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Mit „M“ schreibt Facebook sich in die wachsende Liste der virtuellen Assistenten ein

Foto: Pixabay, geralt

Der Begriff „Künstliche Intelligenz“ schlägt zurzeit große Wellen und das wohl sichtbarste Beispiel dieser Technologie sind die virtuellen Assistenten. Es scheint, als hätte heute jedes Smartphone einen davon und jeden Tag kommen neue hinzu. Auch wenn sie das Potenzial haben, echte „Game Changer“ zu werden, sind wir noch weit davon entfernt. Aber mit zunehmender technologischer Entwicklung werden die virtuellen Assistenten mit der Zeit wohl noch viel nützlicher werden.

Einfach ausgedrückt: Die sprachgesteuerten Assistenten können bei der Bewältigung von Aufgaben helfen, ohne dass sich der Verbraucher durch eine Reihe von Menübildschirmen klicken muss. Du kannst sie über dein Smartphone bitten, einen Anruf zu tätigen, dir den Wetterbericht zu zeigen oder einen Termin zu speichern. Diese Fähigkeiten sind das Ergebnis des Fortschritts im Bereich der natürlichen Sprachverarbeitung, einer Unterkategorie der künstlichen Intelligenz (AI). Diese Technologie ist in der Lage, die Art einer Aufforderung zu erkennen und zu verarbeiten.

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Du kannst mich „M“ nennen

Facebook (WKN:A1JWVX) hat vor kurzem die Einführung seines lang erwarteten Beitrags im Bereich AI verkündet. Er nennt sich einfach nur „M“ und ist für Messenger-Nutzer in den USA erhältlich. Einige haben hohe Erwartungen an Facebooks virtuellen Assistenten. Als der Prototyp im August 2015 enthüllt wurde, sagte Facebooks Vizepräsident der Sparte „Messaging-Dienste“ David Marcus: „Im Gegensatz zu anderen auf AI basierenden Diensten im Markt kann M in deinem Namen Aufgaben erledigen. Es kann Dinge kaufen, Geschenke für deine Liebsten bestellen, einen Tisch in einem Restaurant reservieren, Reisen buchen, Termine ausmachen und vieles mehr.“

Damals verkündete das Unternehmen, dass sein virtueller Assistent als Hybrid herauskommen würde – ein AI-Fundament mit menschlichem Touch, um kompliziertere Anfragen zu verarbeiten und Rückmeldungen zu geben, durch welche das System hinzulernen kann. So sollte im Laufe der Zeit ein virtueller Assistent kreiert werden, der die Absichten seiner Nutzer verstehen und dann entsprechende Ergebnisse liefern kann.

Das große „M“ oder das kleine „m“?

Heute im Jahr 2017 ist die bisherige Entwicklung von M etwas enttäuschend. Seit seinem Debüt nimmt M im Messenger die Funktion einer automatisierten Vorschlagsmaschine ein. Während einer Konversation taucht M auf und bietet begrenzte Unterstützung mit einigen sehr banalen Aufgaben. Erkennt M, dass die Rede von Bezahlungen ist, bietet es die Möglichkeit, Geld zu versenden oder zu empfangen. Wenn dein Freund dich fragt, wo du bist, schlägt dir M vor, deinen Standort zu teilen. Wenn du dich darüber unterhältst auszugehen, wird die M empfehlen, eine Fahrt über Lyft oder Uber zu bestellen. In alltäglichen Gesprächen empfiehlt dir M außerdem einige witzige Sticker.

Bildquelle: Pixabay, harrivicknarajah0

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Was war der Grund für den limitierten Assistenten? In seinem ursprünglichen Zustand war M einfach nicht in der Lage, auf mehrere Millionen Nutzer ausgeweitet zu werden, da es weiterhin auf menschliche Interventionen und Unterstützung angewiesen war. Es scheint, als hätten sich die Fähigkeiten von Facebooks AI nicht weit genug entwickelt, um Facebooks ursprünglichen Ziele zu verwirklichen. Es besteht kein Zweifel, dass das Unternehmen immer noch an den künftigen Fähigkeiten seines virtuellen Assistenten arbeitet. Und die Bereitstellung für Millionen Nutzer in beschränkter Form wird den Lernprozess des Assistenten sicherlich beschleunigen.

Bixby, kannst du mich hören?

Facebook ist nicht der einzige Fall eines virtuellen Assistenten mit großen Versprechungen, die nicht ganz eingehalten werden konnten. Als Samsung (WKN:881823) das AI-Sartup Viv vergangenes Jahr gekauft hat, bekam es einen virtuellen Assistenten mit Fähigkeiten, die alle bisher Verfügbaren in den Schatten stellten, wie diese Demonstration von der letztjährigen „TechCrunch Disrupt“ Konferenz zeigt. Der virtuelle Assistent war in der Lage, komplexe und verschachtelte Fragen zu verstehen und Folgeanfragen zu verarbeiten – etwas, mit dem heutige virtuelle Assistenten immer noch Probleme haben. Der Viv-Assistent wurde in Bixby umbenannt. Verbraucher hatten sehnlichst gehofft, dass Bixby in dem jüngst eingeführten Galaxy-S8-Smartphone integriert sein würde.

In einem Blogeintrag bestätigte In Jong Rhee, Samsungs Vorstand für Forschung und Entwicklung, dass Bixby sein Debüt feiern und ein einheitliches System zur Unterstützung von Sprachbefehlen beinhalten würde – auch wenn nur innerhalb einer begrenzten Anzahl von nativen Anwendungen. Im Laufe der Zeit sollte der Assistent langsam ausgeweitet werden. Doch dann bestätigte das Unternehmen dem Wall Street Journal gegenüber, dass Bixby, wenn das S8 Ende diesen Monats auf den Markt kommen wird, nicht in der Lage sein wird, auf Sprachbefehle zu antworten. Zwar versteht Bixby anscheinend Koreanisch fließend, hat aber Probleme mit der englischen Sprache. Samsung hatte gehofft, dass die Brillanz von Bixby die Erinnerungen an das Desaster des Galaxy Note 7 vergessen machen würde. Nun gilt es abzuwarten, ob Bixbys Unzulänglichkeiten Auswirkungen auf den Umsatz des Galaxy S8 haben werden.

Nicht bereit für die ganz große Bühne

Diese Probleme demonstrieren, dass es trotz der erstaunlichen Fortschritte im Bereich künstliche Intelligenz immer noch große Probleme auf diesem Gebiet gibt. Nicht jede Neuerung wird ihr Potenzial völlig verwirklichen können. Es wird garantiert auch Misserfolge geben – einige davon werden sich hinter den Kulissen abspielen, während andere auf ganz großer Bühne zu sehen sein werden.

Diese virtuellen Assistenten sind heute Zusatz-Features, die bisher keinen bedeutenden Umsatz generieren. Aber öffentliche Misserfolge können dennoch zu einer negativen Wahrnehmung einer Marke führen oder Kaufentscheidungen beeinflussen.

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The Motley Fool hält und empfiehl Facebook.

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 16.4.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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