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Lockheed Martin hat grünes Licht bekommen, um den neuen Helikopter für die Marines zu produzieren

Bildquelle: Pixabay, WikiImages.

Vor zwei Jahren stimmte Lockheed Martin (WKN:894648) zu, Sikorsky Aircraft von seinem damaligen Besitzer United Technologies (WKN:852759) für 9 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Der Preis schien damals etwas hoch, doch das zahlt sich für Lockheed Martin schon aus.

Jahre vor dem Verkauf an Lockheed hatte Sikorsky damit begonnen, einen neuen Schwerlasthelikopter zu entwickeln, der den CH-53E Super Stallion der US-Marine ersetzen sollte. All diese Arbeit hat dazu geführt, dass Lockheed jetzt den Produktionsvertrag für den neuen „King Stallion“ bei diesem Kauf bekommen hat.

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Lockheed Martins neuer Schwerlasthelikopter CH-53K. Der neue Heli könnte auch den Gewinn ganz schön anheben. Bildquelle: Lockheed Martin.

Lockheed Martins neuer Schwerlasthelikopter CH-53K. Der neue Heli könnte auch den Gewinn ganz schön anheben. Bildquelle: Lockheed Martin.

Ein Meilenstein

Anfang April bestätigte Lockheed Martin, dass die ersten beiden CH-53K King Stallion Helikopter-Prototypen den „Milestone C“-Test des Pentagons bestanden hätten. Das bedeutet, dass das Programm für die Anfangsproduktion freigegeben wurde.

Das sind großartige Nachrichten für das Marinecorps, das einen neuen Schwerlasthelikopter bekommt, der dreimal so viel heben kann wie der alte. Lockheed Martin nennt den neuen Heli „den stärksten Helikopter, den unsere Nation jemals designt hat“. Dieser kann sogar ein Panzerfahrzeug heben.

Der Produktionsvertrag umfasst schon jetzt sechs dieser Hubschrauber, die nächstes Jahr geliefert werden sollen. Zur ersten Auslieferung gehören noch zwei weitere. Das Marinecorps erwartet bis 2029 200 von diesen Helikoptern. Das wird reichen, um zehn aktive Einheiten, die Ausbildungs- oder Reserveschwadrone zu versorgen. Zusätzlich hofft Lockheed, den Helikopter international zu verkaufen. Zum Beispiel hat Deutschland schon sein Interesse bekundet, zwei volle Schwadronen für die Bundeswehr zu kaufen.

Was das für die Steuerzahler bedeutet

Pro Helikopter sind die Kosten sogar noch höher als für den F-35-Kampfjet. Als das Pentagon die ersten beiden Prototypen zu Testzwecken im letzten Jahr bestellte, bezahlte das Verteidigungsministerium mehr als 116 Millionen US-Dollar pro Helikopter. Das macht jetzt schon mehr als die 94,6 Millionen US-Dollar für den F-35A.

Das Pentagon rechnet für den CH-53K mit einem Budget von 96 Millionen US-Dollar. Man erwartet günstigere Preise, wenn die Produktion erhöht wird und durch Massenproduktion die Kosten gesenkt werden können. Wenn man aber die Kosten für Forschung und Entwicklung noch dazu zählt, dann sind wir schnell bei 34,5 Millionen US-Dollar Entwicklungskosten pro Helikopter. In diesem Fall würden die Gesamtkosten für den CH-53K etwa 130,5 Millionen US-Dollar betragen. Das ist noch teurer als die teuerste Variante des F-35B, der zufälligerweise auch an die Marines geht.

Was das für die Investoren bedeutet

Die Investoren werden die Sache vielleicht aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Wir möchten unser Augenmerk auf den Programmkosten als Ganzes richten und die Kosten pro Helikopter einmal außer Acht lassen. Laut DefenseNews.com würde eine Flotte von 200 voll funktionsfähigen CH-53K King Stallion Helikoptern 26,1 Milliarden US-Dollar kosten. Die Kosten für Forschung und Entwicklung würden 6,9 Milliarden US-Dollar betragen. Dazu kommen noch 19,2 Milliarden US-Dollar an Beschaffungskosten plus eventuell noch weiteren Beschaffungskosten für ausländische Käufer.

Bei einer operativen Gewinnmarge von 5,9 % für diese Sparte von Lockheed Martin – laut S&P Global Market Intelligence – können die Investoren erwarten, dass das Unternehmen mit dem neuen Helikopter einen Gewinn von 1,5 Milliarden US-Dollar macht. Dazu kommen noch die Gewinne aus Wartung und weiteren Dienstleistungen plus alle Gewinne aus dem Verkauf der zusätzlichen Helikopter im Ausland.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Rich Smith auf Englisch verfasst und am 23.04.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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