.000er-Grenze, schaffte es zwischenzeitlich bis auf 1.300 Dollar.

Woran man den Wert festlegen kann

Ein Kritikpunkt zu Bitcoin, der immer wieder fällt: Die Währung hat keinen intrinsischen Wert. Goldmünzen hingegen bilden das Gewicht einer Ressource mit praktischen Anwendungsmöglichkeiten ab. Goldanleger haben diese Tatsache im Sinn, dass der Gegenstand mehr wert ist als lediglich die geprägte Zahl. Das trifft sicherlich nicht auf Bitcoin zu, eine Währung, die man erhält, wenn komplexe mathematische Probleme gelöst werden.

Dem entgegnen Bitcoin-Propagandisten, dass genau diese Kritik auch auf Papiergeld zutrifft. Einst waren die Banknoten an den Wert von Gold oder Silber gekoppelt, aber diese Zeiten sind längst vorbei. Eine Banknote hat bloß jenen Wert, den ein Käufer und Verkäufer ausmachen – und so ist auch mit Bitcoins, deren Wert davon bestimmt werden, was man im Tauschgeschäft mit ihnen erstehen kann.

Ein Grund, warum Bitcoin wertvoller wurde, ist wohl jener, dass man damit viel mehr anstellen kann als noch ganz am Anfang. Viele Tech- und Handelshäuser akzeptieren Bitcoin auf dieselbe Weise wie man auch andere Währungen und Zahlmethoden annimmt. Auch kleinere Unternehmen schließen sich dem Trend an. Da für die Transaktionen oft nur geringe Gebühren anfallen, ist Bitcoin eine beliebte Art geworden, Geld zu bewegen – oft kann man damit Banken und anderen Finanzinstituten ein Schnippchen schlagen.

Bitcoin ruhig im Auge behalten

Jüngst sind die Preise für Bitcoins massiv angestiegen. Allerdings darf man davon ausgehen, dass die Volatilität weitergeht, und zwar in beide Richtungen. Manche gehen davon aus, dass der Wert exponentiell ansteigen wird, andere hingegen nehmen das hässliche Wort vom Platzen der Blase in den Mund. Wie dem auch sei: Langweilig wird es garantiert nicht.

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Dieser Artikel von Dan Caplinger erschien am 23.4.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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