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Der CEO von Wells Fargo sagt “nicht akzeptabel”

Quelle: Wells Fargo

Wells Fargo (WKN:857949) begann als einzige der großen amerikanischen Banken das neue Jahr mit einem Rückgang im Jahresvergleich bei den Nettoeinnahmen. Das allein sollte die Aktionäre schon enttäuschen, aber der Trend kann den Aktionären sogar noch mehr Angst machen.

Wells Fargo war bisher als eine der effizientesten Banken in diesem Bereich bekannt. Das ist aber nicht länger der Fall. Im ersten Quartal hatte das Unternehmen nur noch ein Effizienzverhältnis von 62,7 %. Dieses berechnet man, indem man die Nichtzinsausgaben einer Bank durch die Nettoumsätze teilt. Das stellt den Anteil der Umsätze dar, der auf die operativen Ausgaben entfällt. Ein niedriger Wert ist besser als ein höherer Wert.

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Der Standardwert bei den großen Banken ist 60 %, eine hocheffiziente Bank wie U.S. Bancorp schafft aber deutlich weniger. Jahrelang war Wells Fargo eine von diesen Banken, die immer wieder die niedrigsten Werte unter den großen Banken lieferte. Im Jahr 2016 betrug der Wert 58,7 %, was 4 Prozentpunkte besser ist als im ersten Quartal diesen Jahres.

Bildquelle: The Motley Fool

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Um fair zu sein, die Kosten aller größeren Banken tendieren dazu im ersten Quartal etwas höher zu sein, da die Ausgaben für Vergütung in den ersten drei Monaten eines Jahres in der Regel stark ansteigen. Das liegt daran, dass die Banken ihre Bonusse und ihre Vergütungskosten im ersten Quartal für das zurückliegende Jahr bezahlen.

Bank of America (WKN:858388) bietet uns hier ein gutes Beispiel. Die Personalausgaben stiegen in den ersten drei Monaten um 300 Millionen US-Dollar verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Das ist besonders bemerkenswert, da das Unternehmen gerade dabei ist, seine Jahresausgaben um 3 Milliarden US-Dollar bis Ende 2018 senken möchte. Der Punkt ist, dass sogar Banken, die sich auf Kostensenkungen konzentrieren, mehr für Vergütungen zu Jahresanfang ausgeben.

Im Fall von Wells Fargo waren es fast 800 Millionen US-Dollar bei den Nichtzinsausgaben, die größtenteils an den höheren Vergütungen lagen.

Kategorie Q1 2017
(in Millionen)
Q1 2016
(in Millionen)
Veränderung
Gehälter 4.261 USD 4.036 USD 6 %
Provisionen und Anreize 2.725 USD 2.645 USD 3 %
Mitarbeiterzusatzvergütung 1.686 USD 1.526 USD 10 %

Datenquelle: Wells Fargo Quartalsbericht Q1 2017.

Wichtig zu wissen ist, dass sich bei diesen höheren Kosten die Effizienz bei Wells Fargo im Jahresvergleich trotzdem verbessert hat. Das Unternehmen steht nämlich auch dieses Jahr vor großen Problemen. Das ist auch der Grund warum diese vier Prozentpunkte ein solches Problem sind.

“Ich möchte klarstellen, dass auf diesem Niveau zu arbeiten nicht akzeptabel ist”, sagte CEO Tim Sloan während der Telefonkonferenz zum ersten Quartal.” Wir möchten unseren Effizienzgrad zusätzlich zu unseren aktuellen Initiativen verbessern. Diese sollen unsere Ausgaben um 2 Milliarden US-Dollar pro Jahr senken, wobei diese Ersparnisse in das Geschäft reinvestiert werden sollen.”

Es ist schwierig, diese Erhöhungen bei den Ausgaben direkt mit dem Skandal um die falschen Konten in Verbindung zu bringen, der im letzten September herauskam. Dieser Vorfall gibt uns aber einen wichtigen Kontext, da der Skandal die Umsätze nicht nur belasten, sondern diese auf absehbare Zeit auch nach unten drücken wird. Das ist ein weiteres Problem, was sich natürlich in einem schlechteren Effizienz-Verhältnis ausdrückt. Für die Investoren von Wells Fargo kann es nicht schnell genug gehen, bis dieser Skandal ausgestanden ist.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von John Maxfield auf Englisch verfasst und wurde am 22.04.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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