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Kann Instagram bis 2021 tatsächlich 22 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaften?

Bildquelle: Pixabay, Tumisu

Instagram wächst und wächst, und man darf davon ausgehen, dass das Anzeigengeschäft im Jahr 2017 außerordentlich gut laufen wird. Anfang des Jahres hat Facebook (WKN:A1JWVX) verkündet, dass Instagram 400 täglich aktive User (Daily Active Users, DAUs) erreicht. Im letzten Monat hieß es, dass Instagram 1 Million aktive Anzeigenkunden habe gewinnen können.

Die Umsatzerwartungen für dieses Jahr sind also hoch. eMarketer geht davon aus, dass Instagram 2,8 Milliarden erreichen kann. Andere Analysten wollen da sogar noch mehr sehen. Facebook splittet allerdings die Zahlen nicht für jede einzelne App auf. Samuel Kemp von Piper Jaffray jedoch denkt, dass Instagram noch tüchtig wachsen kann. Er wirft die folgende Zahl in den Raum: 22 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2021. Und ein großer Teil davon dürfte daher kommen, dass man Snapchat die Nutzerschaft wegnimmt.

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Die Klon-Kriege

Instagram hat schamlos die beliebtesten Funktionen von Snaps (WKN:A2DLMS) App Snapchat kopiert. Im letzten August hat man die Story-Funktion übernommen, neuerdings kann man einander auch verschwindende Fotos zuschicken.

Instagram hat neulich verkündet, dass die Stories 200 Millionen DAUs hätten. Im vergangenen Dezember waren es bei Snap bei derselben Funktion noch 161 Millionen DAUs. Man muss auch wissen, dass Instagrams riesiges Wachstum begann, als Snapchat zu stagnieren begann. Denn die konnten seit Juni gerade mal 13 Millionen Nutzer zulegen.

Auch nicht uninteressant: Es gibt eine große Überschneidung bei den Nutzern von Instagram und Snapchat. Neunzig Prozent der Snapchat-User sind auch auf Instagram. Kemp geht davon aus, dass je mehr Instagram die Funktionen von Snapchat kopiert, desto weniger Grund haben Nutzer, Snapchat überhaupt zu nutzen. Heißt: mehr Leute kommen zu Instagram, während Snapchat als Plattform an Faszination verliert.

Steigendes Umsatzwachstum

Für Snapchat sehen Analysten in den kommenden Jahren großes Umsatzwachstum voraus. Einige davon rufen Zahlen auf, die 1 Milliarde Dollar an Anzeigenumsatz für dieses Jahr und 2 Milliarden im nächsten Jahr erreichen. Das beruht auf einigen Faktoren, hauptsächlich jedoch auf dem Nutzerwachstum, den zunehmenden Anzeigen und steigenden Anzeigenpreisen. Diese Faktoren hängen aber alle miteinander zusammen. Die Nachfrage ist dafür verantwortlich, wie sich Anzahl und Preise der Anzeigen gestalten. Und die zunehmende Nutzerschaft bestimmt die Nachfrage.

Es hängt also für Snapchat viel davon ab, dass man tatsächlich so schnell neue Nutzer gewinnen kann, wie die Experten prognostiziert haben. JPMorgan erwartet bis 2020 299 Millionen DAUs, Cowen bis 2022 sogar 378 Millionen. Sollte aber Instagram Snapchats Nutzerwachstum verlangsamen und Snap nicht diese Erwartungen erfüllen kann, dürfte auch der Umsatz verfehlt werden. Und die verpassten Werbeeinnahmen reißt sich dann natürlich Instagram unter den Nagel.

Und: Selbst die optimistischsten Erwartungen gehen nicht von 22 Milliarden für Snapchat aus. Es ist auch bei weitem nicht so, dass Instagram sich 100 % vom Snapchat-Kuchen schnappen wird. Woher also soll Instagrams Umsatzwachstum kommen?

„Snapchat Plus“

Der größte Vorteil, den Instagram gegenüber Snapchat hat, ist dass man auch als Nutzer direkt mit Marken kommuniziert. Laut der Studie „Taking Stock With Teens“ von Piper Jaffray bevorzugen es Teenager, von Marken via Instagram angesprochen zu werden, weit vor Facebook und Snapchat. Damit sollte die Werbung auf Instagram zu mehr Kaufvorgängen als auf anderen Plattformen führen – und höhere Preise erzielen.

Instagram ist so wertvoll, weil es eine Kombination aus Plattform für Freunde und Marken bzw. Influencern bietet. Nutzer verbringen also viel Zeit in der App und stören sich nicht an Anzeigen von Marken. Snapchat hingegen ist vor allem ein Kommunikationsmittel für Freunde, der von Marken generierte Content bleibt meist links liegen.

Ein Umsatz von 22 Milliarden bis 2021 ist also schon eine große Ansage. Als Referenz: Facebook als gesamtes Unternehmen hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 27 Milliarden Dollar. Es scheint also ein bisschen zu optimistisch, dass Instagram binnen vier Jahre den Umsatz von Facebook verdoppelt. Wie dem auch sei, Instagram dürfte bald bedeutendes Umsatzwachstum erfahren und sollte für Facebook eine riesige Rolle spielen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Facebook.

Dieser Artikel von Adam Levy erschien am 18.4.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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